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Wuppertal / Pressemeldung – 09.01.2012

Unterbarmen bekommt ein Begegnungszentrum „KuKuNa“

Der Titel klingt verwirrend aber erschließt sich schnell, wenn man weiß, wofür KuKuNa steht, nämlich für KUnst, KUltur, NAtur. Direkt an der Wupper, am Schwebebahnhof Völklinger Straße, rund um die Herz-Jesu-Kirche wird 2012 das Projekt des Internationalen Begegnungszentrums der Caritas entstehen.

Seit über zwölf Jahren bietet die Caritas in Unterbarmen für Zuwanderer und Flüchtlinge Beratungen und kulturelle Projekte an. Jetzt soll der ehemalige Kindergarten zum Atelierhaus mit interkulturellem Garten rund um die Herz-Jesu-Kirche umgebaut werden und alles zusammen trägt dann den Titel KuKuNa.

 

Möglich wird das Projekt, weil die das Land NRW im Rahmen des Programms Stadtumbau West (Soziale Stadt) Unterbarmen die notwendigen Fördermittel genehmigt hat. Das Projekt wird insgesamt knapp 510.000 Euro kosten. Das Land übernimmt mit circa 408.000 Euro 80 Prozent der Kosten. Der Caritasverband Wuppertal/Solingen e.V. übernimmt den kommunalen Eigenanteil in Höhe von gut 100.000 Euro und zusätzlich alle Betriebskosten für die nächsten 20 Jahre.

 

„Dieses Projekt ist eine gelungene Ergänzung im städtebaulichen Kontext der Sanierung der historischen Schwebebahnstation Völklinger Straße, dem städtischen Leitprojekt Lebensader Wupper und integriertem Handlungskonzept zur Sozialen Stadt“, freut sich Frank Meyer, Technischer Beigeordneter.

 

Das KuKuNa soll eine Einrichtung werden, in der sich generationen- und kulturübergreifend Jugendliche und Erwachsene begegnen. Über einen integrativen Ansatz mit Kunst, Garten und Natur wird ein Ort geschaffen, an dem die Menschen Ideen entwickeln können, zum Beispiel wie sich die traditionelle Kultur mit der gegenwärtigen Alltagskultur der Jugendlichen zu einer neuen Lebensart zusammenführen lässt.

 

Zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern aus Unterbarmen soll mit Farben, Formen und Klängen experimentiert und so die Freude an Kunstobjekten, Musik und Literatur geweckt werden. Dazu zählt auch, Garten-, Ess- und Umgangskultur bei Jugendlichen zu vermitteln. Alle Beteiligten und auch der Fördergeber sehen die interkulturelle Prägung Unterbarmens als Chance, Menschen unterschiedlichster Herkunft, Nationalität und Kultur im KuKuNa zusammenzubringen.

 

Und was wird mit dem Geld jetzt gemacht? Das eingeschossige Flachdachgebäude wird baulich und energetisch saniert. Das Innere des neuen Ateliergebäudes gliedert sich dann in einen großzügigen Empfangsbereich mit Teeküche, Dusche und Toilette und den großen Atelierraum, der sich mit einer Terrasse zum Garten auf der Wupperseite öffnet. Mit Hochbeeten und einem kleinen Gewächshaus erhalten Migrantengruppen die Chance, kleine Gärten in der Art ihrer Herkunftsländer anzulegen. Ebenfalls wird ein Bergischer Garten mit regionalen Stauden und Kräutern angelegt.

 

Das KuKuNa wird sich zur Wupper und zum Schwebebahnhof attraktiv präsentieren. Mit zwei Wupperbalkonen, mit einer Beleuchtung der Ufermauer und des Gewächshauses sowie mit den Skulpturen der Kunstprojekte entsteht besonders auch in der Dunkelheit ein neuer Blickfang im industriehistorischen Umfeld.

 

Die nahe Herz-Jesu-Kirche ist von der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius in den letzten zwei Jahren aufwändig saniert und für die Zukunft gesichert worden. Über das Hof- und Fassadenprogramm erstrahlen im Bereich Völklinger Platz mehrere Gebäude im alten Glanz.

 

Gegenüber der Bundesagentur für Arbeit ist die Regionale 2006-Grünfläche mit Wupperstrand von den Menschen des Stadtteils sehr gut angenommen worden. Die WSW sanieren aktuell den Schwebebahnhof Völklinger Straße. Zu alldem wird das neue KuKuNa als weiterer Baustein der Lebensader Wupper und des Freiraumkonzeptes Talachse, das Quartier Unterbarmen stärken.

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