Hunderte Schaulustige schauten am Döppersberg zu, als Fachleute den zwölf Meter langen Waggon der Baureihe 1950 von einem Sattelschlepper in die Höhe hoben. Der Kran schwebte die Schwebebahn über das Gelände und setzte sie auf einer Plattform im Mittelbau zwischen dem historischen Bahnhofsgebäude und dem künftigen Standort der Bundespolizei ab. In den kommenden Wochen montieren Handwerker das Fahrzeug in einer fest verbolzten, hängenden Position. Später ummantelt eine gläserne Konstruktion das Gerüst samt Waggon.
Schwebebahn im Internet gefunden
Investor Markus Bürger hatte das denkmalgeschützte Empfangsgebäude sowie die Flügelbauten im Jahr 2022 erworben und treibt seitdem die Neugestaltung des Areals voran. Den ausrangierten Waggon entdeckte er im Internet und kaufte ihn von einer Kirchengemeinde aus Siegen. Zuvor diente der Wagen unter anderem als Gastronomieobjekt. Nach Aussage des Investors wertet das Fahrzeug das Bahnhofsareal optisch auf und lässt sich künftig für Events sowie Trauungen des Standesamtes nutzen.
Mitte 2027 soll alles fertig sein
Mit dem Einheben des Wagens biegen die umfassenden Umbauarbeiten am Hauptbahnhof in die Zielgerade ein. Neben bereits eröffneten Geschäften beziehen in Kürze die Wuppertaler Stadtwerke, die Postbank und die Bundespolizei neue Räumlichkeiten im Gebäudekomplex. Die vollständige Fertigstellung der sanierten Bereiche plant der Investor bis Mitte des kommenden Jahres.