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WuppertalPressemeldung – 08.02.2021

563-4020: Die Kälte-Hotline der Stadt

Die extrem kalten Temperaturen sind eine Gefahr für obdachlose Menschen. Um diese Menschen zu schützen, bieten die Stadt Wuppertal und die freien Träger den Menschen Notunterkünfte an. Für jede und jeden, der oder die obdachlos ist, ist ein Bett in einer geschützten Umgebung frei.

Bedingt durch die Coronapandemie nehmen mehr obdachlose Menschen diese Angebote längerfristig wahr. Im Vergleich zum Januar 2020 wurde die Nutzung der Unterkünfte im Januar 2021 um etwa 90 Prozent gesteigert. Hierauf hat die die Stadt Wuppertal entsprechend reagiert und ihre Unterkünfte stark ausgeweitet. Zudem werden verstärkt Einzelzimmer angeboten, um Infektionsrisiken mit dem Coronavirus zu verringern. 

Einsätze der Streetworker verstärkt

In dieser Woche werden die Streetworker der Diakonie Wuppertal ihren Einsatz auf den Straßen verstärken, auch am späten Nachmittag und in den Abendstunden. 

Auch für diesen Winter hat die Stadt Wuppertal unter der Rufnummer 563-4020 (Öffnet in einem neuen Tab) wieder die Kältehotline eingerichtet. Hier können Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr Menschen melden, die in der Kälte Hilfe brauchen. Die Telefonnummer läuft tagsüber beim Ordnungsamt und nachts bei der Feuerwehr auf und gehört zum Kältekonzept der Stadt. Leider kam es letztes Wochenende zu einer technischen Störung, die bereits wieder behoben wurde. Notfalls kann daher auch immer direkt das Ordnungsamt oder die Feuerwehr angerufen werden. 

Kältehotline vermehrt genutzt

Im Winter 2020/ 2021 kam es bei Feuerwehr und Ordnungsamt zu rund 80 Einsätzen. Insgesamt wird die Kältehotline in diesem Winter vermehrt  von Bürgern genutzt.

Mithilfe der Hinweise durch die Anrufer nehmen die beteiligten Institutionen Kontakt zu den gemeldeten Menschen auf und bieten Hilfe an – unter anderem, indem sie Überzeugungsarbeit leisten, eine Übernachtungsstelle oder den Tagesaufenthalt aufzusuchen. Auch die Streetworker der Diakonie und die Fachstelle für Wohnungsnotfälle werden informiert. Diese leiten weitergehende Hilfen ein. Leider nehmen auch bei den derzeitigen Temperaturen nicht alle Menschen das Angebot der Unterkünfte an, dies kann vielfältige Gründe haben. 

Zutritt zu Bahnhöfen

Zusätzlich wird die deutsche Bahn bei den extrem kalten Temperaturen daher auch diesen Menschen den Zutritt zu den Bahnhöfen ermöglichen, um so die Gefahr des Erfrierens zu mindern.

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