VOM BEULER BACH ZUM HÖLKER FELD
Der Bodenerlebnispfad führt zwischen Häusern hindurch zur Kleingartenanlage „Beuler Bach“. Die ersten beiden Parzellen am Eingang wurden als Schul- und Lehrgarten gestaltet. Für Schrebergärtner und interessierte Besucher werden hier Informationen zum Umgang mit belasteten Böden bereitgestellt und Interessantes zum Thema Boden im Garten vermittelt. Der Weg führt weiter durch die Kleingartenanlage bis zu den Hallen und versiegelten Stellflächen an einem Steilhang. Dies ist der Rand einer ehemaligen Ziegelei, an dem Boden und darunterliegende Tonschichten abgebaut wurden. Am Hang erkennt man die geschichteten Sandsteine. Der Erlebnispfad führt weiter zwischen den Wiesen ins Naturschutzgebiet und trifft am Rand des Waldes auf den Geopfad, der in den Buchenwald hinein zu einigen Grabendolinen führt.
Länge: ca. 6,5 km
Dauer: ca. 2 Stunden
Start: Wittener Straße (Haltestelle „Weiherstraße“)
Ziel/Rückfahrt: Bushaltestelle „Hölker Feld, Schleife“
Leichte Steigungen, größtenteils befestigte Wege. Bequemes Schuhwerk empfohlen.
Hinweise zur Planung
Der Startpunkt an der Wittener Straße ist gut mit den Buslinien 602, 612, 632 und 642 erreichbar. Die Rückfahrt ist von der Haltestelle „Hölker Feld, Schleife“ mit der Buslinie 632 möglich. Über die Linderhauser Straße erreichen Sie zu Fuß ebenfalls schnell wieder den Ausgangspunkt. Für die gesamte Strecke sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden.
Stationen im Detail
1. Start Wittener Straße – Am Diek
Die Wanderung beginnt an der Wittener Straße (Bushaltestelle „Weiherstraße“). Von dort führt Sie der Weg in die Straße „Am Diek“.
2. Am Diek – von Teichen zu Gewerbe
Der Name „Am Diek“ (= am Teich) sagt es: Früher gab es hier Teiche und Wiesen. Im 19. Jahrhundert siedelten sich erste Fabriken an, später entstand ein Gewerbegebiet. Heute nehmen zusätzlich Parkplätze von Supermärkten große (versiegelte) Flächen in Anspruch.
Gewusst? Versiegelte Böden sind tote Böden. Ohne Pflanzenwachstum finden Kleintiere keine Lebensgrundlage und können keine organischen Stoffe abbauen. So geht die Bodenfruchtbarkeit verloren. Außerdem kann Regenwasser nicht versickern, der Wasserhaushalt wird gestört.
3. Vor der Beule – alte Bahntrasse
Wenn Sie „Am Diek“ weitergehen, gelangen Sie an eine Kreuzung. Hier biegen Sie rechts ab in die Straße „Vor der Beule“. Linksseitig erkennt man noch Relikte einer alten Bahntrasse, von der nur ein Teil des Dammes erhalten ist.
4. Kleingartenanlage Beuler Bach
Nach ca. 50 Metern biegen Sie links ab und wandern zur Kleingartenanlage „Am Beuler Bach e.V.“. Sie gehen weiter bis zum ersten kleinen Stichweg mit 15 Stufen neben einer Infotafel. Von hier erreichen Sie eine Brücke über den „Beuler Bach“. Nach ca. 40 Metern biegen Sie rechts ab in die Straße „Beule“.
Gewusst? Die ersten beiden Parzellen hinter dem Spielplatz sind als Lehrgarten eingerichtet. Hier gibt es Informationen zum Thema „Boden im Garten“ und zum Umgang mit belasteten Böden.
