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Wuppertal / Pressemeldung – 01.10.2012

Kooperation mit China: Kompetenzzentrum, Internet und Besuch

Die Kooperation von Wuppertal mit chinesischen Partnern nimmt Fahrt auf. Das C3, das China Competence Center Wuppertal, ist arbeitsbereit, mit einem jetzt auch auf chinesische User abgestimmten Internet-Auftritt kommt die Stadt neuen Nutzern entgegen, der Besuch vieler Delegationen belegt das Interesse chinesischer Kommunen und Unternehmen an einer Zusammenarbeit mit der Stadt. Das ist die Bilanz, die eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig jetzt gezogen hat.

China Competence Center

Das neu gegründete China Competence Center will chinesischen Unternehmen in Wuppertal betreuen und ihnen bei bürokratischen Hürden helfen. Im Center sind vertreten die Stadt Wuppertal (Aufenthaltsgenehmigungen, Baugenehmigungen), die Wirtschaftsförderung Wuppertal (Gewerbegrundstücke, Industriekontakte, Förderprogramme), das Technologiezentrum Wuppertal (Büroflächen und Beratungsleistung), die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid (Beratung, Import, Export), Engelshaus Wuppertal (Kulturelle Beziehungen zu China), die Bergische Universität Wuppertal (Ausbildung chinesischer Studierender, Forschungskooperationen), das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Umweltforschung mit chinesischen Kooperationspartnern), NRW INVEST (Wirtschaftsförderung NRW mit Niederlassungen in China) und das Konfuzius-Institut Düsseldorf (Sprachkurse und chinesische Kultur).

Mit Projektleiter Felix Blasch und Johr Zhou stehen Interessenten aus China bei der Wirtschaftsförderung feste Ansprechpartner zur Verfügung.

Austauschprogramm

Um die Kontakte zu vertiefen, wurde beim Besuch der Wuppertaler Delegation in Xinxiang im Frühjahr diesen Jahres feste Kooperationsvereinbarungen getroffen, dazu gehört auch ein Austauschprogramm. So soll ein Mitarbeiter aus China für zwölf Monate nach Wuppertal entsandt werden, im Austausch sollen bis zu sechs Mitarbeiter aus Wuppertal für jeweils zwei Monate nach Xinxiang reisen. 23 Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben sich dafür beworben.

Wirtschaft

Das Interesse chinesischer Besucher an wirtschaftlichen und kulturellen Kontakten spiegelt sich auch in den zahlreichen Delegationen wider, die in diesem Jahr Wuppertal besuchten. Mit dabei war unter andrem eine Abordnung von 23 Besuchern aus Dongguan. Mit den Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft laufen jetzt Gespräche über Kooperationsmöglichkeiten. Im August waren Vertreter der Verwaltung des Chinesisch-Deutschen Gewerbeparks („Sino-German-Ecopark“) zu Gast, dabei ging es um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit beim Bau des Parks und spätere Ansiedlung. Um Expansionsmöglichkeiten für Wuppertaler Firmen in China ging es bei einem Besuch aus Dongguan im September, um eine engere Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderung bei einer Delegation aus Fuzhou, die ebenfalls im September in Wuppertal war.

Konkretes Ergebnis solcher Konsultationen ist die Ansiedlung der Firma Jiangsu GoodWe Power Supply Technology im W-tec. Das Unternehmen vertreibt seit Anfang September Wechselrichter für Solaranlagen von Wuppertal aus. Angefragt hat zudem ein Unternehmen im Bereich Lebensmittelim- und -export, die Reservierung von Büroräumen zum 1. Januar 2013 ist bereits erfolgt.

Internetplattformen

Damit die Kontaktaufnahme mit Wuppertal für potentielle Partner aus China noch einfacher wird, ist die Internetseite der Stadt Wuppertal für die Bereiche Tourismus, Bildung und Wirtschaft nun auch als chinesische Version online. Darüber hinaus ist auch die Internetseite des China Competence Center unter http://www.ccc-wuppertal.org/ in einer ersten Ausbaustufe verfügbar.
Auch das Engelshaus, das seine Bemühungen um chinesische Besucher weiter intensivieren möchte, hat mit http://www.friedrich-engels-haus.de/ neben der deutschen und englischen auch eine chinesische Seite installiert. Für die zunehmenden Delegationsbesuche chinesischer Gäste im Engelshaus und im Historischen Zentrum übersetzt die chinesische Kuratorin Yi Sun, ehemalige Mitarbeiterin am Nationalmuseum Beijing, die gesamte Ausstellungsbetextung neu und kommentiert sie auf chinesische Bildungsvoraussetzungen hin.

Tourismus

Die Wuppertal Marketing GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Tourismus zwischen China und Wuppertal zu fördern, kann ebenfalls erste Erfolge vorweisen: Durch die Verbindung zu einem Touristikanbieter, der sich auf Reisen von und nach China spezialisiert hat, kam es zur Vermittlung von Bildungsreisen aus China nach Wuppertal. So besuchten beispielsweise 20 hochrangige Richter aus der Provinz Jiangsu Wuppertal, um sich über die deutsche Jugendgerichtsbarkeit zu informieren und die Jugendjustizvollzugsanstalt in Ronsdorf zu besichtigen. Strategien bei der Energieversorgung sind das Anliegen einer Reisegruppe aus Guangzhou, die unter anderem die WSW und die EnergieAgentur.NRW besuchen wird. Weitere Gruppen interessieren sich für Themen der Kommunalverwaltung. In Vorbereitung sind Angebote für Bürgerreisen nach China, unter anderem in die Stadt Xinxiang. Die rund zehntägigen Reisen sollen im Frühsommer 2013 stattfinden und Interessenten erste Einblicke in das Reich der Mitte geben.

Schüleraustausch

Schon im kommenden Jahr sollen Schüler von Wuppertaler Gymnasien die Möglichkeit haben, an einem Schüleraustausch mit Xinxiang teilzunehmen. Das Interesse bei einer Infos-Veranstaltung für die Gymnasien war groß, jetzt laufen die Vorbereitungen. An der Umsetzung der im Frühjahr in Xinxiang geschlossenen Kooperation mit einer Partnerschule in Xinxiang arbeitet das Berufskolleg Werther Brücke, hier sind neben einem Schüleraustausch auch der von Lehrkräften und Betriebspraktika geplant.

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