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Wuppertal / Pressemeldung – 22.05.2020

Oberbürgermeister Andreas Mucke fordert Landes- und Bundeshilfe für Kultur

In einem Schreiben hat sich Oberbürgermeister Andreas Mucke an die Kultusministerin des Landes, Isabel Pfeiffer-Poensgen, und an Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien im Bund, gewandt.

In seiner letzten Sitzung hatte der Rat der Stadt die Forderung an Bund und Land nach finanzieller Unterstützung für Kulturschaffende beschlossen. Der Oberbürgermeister appelliert an die beiden Ministerinnen, sich für die finanzielle Unterstützung von Kulturschaffenden einzusetzen.

„Seit März leidet die Kultur- und Veranstalterszene in höchstem Maße unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Situation wird vor allem für viele freie Kulturschaffende, private und auch öffentliche Kulturbetriebe von Tag zu Tag dramatischer. Die finanziellen Einbußen sind enorm“ schreibt Mucke.

Forderungen zur Rettung der Kultur- und Veranstalterbranche

„Viele Kulturschaffende und Veranstalter stehen vor der (Privat-)Insolvenz. Ein großflächiges Sterben von Institutionen, Einrichtungen und Angeboten wäre auch ein dauerhaftes Veröden unseres lebendigen Stadtlebens. Kultur ist unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Deshalb hat der Rat der Stadt Wuppertal in einem einstimmigen Beschluss Forderungen zur Rettung der Kultur- und Veranstalterbranche an Bund und Land adressiert.“

Der Oberbürgermeister führt in seinen Schreiben aus, dass es sowohl individuelle Hilfe für Kulturschaffende als auch strukturelle Hilfen für die Kulturbetriebe und Veranstalter geben müsse. „Bitte setzen Sie sich beim Bund dafür ein, dass die Mittel des Soforthilfeprogramms für Soloselbstständige auch für den Lebensunterhalt genutzt werden können. Dabei sollten bereits ausgezahlte Mittel nicht zurückgefordert werden. Zudem sollte freien Kulturschaffenden Mittel jenseits der Grundsicherung für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung gestellt werden, die über die reine Existenzsicherung hinausgehen. Das ließe sich durch eine am Kurzarbeitergeld angelehnte Lösung zur Finanzierung des Lebensunterhalts ermöglichen, auch um eine Vergleichbarkeit mit anderen fest angestellten Beschäftigten im Kulturbereich zu erreichen. Zudem müssen auch Einnahmeausfälle der Kommunen, die Theater, Museen und andere kulturelle Einrichtungen betreiben, durch einen Rettungsschirm kompensiert werden. Dieser Rettungsschirm sollte sich auch auf die Unterstützung der Freien Szene und anderer privater Kulturbetriebe erstrecken können. Zugesagte Fördermittel müssen trotz abgesagter Veranstaltungen ausgezahlt werden.“

In Wuppertal hat die Freie Szene selbst die Initiative ergriffen, und einen eigenen Soforthilfefonds eingerichtet. Über den sogenannten  „EinTopf“ können in Not geratene Künstler und privatwirtschaftliche Kultureinrichtungen und –veranstalter kurzfristig zur Sicherung ihrer Existenz unterstützt werden. Dieser Fonds ist auf Spenden dringend angewiesen.

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