5. Ehemalige Ziegelei – Tonschichten und Sandsteine
Hinter den Hallen und versiegelten Flächen des Gewerbegebiets (Beule 52–74) sehen Sie einen Steilhang mit Felsen: den Rand einer ehemaligen Ziegelei. Hier wurde der Boden abgetragen und die darunter liegende Tonschicht abgebaut. Gegenüber einem Automobilunternehmen biegen Sie links in einen asphaltierten Stichweg ein. In Höhe von Haus Nr. 48 erkennt man die geschichteten Sandsteine und am oberen Rand eine dünne, stark durchwurzelte Bodenschicht.
Gewusst? Nach der Eiszeit gab es im Wuppertal zunächst keinen Boden. Erst Pionierpflanzen eroberten das Gebiet. Aus ihren Überresten entstand im Lauf von fast 10.000 Jahren Boden, der auch anspruchsvolleren Pflanzen und Gehölzen Halt gibt.
6. Durch Wohngebiete zur Silberkuhle
Gehen Sie den Stichweg zurück und biegen Sie links ab. Dann weiter durch die Straße „Beule“ bis zur Straße „Vor der Beule“. Dort links abbiegen, nach ca. 200 Metern in die Straße „Mählersbeck“ (links Kleingärten). Nach weiteren 200 Metern rechts den Weg „Ecksteinsloh“ hinauf. Am Ende (Wendehammer) rechts abbiegen und über einen Stichweg in die Straße „Im Kämpchen“. Dieser folgen, bis Sie die „Wittener Straße“ erreichen (rechts die St. Mariä Himmelfahrtkirche). Links abbiegen und nach ca. 500 Metern zur Busschleife „Silberkuhle“.
Gewusst? Teilbereiche der „Silberkuhle“ zeigen markante Felsbildungen, die als geologisches Naturdenkmal geschützt sind. Schautafeln erklären die Entstehung der Gesteine.
7. Geopfad Linderhauser Straße
Die Wanderung führt Sie am Ende der Busschleife nach rechts und sofort wieder links entlang des Geopfades bis zur „Linderhauser Straße“. Hier rechts abbiegen und die „Nordbahntrasse“ überqueren. An der nächsten Kreuzung links in die Straße „Im Hölken“, dieser bis zum Wendehammer an der Unterführung der B 51 folgen. Hinter der Unterführung rechts ab zum Parkplatz „Bramdelle“.
8. Dolinenfeld Bramdelle
Auf der anderen Straßenseite sehen Sie eine Wiese mit Buckeln und Vertiefungen. Das „Dolinenfeld Bramdelle“ wirkt wie ein zerknittertes Tischtuch.
Gewusst? Der Untergrund besteht aus Kalkgestein. Regenwasser löst den Kalk, es entstehen Hohlräume, die irgendwann einstürzen. Der Boden sinkt nach und an der Oberfläche bilden sich Dolinen.
9. Naturschutzgebiet Im Hölken – Grabendolinen
Vom Parkplatz links führt ein Weg ins Naturschutzgebiet „Im Hölken“. Vor dem Wald zweigt links der Geopfad ab. Er führt durch einen Buchenwald bis zur „Grabendoline“. Durch den Kalk im Untergrund sind die Böden hier nährstoffreich und haben einen hohen pH-Wert. Kalkliebende Frühblüher könnten hier wachsen, doch durch starke Nutzung (Spaziergänger, Mountainbiker) ist der Boden verdichtet. Eine natürliche Krautschicht fehlt.
10. Alter Bahndamm – Gewerbegebiet Hölker Feld
Folgen Sie weiter dem Geopfad bis er auf den alten Bahndamm trifft. Links abbiegen und dem Damm bis zur Straße „Hölker Feld“ folgen, wo ein neues Gewerbegebiet entstanden ist.
Gewusst? In Deutschland verschwinden täglich ca. 70 ha Boden durch Bebauung. Flächenrecycling soll diesen Verlust begrenzen.
Biegen Sie rechts in die Straße „Hölker Feld“ ab. Nach ca. 200 Metern zwischen Haus Nr. 22 und 24 erreichen Sie einen asphaltierten Wanderweg. Vor dem Bach links abbiegen, über eine Holzbrücke bis zur Autobahnunterführung. Dort links ab und dem Schotterweg folgen, bis Sie eine befestigte Straße erreichen. Rechts weiter bis zur Schleife „Hölker Feld“ (Wendehammer).
