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Wuppertal / Pressemeldung – 06.06.2019

Blaubart, Wiesenland und sieben Todsünden

Das Chile-Stück, das letzte Stück von Pina Bausch, macht im Oktober den Anfang: Das Tanztheater Wuppertal zeigt in der Spielzeit 2019/2020 neun verschiedene Choreographien. Im Wuppertaler Opernhaus gibt das Ensemble 32 Vorstellungen.

Neben häufig gespielten Stücken aus dem Repertoire von Pina Bausch und neuen Kreationen setzt die künstlerische Leiterin Bettina Wagner-Bergelt den Fokus verstärkt auf die Neueinstudierung und Rekonstruktion von Stücken, die viele Jahre ruhten. 42 Jahre nach der Uraufführung 1977 studiert das Ensemble des Tanztheater das Stück Blaubart - Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ in neuer Besetzung ein. Ein verstörendes, subversives Stück, das bis Mitte der 80er Jahre in zwölf Städten der Welt von Köln bis Los Angeles, von Paris bis Toronto gespielt wurde und inhaltlich und formal zu den tragenden Meisterwerken von Pina Bausch zählt. Blaubart wird am 23. Januar 2020 im Opernhaus Wuppertal Premiere haben. Die Einstudierung leiten Jan Minarik aus der Besetzung der Uraufführung, Helena Pikon und Barbara Kaufmann. Im Februar 2020 geht es für eine Serie ins Sadler‘s Wells nach London.

Sieben Todsünden in Wuppertal und Paris

Den Brecht/Weill Abend Die sieben Todsünden/Fürchtet euch nicht, der auf Einladung des Théâtre de la Ville, Paris, im wieder eröffneten Théâtre du Châtelet zusammen mit dem Ensemble Intercontemporain gezeigt wird, kann das Wuppertaler Publikum im März 2020 mit dem Sinfonieorchester Wuppertal sehen. Internationale Gastspielreisen führen das Ensemble 2019/2020 zum ersten Mal nach Catanzaro in Süditalien und im Rahmen des Festivals Charleroi Danse nach Belgien, außerdem nach Tel Aviv, London und Paris. Während einer dreiwöchigen Nordamerikatournee präsentiert das Ensemble 9 Aufführungen von Palermo Palermo in Los Angeles, Berkeley und Chicago.

VOLLMOND de Pina Bausch

Begegnungen und Underground

Die Kreativität des Ensembles zu fördern, neue Impulse zu setzen, ähnlich radikal und hinterfragend wie Pina Bausch, sind Intention und Movens für Neukreationen und die Entwicklung interdisziplinärer zukunftsfähiger Formate, auch im Sinne einer programmatischen Ausrichtung auf das geplante Pina Bausch Zentrum. Fünf Choreograph*innen unterschiedlicher künstlerischer Handschrift sind in der kommenden Spielzeit eingeladen mit dem Ensemble zu arbeiten: Sidi Larbi Cherkaoui, Richard Siegal, Monika Gintersdorfer/Knut Klaßen, Helena Waldmann und Rainer Behr präsentieren im Juni 2020 unter dem Titel Begegnungen / Encounters neue Arbeiten im Rahmen eines abendfüllenden Programms. Eine Neuauflage der Reihe Underground mit neun neuen Produktionen im Schauspielhaus, am Standort des zukünftigen Pina Bausch Zentrum, sowie im Glaspavillon im Skulpturenpark ist für November 2019 geplant.

Skulpturenpark und Riedelhallen

Eine stärkere Vernetzung in die Stadt, nachhaltige Kooperationen mit anderen Wuppertaler Kultur-Institutionen, sowie Schul- und Hochschulkooperationen sind ein großes Anliegen für Bettina Wagner-Bergelt. „Wuppertal mit seiner kulturellen Vielfalt und Vitalität bietet wunderbare Möglichkeiten für interdisziplinäre Kooperationen, spartenübergreifende Wagnisse und künstlerische Experimente“, erklärt Wagner-Bergelt, „so werden wir kommende Spielzeit mit den Wuppertaler Bühnen, dem Skulpturenpark Waldfrieden von Tony Cragg, dem Von-der Heydt-Museum, den Riedelhallen und der Bergischen Musikschule Wuppertal zusammenarbeiten.“

Schnupperworkshops und Tanzprojekte

Unter dem Titel Suchen & Finden bietet das Jugendprojekt des Tanztheater verschiedene Formate von Schulkooperationen mit allen Schultypen zu Themen der kommenden Spielzeit. Tänzer*innen aus dem Ensemble und Gäste unterschiedlicher Genres arbeiten mit den Jugendlichen. Das Spektrum reicht von Schnupperworkshops über wöchentliche Tanzprojekte bis hin zu interdisziplinären Kooperationen und choreographischen Ferienprojekten. Ehemalige Tänzer*innen des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch werden den Schwerpunkt Tanz an der Offenen Ganztagsgrundschule Birkenhöhe künstlerisch leiten. Damit unterstützt das Tanztheater Wuppertal eine langfristige Zusammenarbeit mit der Bergischen Musikschule Wuppertal und der Offenen Ganztagsgrundschule Birkenhöhe.

Des 10. Todestages von Pina Bausch gedenkt das Ensemble am 3. Oktober im Opernhaus mit einer eigenen Veranstaltung im Anschluss an die Aufführung des letzten Stücks von Pina Bausch „...como el musguito en la piedra, ay si, si, si...“.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • © Laurent Philippe / fedephoto.com
  • Stadt Wuppertal

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