Inhalt anspringen

WuppertalPressemeldung – 15.11.2019

Stadt kalkt in den Ronsdorfer Anlagen und im Nöllenhammer

Wie in jedem Jahr stehen auch in diesem Herbst wieder Kalkungen der Wuppertaler Wälder an. Per Hubschrauber werden diesmal die Ronsdorfer Anlagen und der Wald im Nöllenhammer Bachtal gegen die Folgen des sauren Regens behandelt.

Die Abgase der Industrie und des Verkehrs bis in die 1980er-Jahre machten das Regenwasser sauer, große Mengen an saurem Regen gelangten in die Wälder. Die Spätfolgen dieser Säuerebelastung machen den Wäldern noch heute zu schaffen, denn die Böden haben ein sehr langes Gedächtnis. Dies führt in einigen Wäldern Wuppertals dazu, dass die Bäume sich nicht natürlich vermehren können, da die Böden für die zarten jungen Bäume zu sauer sind. Doch gegen dieses Sodbrennen der Wälder gibt es ein Medikament: Kalk. Denn eine Dosis Kalk hilft, die Säuren zu neutralisieren und die Böden so wieder lebensfreundlicher zu machen. Daher werden jedes Jahr zwei Waldgebiete in Wuppertal dieser Behandlung unterzogen.

Montag geht's los

In diesem Jahr werden die Waldflächen in den Ronsdorfer Anlagen sowie die Waldflächen im Nöllenhammer Bachtal mit einem Hubschrauber gekalkt: Am Montag, 18. November, beginnt die Prozedur in den Ronsdorfer Anlagen und wird anschließend im Nöllenhammer weitergeführt. Je nach Witterungsverlauf sollte die Maßnahme am Freitag, 22. November, abgeschlossen sein.

Der Hubschrauber wird die mit Kalk gefüllten Trichter von geeigneten Hubschrauber-Landeplätzen aufnehmen und anschließend über den Waldflächen verteilen. Bei Nebel, Sturm oder stärkerem Regen muss allerdings pausiert werden, weil der Hubschrauber nicht fliegen oder der Kalk verkleben würde.

Wald während des Einsatzes gesperrt

Um Gefahren für die Waldbesucher zu vermeiden, werden die betroffenen Waldgebiete für den Zeitraum der Kalkung von der Forstbehörde vollständig gesperrt. Sobald ein Gebiet gekalkt wurde, wird der Wald für die Besucher wieder freigegeben. Der ausgebrachte Kalk besteht aus ungebranntem, reinem Gesteinsmehl und ist nicht gesundheitsschädlich. Der Hubschrauber fliegt in einem sehr engen Zeittakt von etwa ein bis zwei Minuten immer wieder zu den jeweiligen „Ladeplätzen“, auf denen ein Radlader den Streubehälter mit etwa 800 Kilogramm Kalk füllt, bis der Hubschrauber seinen leeren Behälter absetzt und den befüllten Container erneut an den Haken nimmt und wieder startet.

Eine Waldfläche muss ungefähr alle zehn Jahre neu gekalkt werden, bis die natürliche Säurekonzentration erreicht ist.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
Seite teilen