11. Bachschwinde Blumenroth – Linderhauser Mulde
Hinter der Bushaltestelle „Hölker Feld“ führt ein Fußweg links in die „Linderhauser Straße“. Gehen Sie nach rechts bis zur Autobahnbrücke. Kurz vor der Brücke zweigt ein Geopfad ab zur Bachschwinde „Blumenroth“.
Gewusst? Die Bachschwinde bei Blumenroth gehört zur Linderhauser Mulde im Sauerländer Massenkalkzug. Hier verschwindet der Bach in einer Senke. Am Bodenprofil erkennt man den dunklen humosen Oberboden und darunter den marmorierten Horizont.
VOM ESKESBERG IN DIE VARRESBECK
Der Bodenerlebnspfad führt durch Buchenwälder und über die ehemaligen Deponie Eskesberg in den städtischen Siedlungsraum mit der sanierten Altlast Varresbeck . Er zeigt damit auch die Entwicklung in Wuppertal. In der Varresbeek wurden zu Beginn der Talbesiedlung im 19. Jahrhundert und des Industriezeitalters Anfang des 20. Jahrhunderts Schlacken und Industrieabfall abgelagert. Danach wurden die Häuser gebaut. 1998 war die Sanierung abgeschlossen. Am Endpunkt angekommen kann eine Fahrt mit der Schwebebahn unternommen oder der Zoo besichtigt werden.
Länge: ca. 3,0 km
Dauer: ca. 1 Stunde
Start: Haltestelle „Pahlkestraße“ (Buslinie 611)
Ziel: Düsseldorfer Straße (Haltestelle Buslinie 611)
Leichte Steigungen, überwiegend naturbelassene Wege. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Hinweise zur Planung
Der Startpunkt liegt an der Pahlkestraße und ist mit dem Bus 611 gut erreichbar. Die Rückfahrt erfolgt mit dem Bus 611 von der Düsseldorfer Straße zurück zum Start oder in Richtung Schwebebahnhaltestelle Varresbeck. Etwa ein Ein Drittel der Strecke ist asphaltiert, zwei Drittel verlaufen auf Waldwegen. Variante: Eine Verlängerung ist zum Wuppertaler Zoo über die „Tiergartentreppe“ möglich.
Stationen im Detail
1. Start an der Haltestelle Pahlkestraße
Die Wanderung beginnt an der Haltestelle „Pahlkestraße“ (Buslinie 611). Von dort gehen Sie ca. 800 Meter in Richtung Süd-Westen bis zur Bushaltestelle „Frankholzhäuschen“. Hier biegen Sie links in einen Wanderweg ab (gegenüber Haus-Nr. 139).
2. Wuppertaler Höhen – Grünlandnutzung
Der Wanderweg führt Sie auf die „Wuppertaler Höhen“. Der Boden wird hier seit langem als Grünland genutzt und dient als Weidefläche für Nutztiere. Durch den geschlossenen Bewuchs mit Wiesenpflanzen werden wichtige Bodenfunktionen erhalten und Bodenverluste (Erosionen) nach Regenfällen vermieden.
3. Buchenwald und Ranker-Böden
Nach ca. 200 Metern erreichen Sie eine Wegegabelung; hier halten Sie sich links. Der Weg wird zunehmend steiler und führt zu einem Buchenwald. An den Hängen haben sich auf dem Schiefergestein flachgründige Bodentypen gebildet. Der sogenannte Ranker eignet sich nicht für Ackerbau, ist aber ein typischer Waldboden. Dort, wo der Weg zum Wald hin eingeschnitten ist, erkennt man die Bodenschichten. Im Frühjahr ist der Waldboden mit blühenden Kräutern bedeckt.
Gewusst? Vor ca. 10.000 Jahren war Wuppertal nahezu „bodenlos“. Erst Pionierpflanzen nach der Eiszeit ermöglichten die Bildung erster Böden. Die heutigen Bodenschichten haben also fast 10.000 Jahre benötigt, um zu entstehen. Nehmen Sie einmal den Boden in die Hand: Farbe und Geruch verraten viel, vielleicht entdecken Sie dabei auch einen Regenwurm, eine Assel oder einen Käfer.
