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WuppertalPressemeldung – 02.06.2021

Kalkwerke Oetelshofen - Oberbürgermeister Schneidewind fordert neue Kommunikations-Offensive

Zur gestrigen Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses der Bezirksregierung und die Kommunikation des Unternehmens erklärt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind:

„Auch mich als Oberbürgermeister hat die Pressemeldung der Kalkwerke Oetelshofen zum von der Bezirksregierung erteilten Planfeststellungsbeschluss überrascht. Ich hätte mir angesichts der vertrauensvollen Vorgespräche gewünscht, dass es vor einer solchen Veröffentlichung zur Abstimmung einer gemeinsamen, intensiven Kommunikations-Offensive kommt. Hierzu habe ich im Vorfeld alle Unterstützung angeboten. In der Folge hatte das Unternehmen im Februar erklärt, auf die weitere Forcierung der Rodung zu verzichten, um noch einmal die Chance zu nutzen, mit allen interessierten Parteien im Dialog zusammenzukommen. Bei dieser Zusage muss es bleiben. Die jetzt erteilte formale Genehmigung entbindet das Unternehmen nicht von der Verpflichtung, über alle Aspekte eines derart schwerwiegenden Eingriffs in ein Waldgebiet und natürlich auch über alle alternativen Optionen völlige Transparenz herzustellen. Auch wenn mir die Besonderheiten des Rohstoffs Kalk und seines Abbaus sowie die wirtschaftlichen Randbedingungen des Standortes Oetelshofen sehr bewusst sind, erfordert jede Waldrodung in Zeiten des Klimawandels eine in jeder Hinsicht belastbare Begründung - auch über formale Bewilligungsbescheide hinaus. Nur ein engagierter, öffentlicher Diskurs, der die Argumente sachlich und in aller notwendigen Tiefe auslotet, eröffnet die Chance, dass sich die unterschiedlichen Positionen noch einmal annähern und alle Optionen auf Augenhöhe transparent bewertet werden können. Und das muss weiterhin das Ziel sein. Ich stehe wie schon im Frühjahr bereit, einen solchen Austausch zu moderieren. Hierfür muss das Unternehmen aber glaubwürdig signalisieren, sich auf einen ehrlichen Dialog wirklich einlassen zu wollen.“

  

 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal
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