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Wuppertal / Pressemeldung – 14.12.2010

Kein Stillstand bei der Schwebebahn: Sommerpause fällt aus

Die Schwebebahn wird nun doch noch nicht im kommenden Sommer zur Baustelle: Da die Vorbereitungen noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, wurde der Baustart verlegt. Nun fährt Wuppertals Wahrzeichen auch in den Sommerferien wie gewohnt durchs Tal.

Als "Kranfestival" werden die Bauarbeiten zur Erneuerung des Bahnhofs und der Wagenhalle Oberbarmen möglicherweise bei Betrachtern in die Geschichte eingehen. Bei keiner Baustelle der Erneuerung der Schwebebahn ist je derart viel schweres Gerät auf so engem Raum im Einsatz gewesen, wie dies in Oberbarmen der Fall sein wird.

 

Die Folge: Die Planungen, die in Abstimmung mit Stadt, Anwohnern und Feuerwehr vorangetrieben werden, sind höchst anspruchsvoll und kompliziert, zumal wenn der Berliner Platz weitgehend unangetastet bleiben soll. Dazu kommt, dass die Montageausführungsplanung auf die europaweite Ausschreibung nach einzelnen Gewerken abgestimmt werden muss. Möglichst geringe Störungen der Anwohner sowie eine kostengünstige Bauausführung haben bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) Vorrang.

 

Darum hat die Geschäftsführung der WSW mobil GmbH beschlossen, den Baustart in Oberbarmen vom Sommer 2011 auf 2012 zu verlegen. Das gibt der Bauleitung die Zeit, für die gewerkeweise Vergabe günstigere Preise zu realisieren und den Planern die Möglichkeit, durch eine Entzerrung des Zeitplans die Beeinträchtigung für die Anwohner zu begrenzen. Immerhin geht es um 3000 Tonnen Stahl, die verarbeitet werden müssen.

 

Dennoch werden im kommenden Jahr vorbereitende Arbeiten an Fundamenten sowie die Beschaffung und Fertigung des Materials abgewickelt werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch den Wuppermauern. Diese sind - eine Erfahrung vom Landgericht - größtenteils marode. Dort ist das Bauwerk regelrecht in sich zusammengefallen und muss nun nach allen Regeln der Kunst saniert werden. Deswegen musste das Gebäude des Landgerichts auch mit Betoninjektionen abgesichert und die Fundamente des Bahnhofs umgeplant werden. Dass dort eine Woche wegen Hochwassers kaum gearbeitet werden konnte, machte die Sache nicht leichter.

 

Für Aufregung und eine zweiwöchige Verspätung hatte zuvor schon der Fund von Weltkriegsmunition im Flussbett gesorgt. Dieses musste daraufhin ausgebaggert werden, bevor es überhaupt richtig los gehen konnte. Als Folge wird sich die Eröffnung der neuen Station Landgericht auf etwa Ende April verzögern. Vorausgesetzt, dort ist nun Schluss mit den Überraschungen. Die Kosten bleiben im Plan von 8,4 Millionen Euro.

 

Voll im Zeitplan liegen die Planungen für die Station Völklinger Straße. Hier steht genug Vorlauf für die Realisierung zur Verfügung. Zwar wird es auch hier - rein räumlich - eng zugehen, aber die Hilfskonstruktionen und Montageplattform, die am Landgericht im Einsatz sind, können umgebaut auch dort verwendet werden. An der Werther Brücke wird derzeit mit der Stadt an einem gemeinsamen Konzept gearbeitet, da dort die Brücke saniert wird, gleichzeitig aber mit Leitungsverlegungen bereits vorbereitende Arbeiten für Abriss und Montage der Station im Sommer 2012 beginnen.

 

Für den Schwebebahnbetrieb bedeutet dies ein relativ entspanntes Jahr 2011. Die Sommersperrpause fällt aus und statt zehn wird es nur sieben Wochenendsperrungen geben. Die Herbstsperrung für die Völklinger Straße bleibt bestehen.

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