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Wuppertal / Pressemeldung – 29.07.2021

Neue Wege – Neue Zentren: Wuppertal erhält bis zu 15,7 Millionen Euro für das „Modellprojekt Smart Cities“

Wuppertal hat sich unter dem Motto „Gemeinsam die intelligente Stadt von morgen entwickeln“ beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) um eine Förderung für ein Projekt mit einem Volumen von bis zu 17,5 Millionen Euro beworben und den Zuschlag erhalten.

In den kommenden Jahren steht damit die Erarbeitung und anschließende Umsetzung einer umfassenden Smart-City-Strategie an, die besonders die Aspekte Mobilität, Teilhabe der Bevölkerung und Reaktivierung der Zentren aus dem Zukunftsprogramm #Fokus_Wuppertal aufgreift. Die Umsetzung wird durch das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung und das neu gegründete Competence Center Smart City im Amt gesteuert.

Mit den Modellprojekten „Smart Cities“ sollen laut des BMI die Handlungsfähigkeit der Städte, Kreise und Gemeinden insgesamt gestärkt werden. Vor allem sollen beispielhaft für deutsche Kommunen strategische und integrierte Smart-City-Ansätze entwickelt und erprobt werden. 

Aus ganz Deutschland haben sich insgesamt 94 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen auf die Förderung des BMI beworben, von denen 28 ausgewählt wurden. „Am 15. Juli hat das BMI informiert, dass sich die Wuppertaler Bewerbung in dem mehrstufigen Prüfprozess vor einer elfköpfigen Jury mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft sowie kommunaler Spitzenverbände durchsetzen konnte“, berichtet Dr. Johannes Slawig, Stadtdirektor und Kämmerer der Stadt Wuppertal.

 

Umfassende Strategie

„Die Stadt Wuppertal hat bereits in 2018 eine umfassende IT- und Digitalisierungsstrategie aufgelegt, jedoch beschränkt auf den Bereich der Verwaltungsdigitalisierung. Dieses Projekt ist eine großartige Chance für uns, das Thema Smart City jetzt unter dem Fördermotto „Gemeinsam aus der Krise – Raum für Zukunft“ in unserer Stadt ganz anders aufzustellen, als uns das bisher finanziell und personell alleine möglich war“, so Slawig weiter. 

„In Anlehnung an den Green-City-Plan steht der Klimaschutz und die damit verbundene globale Verantwortung an erster Stelle“, ergänzt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Das bedeutet, dass die Steigerung der Attraktivität alternativer Mobilitätsformen, vor allem von ÖPNV und Radverkehr sowie die Vernetzung und Verknüpfung der unterschiedlichen Mobilitätsformen untereinander (zum Beispiel Parken und Umstieg auf ÖPNV, E-Bike- oder E-Car-Sharing) erreicht werden soll. „Aber auch die wirtschaftliche Entwicklung Wuppertals, Kooperationen mit Kommunen in der Region, Forschung und Innovationen sowie die Vision Wuppertals als digitale Zukunftsstadt werden Leitgedanken einer neuen Smart-City-Strategie sein“, so der OB weiter.

„Das Projektvolumen ist für zwei Phasen vorgesehen. Im ersten Schritt geht es um die Entwicklung kommunaler Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Gestaltung der Digitalisierung, also um die Erstellung einer ganzheitlichen Smart-City-Strategie inklusive Umsetzung erster Maßnahmen, um Quick Wins zu erzielen. Im zweiten Schritt sollen dann die daraus resultierenden Projekte umgesetzt werden“, erklärt Samir Bouaissa, Leiter des Competence Center Smart City. Für die Strategiephase, die in den Jahren 2021 bis 2023 geplant ist, beträgt das Gesamtvolumen bis zu 2,5 Millionen Euro. Gefördert werden davon maximal 90 Prozent, also 2,25 Millionen Euro. 

 

Umsetzung ab 2023

Für die Umsetzungsphase, die in der Zeit von 2023 bis 2027 erfolgen soll, liegt das Gesamtprojektvolumen bei bis zu 15 Millionen Euro, wovon 13,5 Millionen Euro gefördert werden. „Um die Umsetzung zu evaluieren und den Erfolg zu messen, soll gemeinsam mit der Bergischen Universität, der Stadtgesellschaft und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft ein gemeinsames Vorgehen erarbeitet werden. Die Vernetzung dieser Wissensträger und der Aufbau dauerhafter Kooperationen ist nicht nur für das Projekt wichtig, sondern eine großartige Chance für die künftige Entwicklung zu einer smarten Stadt“, berichtet Christian Pecher aus dem Innovationslabor des Amtes für Informationstechnik und Digitalisierung.

„Die Smart-City-Strategie muss analog zum Stadtentwicklungskonzept für das gesamte Stadtgebiet gelten. Einzelne Umsetzungsmaßnahmen sollen zunächst als beispielgebende Pilotprojekte in Quartieren und Stadtteilen oder auf auf Hauptverbindungsstrecken (zum Beispiel der B7 und der Nordbahntrasse) begonnen und bei erfolgreicher Umsetzung anschließend auf die anderen übertragen werden“, erklärt OB Schneidewind. 

Mit Gründung des Competence Center Smart City und der Zusammenlegung beider Digitalisierungsthemen – Smart City und E-Government – Anfang des Jahres, hat sich die Stadt Wuppertal bereits zukunftsorientiert aufgestellt, um ein Thema dieser Größenordnung bearbeiten zu können. Unter Leitung von Daniel Heymann, Chief Digital Officer, verantwortet das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung nicht nur den dauerhaft sicheren und funktionsfähigen Betrieb der technischen Infrastruktur, sondern bündelt auch alle strategischen Themen rund um die Digitalisierung in der Stadtverwaltung.

 

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