Über ein mit Natursteinen gepflastertes Stück alten Weges gelangen Sie zur Straße „In der Beek“. Diese alte Ortsbezeichnung (Beek = Bach) wurde bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Hier befinden Sie sich im Bereich des „Varresbecker Baches“. Biegen Sie rechts ab. Nach ca. 100 Metern – gegenüber einer Garagenreihe – führt ein asphaltierter Weg vorbei an alten bergischen Häusern wieder steil bergauf in den Wald. Am Ende des Weges (Haus-Nr. 31) halten Sie sich links und folgen dem Wanderweg A3.
4. Waldhotel Eskeshof und Kalkofen Eskesberg
Sie erreichen nun automatisch das Waldhotel „Eskeshof“. Der Weg führt oberhalb des Hotels in Richtung „Bodelschwinghweg“. Nach Haus Nr. 20 biegen Sie links ab in den gepflasterten „Bodelschwinghweg“. Von dort gelangen Sie in die „Krummacherstraße“. Dort links abbiegen in Richtung „Deponie Eskesberg“. Direkt hinter einer Garagenreihe führt vor einem Kleinkinderspielplatz eine Stufenanlage zum historischen „Kalkofen“ Eskesberg. Nach 23 Stufen treffen Sie auf einen grünen Stahlgitterzaun. Vor diesem Zaun links abbiegen und dem Trampelpfad entlang der Deponie bis zum „Kalkofen“ folgen.
Gewusst? Am Eskesberg wurde lange Zeit Kalkstein abgebaut und bis 1942 im Kalkofen verarbeitet. Ab 1957 nutzte man den Steinbruch als Deponie für Haus- und Industrieabfälle. 2005 wurde sie saniert und mit einem „Deckel“ aus Bodenmaterialien abgedeckt. Heute hat sich hier ein wertvoller, trocken-warmer Lebensraum mit seltenen Pflanzen und Tieren entwickelt – ein Naturschutzgebiet „aus zweiter Hand“.
5. Friedhof Krummacherstraße und Kleingärten
Gehen Sie durch den Eingangsbogen des „Kalkofens“ und in den rechts liegenden „Fliednerweg“. Dieser führt zurück in die „Krummacherstraße“. Dort links abbiegen und nach wenigen hundert Metern den „Friedhof Krummacherstraße“ erreichen. Der über 100 Jahre alte Friedhof verlangt besondere Bodenbedingungen: ausreichend feucht, aber ohne Staunässe. Ein Abstecher lohnt sich.
Gegenüber des Eingangs verläuft ein asphaltierter Weg parallel zum Kleingartenverein Varresbeck e. V. Kleingärten sind innerstädtische Oasen. Folgen Sie dem Weg ca. 200 Meter bis zum Kindergarten „Krummacher Straße“ auf der rechten Seite. Hier wurden früher Schadstoffbelastungen festgestellt und durch Sanierung beseitigt.
6. - 8. Ziel Düsseldorfer Straße
Folgen Sie dem Weg weiter, vorbei an einem Kinderspielplatz, bis zu einem Garageninnenhof. Von dort führt die Route in die „Düsseldorfer Straße“. In Höhe von Haus Nr. 37 erreichen Sie nach ca. 50 Metern die Bushaltestelle der Buslinie 611. Sie ist Endpunkt der Wanderung. Rückfahrt entweder zurück zur „Pahlkestraße“ oder in die andere Richtung bis zur Schwebebahnhaltestelle „Varresbeck“.
VOM HAHNERBERG INS GELPETAL
Der Bodenerlebnispfad im Gelpetal führt durch eines der schönsten Bachtäler Wuppertals. Er zeigt die Vielfalt der Böden in Wald, Wiesen und Bachauen und erklärt, wie eng ihre Funktionen mit der Geschichte des Tals und seiner Nutzung verbunden sind.
