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Wuppertal / Pressemeldung – 15.05.2020

Mit frischem Schwung zu neuem Höhepunkt: Engels-Sonderausstellung eröffnet

Über 300 Exponate, fünf Räume, 350 Quadratmeter: Die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ des Historischen Zentrums ist seit 15. Mai in der Kunsthalle Barmen (Geschwister-Scholl-Platz 4-6) zu sehen.

„Die Corona-Pandemie hat alles verändert: Auch den Plänen für die eigentlich Ende März geplante Eröffnung der Engels-Sonderausstellung hat sie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich freue mich umso mehr, dass so schnell ein funktionierender Hygieneplan erarbeitet und umgesetzt werden konnte, damit die Ausstellung den Besuchern nun offensteht“, sagt Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke. Und fügt hinzu: „Die Ausstellung ist wirklich klasse geworden: Interessant, anschaulich und unterhaltend. Kommen Sie in die Kunsthalle Barmen und lernen Sie die facettenreiche Persönlichkeit Friedrich Engels kennen!“

EINTRITTSKARTE ONLINE KAUFEN

Tickets für die Engels-Sonderausstellung können ausschließlich online erworben werden!

Wuppertals Kulturdezernent Matthias Nocke: „‚Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa‘ ist die ultimative Friedrich Engels-Ausstellung im Jubiläumsjahr 2020, Vergleichbares zu Person und Persönlichkeit war jedenfalls in Deutschland noch nicht zu sehen. Ich danke Dr. Lars Bluma und seinem Team für diesen Höhepunkt des Engelsjahres, der dank gelockerter Infektionsschutzbestimmungen nun endlich in Wuppertal anlaufen kann.“

„Die Sonderausstellung zeichnet sowohl die biografischen Lebensdaten Friedrich Engels` nach, stellt ihn aber ebenso als ‚ganzen Menschen‘ dar und reduziert ihn nicht auf seine Rolle als Mitbegründer des Kommunismus“, erläutert Dr. Lars Bluma, Kurator und Leiter des Historischen Zentrums, das Konzept der Ausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“. Und fügt hinzu: „Die Ausstellung schildert das bewegte Leben von Friedrich Engels zur Zeit der industriellen Revolution, das ihn vom Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Eine wahrhafte europäische Geschichte!“

Kuratorin Heike Ising-Alms freut sich über die große Unterstützung zahlreicher Leihgeber: „Mit über 300 Exponaten von über 30 Leihgebern können wir eine einmalige Ausstellung zu Leben und Wirken von Friedrich Engels zeigen, in der es für den Besucher viel zu entdecken gibt. Einige Exponate, wie zum Beispiel die historischen Fotografien von Manchester und das Taufkleid von Friedrich Engels, waren bisher noch nicht in einer Ausstellung in Deutschland zu sehen.“

„Die große Sonderausstellung des Historischen Zentrums gehört – neben der Wiedereröffnung des Engels-Hauses nach umfangreicher Sanierung zum 200. Geburtstag am 28. November 2020 – zu den Highlights des Engelsjahres. Wir freuen uns weiterhin auf spannende Veranstaltungen und darauf, in der zweiten Jahreshälfte und in den ersten Monaten des neuen Jahres ein kompakteres und intensiveres Festjahr zu feiern“, blickt Christoph Grothe, Engels2020-Projektgeschäftsführer, optimistisch in die Zukunft.

Chronologischer Aufbau der Ausstellung

Die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ geht den Spuren, Stationen und Wirkungen eines Menschen nach, der nicht nur für die Frühgeschichte des Kommunismus steht, sondern der exemplarisch die Geschichte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Dabei unterstützte ein wissenschaftlicher Beirat das Kuratoren-Team. Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Dazu dient eine enge Verzahnung von Biografie, Werk und Lebensorten Engels` als konzeptionelle Grundlage der Sonderausstellung. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat.

Dabei ist die Ausstellung chronologisch aufgebaut und zeichnet Engels` Leben von der Geburt bis zum Tod nach. Die fünf Räume sind einzelnen Städten zugeordnet: Die Ausstellungsreise beginnt mit der Jugendzeit in Barmen (1820 bis 1838, Raum 1). Es folgen die Jahre in Bremen und Berlin, wo sich Engels aus der Enge des Elternhauses befreite, und sein erster Manchester-Aufenthalt (1838 bis 1845, Raum 2). Die Revolutionsjahre (1845 bis etwa 1850, Raum 3) erlebte Engels in Köln, Elberfeld, Paris und Brüssel, er ging selbst auf die Barrikaden und musste fliehen. 20 Jahre vertrat Engels anschließend in Manchester für den Vater das Unternehmen Ermen & Engels, das Nähgarn herstellte (1850 bis 1870, Raum 4), bevor er seinen Lebensabend in London verbrachte (1870 bis 1895, Raum 5) und nach dem Tod von Marx dessen Werk herausgab. Aus dem Kommunistischen Manifest stammt auch der Titel der Sonderausstellung – „Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa“.

Highlights der Ausstellung sind bedeutende Werke von Friedrich Engels sowie originale Handschriften, Briefe, Karikaturen und Manuskripte, die – multimedial inszeniert – das vielseitige Denken Engels` verdeutlichen. Hinzu kommen ein eigens für die Ausstellung konzipiertes Engels-Brettspiel, persönliche Gegenstände und eine Vielzahl an Exponaten, die Einblick geben in Leben, Werk und Persönlichkeit des berühmtesten Sohns der Stadt Wuppertal. Blickfänger sind zeitgenössische Schwarz-Weiß-Fotos von Engels` Lebensorten, die mittels Beamer als Großprojektion an die Wände der einzelnen Ausstellungsräume projiziert werden.

Strikte Hygieneschutzmaßnahmen

Der Besuch der Sonderausstellung ist nur unter Einhaltung von strikten Hygieneschutzmaßnahmen möglich: Es gibt keine Tageskasse in der Kunsthalle Barmen; Besucher müssen ihre Tickets vorher online über das Ticketsystem Wuppertal Live kaufen, damit keine Schlangen am Eingang entstehen und maximal 25 Besucher gleichzeitig in der Ausstellung sind. Die Karten sind an ein 20-minütiges Zeitfenster zum Eintritt gebunden, pro Zeitfenster zum Eintritt werden maximal sechs Karten verkauft. Die Länge des Ausstellungsbesuchs ist nicht reglementiert. Auch Besucher, die freien Eintritt haben (Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Inhaber eines Presseausweises, Mitglieder des ICOM und des Museumsbundes), müssen vorab eine Eintrittskarte online buchen. Der gemeinsame Eintritt ist begrenzt auf maximal zwei Personen bzw. auf Familien mit maximal sechs Familienmitgliedern. Zudem gilt in der gesamten Ausstellung Mundschutzpflicht für Besucher und Aufsichtspersonal. Gruppenbesuche und -führungen sind vorerst leider nicht möglich. Aufgrund der Hygieneschutzmaßnahmen kann es möglicherweise zu Wartezeiten kommen. Das Fotografieren in der Sonderausstellung ist nicht erlaubt.

Die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und endet am 20. September 2020.

Video-Einblicke in die Sonderausstellung gibt es auf dem YouTube-Kanal des Historischen Zentrums. Ein Teaser macht Lust auf mehr, zudem stellen Museumsführer anhand ihrer Lieblingsexponate aus der Ausstellung einzelne Aspekte über Friedrich Engels vor.

Wuppertal feiert 200. Geburtstag des berühmtesten Sohns der Stadt

Friedrich Engels war nicht nur Textilunternehmer, Philosoph, Kommunist, Journalist und Lebemann – er war auch Wuppertaler, geboren am 28. November 1820 im heutigen Stadtteil Barmen. Zu Engels` 200. Geburtstag widmet ihm seine Geburtsstadt ein großes Veranstaltungsjahr. Von Ausstellungen und Aktionskunst über Theater und Musik bis hin zu Kongressen und Stadtführungen – die Bandbreite der Veranstaltungen bis zum 20. Februar 2021 ist riesig. Das Engels2020-Programm ist so vielseitig wie Friedrich Engels selbst. Neben den Wuppertaler Bühnen, der Bergischen Universität Wuppertal, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zählen ebenso Wuppertals lebendige freie Kulturszene und viele andere zu den Engels2020-Akteuren.

Das Engelsjahr 2020 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet. Förderer sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Landschaftsverband Rheinland, die Stadtsparkasse Wuppertal, die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung sowie die Wuppertaler Stadtwerke.

Öffnungszeiten

Ausstellungszeitraum: 15.05. bis 20.09.2020

Montag: geschlossen

Dienstag und Mittwoch: 09.00 – 17.00 Uhr

Donnerstag: 13.00 bis 19.00 Uhr

Freitag: 09.00 – 17.00 Uhr

Samstag, Sonn- und Feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr

Preise und Tickets

Einzelticket: 8 €

Einzelticket ermäßigt: 5 € (Schüler, Studenten, Auszubildende, Bezieher von Lohnersatzleistungen, Bundesfreiwilligendienst, Menschen mit Behinderung)

Freier Eintritt: Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Inhaber eines Presseausweises, Mitglieder des ICOM und des Museumsbundes

Bitte beachten Sie: Es gibt keine Tageskasse in der Kunsthalle Barmen. Aus Hygieneschutzgründen ist es erforderlich, dass Sie Eintrittskarten für die Sonderausstellung im Vorverkauf erwerben. Eintrittskarten können hier online gebucht werden. Auch Besucher, die freien Eintritt haben (haben (Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Inhaber eines Presseausweises, Mitglieder des ICOM und des Museumsbundes)), müssen vorab eine Eintrittskarte online buchen.


Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Gerd Neumann | Stadt Wuppertal | Medienzentrum
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