Inhalt anspringen

Wuppertal / Pressemeldung – 07.05.2012

Eintritt frei! Lions-Clubs laden zur Kulturloge ein

Das Prinzip ähnelt dem der Wuppertaler Tafel, nur dass hier nicht Lebensmittel an Bedürftige verteilt werden, sondern Tickets für Kulturveranstaltungen. Denn bei vielen Wuppertalern mit geringem Einkommen ist für einen Theater- oder Konzertbesuch kein Geld übrig.
Auf der anderen Seite bleiben Veranstalter oft auf nicht verkauften Eintrittskarten hängen.

Die Kulturloge Wuppertal des Gemeinsamen Hilfswerks der Wuppertaler Lions Clubs e.V. möchte Menschen mit wenig Geld den kostenlosen Besuch von kulturellen Veranstaltungen ermöglichen. Sie vermittelt nicht verkaufte Eintrittskarten, die Kulturveranstalter zur Verfügung stellen, in einem persönlichen Telefongespräch an die Kulturgäste. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer lassen beim Veranstalter die Karten an der Abendkasse auf den Namen des Gastes hinterlegen.

Der Name „Kulturloge“ lässt sich auch leicht herleiten. Da es nicht um eine Tafel, einen festlich gedeckten Tisch geht, sondern Theater, Lesungen, und Konzerte angeboten werden, ist das entsprechende Pendant eben die Theaterloge.

Schirmherr der Kulturloge Wuppertal ist Oberbürgermeister Peter Jung, der sich für die Initiative der Lions bedankt und sich freut, wie groß die Unterstützung aus der Kulturszene ist: „Es ist toll, wie groß die Bereitschaft der kulturellen Anbieter in Wuppertal ist, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Diese Engagement macht unsere Stadt aus und macht sie lebenswert.“
Mit dabei sind bereits die Wuppertaler Bühnen, das Sinfonieorchester, das Von der Heydt-Museum, das Cinemaxx, die Alte Feuerwache, die Bandfabrik, die Historische Stadthalle, das Leo Theater, das TalTonTheater und das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater. Weitere Anbieter sind natürlich herzlich willkommen.

Diejenigen, die gern Kulturgast werden möchten und Interesse an kostenlosen Tickets haben, melden sich direkt bei den sozialen Partner der Kulturloge, nämlich bei der Bandfabrik, bei der Caritas, der Diakonie, dem städtischen Ressort Kinder, Jugend und Familie - Jugendamt oder der Wuppertaler Tafel.

Die Idee, Kulturtickets an Menschen mit geringem Einkommen zu vermitteln, stammt ursprünglich aus dem hessischen Marburg. Bei vielen Kulturveranstaltungen bleiben Plätze unbesetzt. Diese Erkenntnis brachte einige Marburger Bürger auf die Idee, nicht verkaufte Eintrittskarten könnten Menschen mit wenig Geld zur Verfügung gestellt werden. So kämen einerseits Menschen in den Genuss kultureller Veranstaltungen, die sich den Besuch sonst nicht leisten können. Auch die Kulturveranstalter profitieren von mehr Besuchern, wenn sie sich bereit erklären, die Plätze für die Vermittlung an Menschen mit wenig Geld zu reservieren. Inzwischen gibt es in verschiedenen Städten in ganz Deutschland solche Kulturlogen.

Auch in Wuppertal fanden einige Wuppertaler Lions Club Mitglieder die Idee der Kulturloge so gut, dass man beschloss, unter dem schon bestehenden Gemeinsamen Hilfswerk der Wuppertaler Lions Clubs e.V., dass durch die Organisation der jährlichen Konzerte mit dem Musikkorps der Bundeswehr in der Historischen Stadthalle bekannt ist, auch eine Kulturloge Wuppertal zu gründen.
Aus der Idee wurde Realität: Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden des Gemeinsamen Hilfswerks der Wuppertaler Lions Clubs e.V. Detlef Erlenbruch und dem neu ernannten Kulturlogen Beauftragten Dr. med. Michael Hruby wurde ein Konzept erarbeitet, das die Grundlage für die Kulturloge Wuppertal liefert.

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung und die Sicherheit unseres Angebotes zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie im Datenschutzhinweis.

Datenschutzerklärung DSGVO
Seite teilen