Länge: ca. 3,5 km (Rundweg), Variante Büngershammer/Zillertal
Dauer: ca. 1 Stunden
Start/Ziel: Haltestelle „Hahnerberg“
Besonderheit: Rundweg mit Anschluss an den Industriepfad „Historisches Gelpetal“.
Variante „Büngershammer und Zillertal“: Von „Meisterhammer“ der Gelpe flussabwärts folgen. Möglichkeit zur Einkehr im „Zillertal“. Rückweg über Unterdahl und Zillertaler Straße zur Haltestelle „Schulweg“.
Gewusst? Auf dieser Route begegnet man alten Hohlwegen – durch jahrhundertelange Nutzung eingeschnittene Wege, kulturhistorisch bedeutsam.
Hinweise zur Planung
Der Startpunkt liegt an der Haltestelle Hahnerberg und ist mit zahlreichen Buslinien (CE64, CE65, 603, 615, 625, 630, 635, 645) gut erreichbar. Der Rundweg führt über 3,5 km durch Wald und Wiesen und dauert etwa eine Stunde. Rund zwei Drittel der Strecke verlaufen auf naturbelassenen Wegen, ein Drittel auf befestigten Abschnitten. Für die Variante über Büngershammer und Zillertal sollten etwa 2,5 Stunden eingeplant werden. Für alle Routen ist festes Schuhwerk erforderlich.
Stationen im Detail
1. Station Natur und Umwelt
Start im Naturlehrgebiet der Station Natur und Umwelt, eine der größten Umweltbildungseinrichtungen in NRW. Von der Haltestelle „Hahnerberg“ ein kurzes Stück die Jägerhofstraße, hinter der Sparkasse rechts ins Naturlehrgebiet. Auf ca. 7 Hektar können Sie dort die Tier- und Pflanzenwelt unterschiedlichster Biotope (z.B. Feuchtwiesen, Teiche, Moore) kennenlernen. Auf den Garten- u. Ackerflächen werden außerdem eine Vielzahl von Ackerfrüchten angebaut. Einige Bereiche des Naturlehrgebiets können nur zu bestimmten Zeiten bzw. nach Absprache besucht werden.
2. Blockhaus und Bodenprofil
Am Blockhaus links auf einen kleinen Trampelpfad durch den Gehölzstreifen zum Bodenprofil.
Gewusst? Typische Braunerde: oben humusreicher, durchwurzelter Horizont, darunter orange-brauner, eiszeitlicher Löss. Zerreibt man Löss, haften feinste Partikel in den Fingerrillen.
Vom Blockhaus geradeaus, am Sinnes- und Erlebnispfad vorbei durchs Freigelände, unterhalb des neuen Gebäudes rechts abbiegen.
3. Freiluftunterrichtsplatz
Nach wenigen Metern zum Freiluftunterrichtsplatz der Station Natur und Umwelt. Hier gibt es Themenbereiche wie einen Igelgarten, ein Bienenlehrhaus und einen Fledermausgarten.
4. Zum Historisches Gelpetal
Folgen Sie von hier aus dem mit „K“ markierten Weg. Schon nach wenigen Metern überqueren Sie eine hölzerne Fußgängerbrücke, die über eine Schnellstraße (L 481) führt.
5. Patenschaftsstreuobstwiese Schreinersbusch
Nachdem Sie die Schnellstraße überquert haben, sehen Sie auf der rechten Seite die 1999 angelegte städtische Patenschaftsstreuobstwiese „Schreinersbusch“ mit mehr als 60 Hochstammobstbäumen, die von der Stadt Wuppertal kontinuierlich gepflegt wird. Hier finden Sie zahlreiche Apfelsorten aus der Region „Bergisches Land“.
6. Bergisch Nizza
Folgen Sie nun an der Weggabelung dem Weg, der links in den Wald führt. Er führt an einer Schutzhütte vorbei (linke Seite) und bringt Sie über einen Linksbogen auf eine asphaltierte Straße. Hier biegen Sie rechts ab und folgen der Straße bis Sie in das „Gelpetal“ zum Wanderparkplatz „Bergisch Nizza“ gelangen.
