Beschreibung
Beschreibung
Die Tuberkulose, ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die weltweit verbreitet ist. Sie gehört zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Man schätzt, dass jedes Jahr schätzungsweise 10,6 Millionen Menschen an Tuberkulose erkranken, 500.000 davon an sog. "multiresistenter" Tuberkulose. Krankheitsauslöser sind Tuberkelbakterien des sogenannten Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes, die durch Luft (sogenannte Aerosolübertragung) bei ungünstigen Bedingungen in Innenräumen auch über längere Distanz im ganzen Raum und über längere Zeit (bis 30 min) übertragen werden können.
Die Tuberkulose hat eine lange Latenzzeit. Mit einer Latenz von 4–8 Wochen nach Erstinfektion kommt es zu einer Immunantwort und damit zur Primärtuberkulose. Bei 90% der Infizierten kann das Immunsystem die Infektion eindämmen und es entsteht keine behandlungsbedürftige Erkrankung, bei 10% der Erkrankten breitet sich die Infektion aus und es entsteht eine behandlungsbedürftige Tuberkulose.
Eine Tuberkulose wird ansteckend, wenn die Erreger über die Atemwege außen gelangen. Man spricht dann von einer offenen Tuberkulose.
Eine Tuberkulose ist behandelbar. Die Behandlung besteht aus einer Kombination von mehreren Medikamenten, die das Wachstum der Bakterien hemmen, sog. Tuberkulostatika, und muss konsequent über nach dem derzetigen Stand mindestens 6 Monate durchgeführt werden.
Das Gesundheitsamt begleitet die Erkrankten engmaschig von der Diagnose bis zum erfolgreichen Abschluss der monatelangen Therapie. Es werden systematisch alle engen Kontaktpersonen ermittelt, um unentdeckte Ansteckungen frühzeitig aufzudecken. Das Gesundheitsamt berät außerdem zur Einnahme der Medikamente, Schutzmaßnahmen im Alltag und zur Hygiene.