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Wuppertal / Pressemeldung – 09.09.2011

Die Stadt trauert um den Ehrenringträger Klaus Kriesche

Rat und Verwaltung der Stadt trauern um den Ehrenringträger, ehemaligen Stadtverordneten und Bezirksvertreter Klaus Kriesche, der am Samstag, 3. September, im Alter von 79 Jahren verstorben ist.

In Vertretung von Oberbürgermeister Peter Jung, der sich auf einer Delegationsreise befunden hat, würdigte Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig den Verstorbenen als hochengagierten, immer gesprächsbereiten, fairen und humorvollen Menschen, der ohne viel Aufheben um die eigene Person mit Freude an einer positiven Entwicklung der Stadt mitgearbeitet hat und hohes Ansehen auch über Parteigrenzen genoss. „Wir schulden ihm Dank und werden sein Andenken in Ehren halten“, so Slawig.

 

Klaus Kriesche kam nach einer bewegten ersten Lebensphase 1954 nach Wuppertal: Aus dem sudetendeutschen Sattei stammend wurde er als 14-jähriger in die Lausitz vertrieben und flüchtete nach Abitur und Lehrerausbildung 1954 aus der damaligen DDR nach Wuppertal, wo er nach dem Studium von Sozial- und Sonderpädagogik die Sonderschule für Erziehungshilfe als Rektor aufbaute. Von 1980 bis 1988 war er NRW-Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sonderschullehrer.

 

Als Stadtverordneter gestaltete Klaus Kriesche von 1964 bis 1999 über 35 Jahre zahllose Beschlüsse zur Stadtentwicklung, vor allem die Wuppertaler Schulpolitik und das Sportgeschehen mit. Neben zahlreichen Gremien war er Mitglied der Verhandlungskommissionen und Mitunterzeichner der Städtepartnerschaftsverträge mit Kosice und Schwerin. Verdienste erwarb er sich außerdem als Mitbegründer des Naturparks Bergische Land, der „Station Natur und Umwelt“ und als Vorsitzender des Fördervereins für das Kindermuseum. Seit 2002 engagierte sich Kriesche als Mitglied der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg für die Belange der Bürgerinnen und Bürger in seinem Stadtteil.

 

Die Stadt zeichnete den CDU-Ratsherrn 1985 mit dem Ehrenring aus. 1986 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Der Vatikan würdigte 1992 sein jahrzehntelanges schulpolitisches Engagement mit dem Orden „Pro ecclesia et pontifice“. Zuletzt wurde Klaus Kriesche für seine jahrzehntelange Arbeit in den kommunalpolitischen Gremien im Jahr 2007 die Ehrennadel der Stadt Wuppertal in Gold verliehen.

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