7. Naturschutzgebiet Gelpe (FFH-Gebiet)
Überqueren Sie die „Gelpe“ und folgen Sie an der Wegegabelung rechts dem Wanderweg „A3“, der durch einen Buchenwald führt. Nach ca. 150 Metern biegen Sie an einer Weggabelung rechts ab und überqueren eine kleine Holzbrücke. Sie folgen ab „Bergisch Nizza“ dem Industriepfad „Historisches Gelpetal“, der über das Leben und Arbeiten in der Gelpe informiert und auf zahlreiche Industriedenkmäler aufmerksam macht. Im Verlauf der Wanderung durchqueren Sie das „Naturschutzgebiet Gelpe“, ein Schutzgebiet von europäischem Rang, das nach der Richtlinie FFH (FloraFaunaHabitat) der EU geschützt ist. Über typische Lebensräume und charakteristische Tiere und Pflanzen können Sie sich auf mehreren Infotafeln informieren.
Gewusst? Natürliche Waldböden bilden unentbehrliche Wasserspeicher und übernehmen wichtige Filter- und Pufferfunktionen. Sie filtern Schadstoffe aus dem Regenwasser und lassen sauberes Grundwasser entstehen.
Die „Gelpe“ hat sich an einigen Stellen tief in den Boden eingeschnitten. An diesen Stellen erkennen Sie ausgezeichnet diverse Bodenprofile. Am linken Wegesrand kann man beeindruckende Felsformationen betrachten.
Gewusst? In Bachnähe findet man Böden, die dauerhaft vom Grundwasser beeinflusst sind, die so genannten Gleye. Unter Luftabschluss (bei hohem Grundwasserstand) werden Eisenoxide aufgelöst, die bei Sauerstoffzufuhr (bei niedrigem Grundwasserstand) wieder oxidieren und ausfallen. Sie hinterlassen im Profil eine rötliche Marmorierung.
8. Bergauf
Vor der rot-weißen Schranke bei „Meisterhammer“ überqueren Sie die „Gelpe“ und gelangen über eine Holzbrückezur Straße „Gelpetal“. Hier halten Sie sich rechts und steigen nach ca. 50 Metern auf der linken Seite durch den Wald den Berg hinauf.
9. Hipkendahl
Nach ca. 100 Metern starker Steigung gelangen Sie auf einen Hauptweg. Hier biegen Sie rechts ab und erreichen nach weiteren 100 Metern einen links abgehenden Reitweg, dem Sie bis zum nächsten Hauptweg folgen. An der nun folgenden Wegegabelung benutzen Sie den zweiten nach rechts führenden Weg. Sie gelangen nun nach einem Linksbogen an eine Wegegabelung. Hier müssen Sie sich links halten. Dann, nach einem Rechtsbogen, erreichen Sie die offene Landschaft des Hipkendahls. Hier stehen Tische und Bänke für eine Verschnaufpause bereit. Nun biegen Sie links ab und erreichen nach 150 Metern die nächste Weggabelung, an der Sie rechts abbiegen.
Gewusst! Durch einseitige landwirtschaftliche Nutzung können Böden nachteilig verändert werden. Verdichtung und Erosion können die Folgen einer unsachgemäßen Bodenbearbeitung sein und zu geringeren Erträgen führen. Die Landwirte können die Böden im Rahmen der „guten fachlichen Praxis“ vor diesen nachteiligen Veränderungen schützen.
Nun folgen Sie dem Weg bis zur nächsten Kreuzung und biegen dort links in die Straße „Hipkendahl“ ein. Dieser Straße folgen Sie bis zur 1. Kurve und gelangen dann über einen rechts abzweigenden Wiesentrampelpfad wieder zum Eingang des Naturlehrgebietes der Station Natur und Umwelt. Von dort erreichen Sie den Ausgangspunkt dieser Bodenwanderung, die Haltestelle „Hahnerberg“.
Faltblätter der Wuppertaler Bodenerlebnispfade
Ort
Herr Dr. Florian Roth
Sachbearbeiter
Raum C-306
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal