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WuppertalPressemeldung – 28.10.2021

Fördermittel und Entscheidung zur Strukturbündelung bringen Dynamik in Digitalisierung

Die Zusage sorgte Mitte Juli für große Freude: Die Stadt Wuppertal erhält bis zu 15,7 Millionen Euro für das Modellprojekt „Smart City“. Gut, dass die Strukturen für ein Pro-jekt solchen Umfangs vorab angepasst wurden.

Bereits seit Anfang des Jahres werden die Aktivitäten zur Digitalisierung der Verwaltung (E-Government) und zur Digitalisierung der Stadt (Smart City) beim Amt für Informationstechnik und Digitalisierung gebündelt. Bis 2023 sollen erste Projekte umgesetzt sein – beispielsweise ein Verwaltungs-Dashboard und eine neuartige Bürgerbeteiligungsplattform.

Überschneidungen zwischen den Themen

„Es gab eine ganze Vielzahl von Überschneidungen zwischen den bis dato in zwei unterschiedlichen Geschäftsbereichen behandelten Themen E-Government und Smart City – deshalb mussten die internen Strukturen unbedingt optimiert werden, das haben wir erfolgreich geschafft. Nun sind wir bereit, diese zusätzliche und wirklich außerordentlich erfreulich hohe Förderung durch den Bund effektiv zu nutzen und innovative Ideen und Projekte umzusetzen“, sagt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

Derzeit steckt das zuständige Amt für Informationstechnik und Digitalisierung in Phase A des Projekts, die zum einen die Entwicklung einer grundlegenden Smart-City-Strategie, zum anderen die Umsetzung erster Projekte bis 2023 vorsieht. Dazu zählen folgende Ideen:

  • Automatisierte Erhebung der innerstädtischen Verkehrsströme

Ziel ist es, als Datengrundlage für weitere Maßnahmen die Verkehrsteilnehmer qualitativ und quantitativ zu erfassen. Insbesondere Radfahrende und Fußgänger sind von besonderer Bedeutung für die angestrebte Mobilitätswende in Wuppertal. Hierfür werden an ausgewählten Stellen entsprechende Sensoren verbaut und die so gewonnenen Daten weiterverarbeitet.

  • Management Dashboard

Geplant ist die Entwicklung eines einheitlichen Dashboards, auf dem unterschiedlichste Informationen in kompakter und skalierbarer Weise dargestellt werden. Das Dashboard soll nicht nur Daten der internen Steuerung besser visualisieren, sondern auch die offenen Daten und Kennzahlen der Verwaltung der Stadtgesellschaft zugänglich machen. Die Daten sollen kompakt und skalierbar dargestellt werden.

  • Digitale Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Ziel ist es, die Stadtgesellschaft mit Informationen zu aktuellen Bestrebungen und Entwicklungen zu versorgen. Dies soll über digitale Informationsbildschirme geschehen. Vorerst in den verwaltungseigenen Gebäuden in den Stadtzentren, später soweit möglich auch außerhalb und in weiteren Quartieren.

  • Digitale Bürgerbeteiligungsplattform

Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung einer ganzheitlichen digitalen Bürgerbeteiligungsplattform. Auf dieser werden sowohl Beteiligungsmaßnahmen der Kommune als auch die von Initiativen und Foren abgewickelt.

Die mit vier Jahren veranschlagte und damit deutlich längere Phase B, für die mit bis zu 15 Millionen Euro auch der Großteil der Fördermittel eingesetzt wird, dient dann im zweiten Schritt der Umsetzung der in der Strategie festgelegten Ziele und Maßnahmen. Dies umfasst größere Themenbereiche wie innovative Mobilität von und zu den Zentren, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie Augmented und Virtual Reality.

Digitale Leitkommune der Modellregion Bergisches Land

„Das werden spannende Projekte, deren Fokus besonders auf den Stadtteilzentren und Stadtzentren sowie auf allen Verkehrswegen von und zu diesen liegt. Mithilfe der hohen Förderung ergibt sich die wunderbare Gelegenheit, ausgewählte Projekte in verschiedenen Quartieren voranzutreiben und dann, falls möglich, auf weitere Stadtgebiete auszuweiten. Wuppertal kann so in puncto Digitalisierung den Sprung ganz nach vorne schaffen“, erläutert OB Schneidewind.

Auch als digitale Leitkommune der Modellregion Bergisches Land profitiert Wuppertal in Sachen Digitalisierung von Fördermitteln – in diesem Fall von Fördermitteln des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Projekte wie die Einführung eines digitalen Aktenplans und die Digitalisierung von Antragsprozessen im Bereich Kinder, Jugend und Familie sind bereits auf dem Weg. Gleiches gilt für den Glasfaserausbau – im Laufe des Jahres konnten Fahrpläne für den Ausbau in Barmen und Elberfeld sowie in den übrigen Quartieren vorgestellt werden.

Digitalranking der deutschen Großstädte

Im „Smart City Index”, dem Digitalranking der deutschen Großstädte, hat Wuppertal 2021 im Bereich Verwaltung einen Platz im Vergleich zum Vorjahr gut gemacht und steht jetzt bundesweit auf Platz 15. Berücksichtigt wurden dabei Themen wie die Einführung von E-Akten, die Prozessdigitalisierung und das Online-Serviceportal. Im Gesamtranking steigt Wuppertal mit zwei Plätzen auf Platz 21 und liegt damit, wie auch bereits im Vorjahr, im vorderen Drittel der 81 untersuchten Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern.

Einen Überblick über alle Projekte rund das Thema Digitalisierung gibt es auf der städtischen Homepage: www.wuppertal.de/digitalisierung

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Bildnachweise

  • Thomas Lassen/ Stadt Wuppertal
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