Beschreibung
Beschreibung
Auf privaten Wohngrundstücken ist grundsätzlich der Eigentümer oder Mieter/Nutzungsberechtigte verantwortlich.
Aus diesem Grund geben wir Hinweise bei Problemen mit Waschbären.
Wenngleich keine Fälle tollwütiger Waschbären uns bekannt sind, wird das Ansteckungsrisiko für auf den Menschen übertragbare Seuchen in Deutschland bislang als äußerst gering eingestuft. Wachbären können zwar auf Menschen den Waschbärspulwurm übertragen (Erkrankung: Baylisaskariose), jedoch nur bei intensivem Kontakt mit Tieren, wie dies z.B. auf Pelztierfarmen möglich ist.
Dennoch gilt allgemein, sich grundsätzlich gegenüber Wildtieren und ihren Hinterlassenschaften zurückhaltend zu verhalten (Aufsammeln von Kot- und Beuteresten nur mit Einmalhandschuhen und FFP2-Maske, kein Füttern, kein Provozieren von eingeschlossenen Tieren, usw.).
Entfernen Sie gegebenenfalls alle Futterquellen auf Ihrem Außenbereich, die den Waschbären anlocken können (z. B. Vogel- oder Katzenfutter).Sie sollten darauf achten, dass die Tiere nicht ins Haus gelangen, da sie dort Schaden anrichten könnten.
Hinweise der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadensverhüttung:
"Um Waschbären von Grundstücksteilen auszuschließen, sind folgende, wesentliche Hinweise zu beachten (HOHMANN 2006):
● Mülltonnen sind zu verschließen (Waschbären öffnen die Tonnen und schlafen auch in ihnen)
● Kompost ist mit Gartenabfällen, weniger mit Küchenabfällen zu bestücken (Waschbären keine Nahrung anbieten)
● Zugänge und Einstiege sind „Wachbärsicher“ zu gestalten
1. Öffnungen verschließen, die einen Durchmesser von mehr als 8 cm haben
2. Abstand zu äußeren Ästen von Gartenbäumen mindestens 1 m (Waschbären sind schlechte Springer), Abstand über Dächern mind. 3 m (Eigengewicht der Waschbären von durchschnittlich 5 kg beachten)
3. Fallrohre mit enganliegenden Metallmanschetten sichern, die mind. 50 cm vom Fallrohr abstehen (Waschbären klettern gern an Fallrohren in Dachbereiche)
Zusätzlich können Sie versuchen, die Tiere zu vergrämen.
Waschbären reagieren auf verschiedene Düfte empfindlich, dazu gehören:
• Essig,
• Gewürze wie Chili und Cayennepfeffer,
• ätherische Düfte wie Lavendel- oder Pfefferminzöl
• Zitrusfrüchte wie Orangen- und Zitronenduft
• Alternativ können auch gesammelte Hundehaare, „Klosteine“ mit entsprechenden o.g. Düften oder Mottenkugeln helfen, Waschbären aus dem Garten fernzuhalten.
Weitere Möglichkeiten:
Sie können, sich an den Marder- und Waschbärbeauftragten der Kreisjägerschaft Wuppertal, Herrn Wolf, per E-Mail wenden.
https://wuppertal.ljv-nrw.de/marder-und-waschbaerbeauftragter/ (Öffnet in einem neuen Tab)
Herr Wolf kann Ihnen vorab viele Fragen beantworten und gegebenenfalls Hilfestellung geben.
Wenn alle diese Maßnahmen nicht zu Erfolg führen, könnte der Waschbär während der gesetzlichen Jagdzeiten bejagt werden.
Hier gibt es folgende Möglichkeiten:
- Falls Sie im Bekanntenkreis einen Jäger haben, der durch einen Fallenlehrgang qualifiziert ist, eine Falle aufzustellen, könnten Sie diesen kontaktieren. Hier ist dann eine Sondergenehmigung erforderlich, da Ihr Garten ein „befriedeter Bezirk“ ist, in dem eigentlich nicht gejagt werden darf. Das Ausstellen dieser Sondergenehmigung ist meistens eine Formsache und die Genehmigung wird derzeit ohne Genehmigungsgebühr erteilt. Sie können den Antrag formlos bei der Untere Jagdbehörde stellen.
- Sollten Sie keine qualifizierte Person kennen, könnten Sie alternativ die nachfolgenden Anbieter beauftragen. Diese führen die Waschbär-Jagd auf Rechnung durch. Die entstehenden Kosten müssen von Ihnen getragen werden. Die Liste ist nicht abschließend und es können auch andere Anbieter genutzt werden.
- Jagdschule Wermelskirchen
- Herr Jessner