Beschreibung
Beschreibung
Mütter, die ihr Kind anonym zur Welt bringen wollen oder müssen können weitergehende Hilfsangebote nutzen.
Den betroffenen schwangeren Frauen wird eine Beratung angeboten, dabei aber gleichzeitig ihre Anonymität zugesichert und garantiert.
Die vertrauliche Geburt ist eine Entbindung, bei der die Schwangere ihre Identität nicht offenlegt und stattdessen ein Pseudonym (Vor- und Familienname) für die Dauer der Geburt sowie weibliche und männliche Vornamen für das Kind wählt.
Zusammengefast:
- Das Prinzip: Anonymität & Sicherheit
Schutz der Mutter: Die Frau kann die gesamte Vorsorge und Geburt unter einem frei gewählten Decknamen (Pseudonym) durchführen. Niemand im Krankenhaus erfährt ihren echten Namen.
Recht des Kindes: Die echten Daten werden sicher in einem Umschlag beim Bundesamt (BAFzA) verwahrt. Im Regelfall kann das Kind erst mit 16 Jahren erfahren, wer seine leibliche Mutter ist.
2. Der Ablauf
Beratung: Eine Schwangerschaftsberatungsstelle begleitet die Frau. Sie nimmt die echten Personalien einmalig auf und leitet den verschlossenen Umschlag an das Bundesamt weiter.
Die Geburt: Die Frau entbindet medizinisch sicher in einer Klinik oder mit einer Hebamme. Alle Unterlagen laufen auf das Pseudonym.
Danach: Das Jugendamt übernimmt vorerst die Obhut für das Kind und sucht eine Pflege- oder Adoptivfamilie. Das Standesamt stellt eine Geburtsurkunde aus (ohne den Namen der Mutter).
3. Was kostet das?
Kostenlos: Für die Schwangere entstehen keine Kosten.
Der Bund übernimmt alle Gebühren für die Beratung, die ärztliche Vorsorge, die Entbindung und die Nachsorge.
4. Kontakt & Hilfe
Falls Sie in dieser Situation sind oder jemanden beraten:
Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800 40 40 020 (rund um die Uhr, anonym, kostenfrei)
Direktkontakt BAFzA: 0221 3673 3835 oder per E-Mail an vertrauliche-geburtbafza.bundde
Weitere Informationen finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab)