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WuppertalPressemeldung – 17.08.2021

Planung für Bartholomäusstraße in der Abstimmung

Die Schadstoffsanierung des Schulgebäudes an der Bartholomäusstraße 70 ist bereits abgeschlossen und eine Entwurfsplanung für die Aktivierung des Hauses als Standort der berufsvorbereitenden Klassen 8 bis 10 der Helene-Stöcker-Schule liegt nun vor.

Im Sommer 2023 werden dort mehr als 150 Jugendliche und etwa 20 Lehrkräfte der Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung und Sprache einziehen können. 

Das im August 2020 beauftragte Architekturbüro sieht vor, sieben der insgesamt acht Schulklassen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des 1886 errichteten Hauptgebäudes unterzubringen. Die Räume für den Lehrkörper, die Schulleitung und die sozialpädagogische Fachkraft sowie die Schülerfirma Nähen und Bügeln finden im Dachgeschoss Platz.

Weil die Bestandsflächen im Altbau nicht für die künftige Nutzung ausreichen, soll neben einem brandschutztechnisch notwendigen zweiten Treppenhaus an der südlichen Giebelwand ein Erweiterungsbau errichtet werden. Dieser schließt die Lücke zum Nachbargebäude und beherbergt künftig den zum Schulhof gelegenen Haupteingang. Zur Bartholomäusstraße hin wird der Neubau zweigeschossig ausgeführt, um sich dann eingeschossig in den höhergelegenen Schulhof zu ziehen. Der Erweiterungsbau nimmt den achten Klassenraum, den Werk- und Maschinenraum, die Fahrradwerkstatt sowie die Schülerfirma Kochen auf. Die Sanitärräume befinden sich im Untergeschoss.

Insgesamt werden damit künftig circa 2050 Quadratmeter Brutto-Grundfläche zur Verfügung stehen. Und auch der Schulhof wird neugestaltet und attraktiver: Durch den Abbruch des eingeschossigen ehemaligen Toilettentraktes im Nordosten des Hauptgebäudes erhält der Schulhof erstmals einen direkten Zugang zur Bartholomäusstraße. Der Flächenverbrauch für den Erweiterungsbau wird durch den Abbruch der maroden ehemaligen Wäscherei ausgeglichen. Und für die Schülerfirma Holz entsteht ebenfalls eine Außenfläche.

Die Beheizung soll umweltfreundlich über eine Luftwärmepumpe erfolgen. Und auch eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung ist vorgesehen. Aus Denkmalschutzgründen darf sie allerdings nicht auf dem Dach des Altbaus errichtet werden, daher läuft momentan die Suche nach dem zweitbesten Standort.

Die Gesamtkosten sind mit rund 7,5 Millionen Euro veranschlagt und sollen zum Großteil über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert werden.

„Für den Stadtteil Wichlinghausen“, so Anke Heinemann, Produktmanagerin beim Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW), „bedeutet diese Investition eine erhebliche Aufwertung und Belebung. Und der Schule wird damit eine langfristige Perspektive in modernisierten und ertüchtigten Räumen geboten.“

Der Standort Bartholomäusstraße verfügt zudem über eine Bushaltestelle direkt vor der Tür und liegt nur wenige Gehminuten vom Standort Lentzestraße der Helene-Stöcker-Schule entfernt, an dem künftig die Klassen 1 bis 7 untergebracht werden sollen. Der dritte, deutlich weiter entfernt liegende Standort Eichenstraße soll später aufgelöst werden, damit dort dann eine neue Grundschule entstehen kann. Für die Dauer der Arbeiten an der Bartholomäusstraße wurden die wenigen bisher noch an der Bartholomäusstraße durchgeführten Unterrichtseinheiten an die Eichenstraße verlegt.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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