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Wuppertal / Kultur & Bildung

Das Elefantenhaus im Wuppertaler Zoo

Das Elefantenhaus im Wuppertaler Zoo

Wer betrachtet hier eigentlich wen? Die beiden Herren die Elefanten oder die Elefanten die beiden Herren? Jedenfalls scheint man sich füreinander zu interessieren.

 

In diesen Tagen haben ja die beiden Elefantenbabys „Uli“ und „Shawu“ die Herzen der Menschen bewegt und sogar die Titelseiten verschiedener Tageszeitungen gefüllt, aber wer waren eigentlich die Elefanten im Wuppertaler Zoo auf diesem Foto? Diese beiden indischen Elefanten, der Bulle „Krishna“ und „Lakshmi“ waren am 27. Mai 1927 mit großem Geleit, bestehend aus berittener Polizei, Lastwagen und Pferdekutschen auf dem Güterbahnhof Steinbeck eingetroffen. Dem Foto nach zu urteilen scheinen sie sich in ihrem neuen Zuhause im Wuppertaler Zoo, das erst im Mai 1927 fertiggestellt wurde, durchaus wohlgefühlt zu haben, denn sie betrachten die Männer mit einer Mischung aus Neugier und Belustigung. Mit ihnen teilten sich auch die Flusspferde „Bubi“ und „Rosa“ das Elefantenhaus.

 

Leider fanden beide Elefanten mehrere Jahre später ein tragisches Ende. „Krishna“ musste erschossen werden, weil er Anfang des Krieges bei seiner Evakuierung vor drohenden Luftangriffen die Nerven verlor und eine Transportkiste zerlegte. „Lakshmi“ konnte zwar 1943 – ebenfalls kriegsbedingt – zunächst erfolgreich nach Posen transportiert werden, fiel aber auf dem Rückweg in Dresden, wo „Lakshmi“ zwischenzeitlich unterkam, zusammen mit vielen anderen Zootieren 1945 einem Bombenangriff zum Opfer. Im Wuppertaler Zoo hätte sie vermutlich den Krieg überlebt, denn hier gab es kaum Kriegsschäden.

 

Erst 1955 kamen wieder zwei indische Elefanten nach Wuppertal in den Zoo: „Siwa“ und „Rani“. „Siwa“ lebte immerhin bis zum Jahre 2000.

 

Seit dem 14. Oktober 1995 gibt es ein neues Elefantenhaus in Wuppertal, das im Beisein von Ministerpräsident Johannes Rau eingeweiht wurde. Hier leben heute insgesamt neun Elefanten, darunter auch afrikanische Elefanten, auf einem 3000 m² großen Außenareal und in einem 1340 m² großen Innenbereich, unter ihnen auch „Uli“ und „Shawu“.

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