Finden die Bakterien in unseren Trinkwassersystemen, vorrangig in Warmwasserverteilungsanlagen, oder Verdunstungskühlanlagen optimale Wachstums- und Vermehrungsbedingungen, können sich sehr hohe Konzentrationen im Trinkwasser anreichern. Bei einer Wassertemperatur zwischen 25°C und 55°C findet in sogenannten Biofilmen, die ebenfalls natürlich in Wassersystemen vorkommen, eine drastische Vermehrung der Legionellen statt. Besonders risikobehaftet sind ältere und schlecht gewartete bzw. selten benutzte Warmwasserleitungen und –behälter. Grenzwerte werden durch die Trinkwasserverordnung geregelt.
Die Legionellen sind als potenziell humanpathogen (beim Menschen Krankheiten hervorrufend) einzustufen. Die für den Menschen bedeutsamste Art ist Legionella pneumophila, die für etwa 90% aller Erkrankungen verantwortlich ist. In Mehrfamilienhäusern mit einer zentralen Trinkwassererwärmung sind Vermieter bzw. Hausverwaltungen lt. Trinkwasserverordnung verpflichtet, alle 3 Jahre eine Untersuchung auf Legionellen durchzuführen. Den Mietern müssen die Ergebnisse der Untersuchung mitgeteilt werden.