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WuppertalPressemeldung – 22.09.2022

Erster Industriekultur-Konvent im Bergischen Land ein voller Erfolg

Am 19. September fand auf Einladung des Netzwerks Industriekultur Bergisches Land e.V. der erste Industriekultur-Konvent mit dem Titel „Industriekultur und Tourismus“ statt. Es nahmen über 50 Besucher teil, die sowohl ehrenamtlich, als auch hauptberuflich in den verschiedensten Bereichen der Industriekultur tätig sind.

Der Konvent fand im LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen statt.

Das 1998 gegründete Netzwerk hat sich zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die vielfältige Industriekulturlandschaft des Bergischen Landes aktiv zu fördern. Ziel des Industriekultur-Konvents war es, die Potenziale und Herausforderungen, aber auch die Defizite der touristischen Erschließung der Industriekultur im Bergischen Land zu diskutieren und daraus konkrete Handlungsfelder zu erarbeiten.

Impulsvortrag, Podiumsdiskussion und World-Cafe

Nach einem Impulsvortrag  von Timo Hauge vom RVR-Regionalverband Ruhr mit dem Titel "Best practice? Industriekultur und Tourismus im Ruhrgebiet", der die systematische Tourismusförderung am Beispiel der Route Industriekultur erläuterte, diskutierte ein hochkarätiges Podium bestehend aus Christiane Baum (ERIH Deutschland), Timo Hauge (RVR, Referat Industriekultur), Tobias Kelter (Das Bergische) und Holger Piwowar (Die Bergischen Drei) über die Chancen und Potentiale der touristischen Erschließung des Bergischen Landes und der gemeinsamen Vermarktung dieses einzigartigen Kulturraums. Neben generellen Fragen der kommunalen Zusammenarbeit, standen vor allem Fragen der Finanzierung und der Abgrenzung zu anderen Regionen im Vordergrund der Diskussion.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnten sich die Konvent-Besucher in einem World-Cafe an fünf Thementischen einbringen und miteinander ins Gespräch kommen. In drei Runden zu je 20 Minuten wurden die verschiedenen Facetten der touristischen Erschließung des Bergischen Landes unter den Teilnehmern diskutiert. So wurden Fragen rund um die Erwartungen an das Netzwerk Industriekultur formuliert und die Potentiale, Herausforderungen und Defizite in der touristischen Vermarktung des Bergischen Landes identifiziert. Daneben gab es Raum für ganz praktische Fragen aus dem Museumsbetrieb: "Wie erreichen Museen und Institutionen ihre potentiellen Besucher?" und "Welche Marketingwerkzeuge haben sich als hilfreich erwiesen?"  waren nur zwei der Fragen, die von den Teilnehmern an einem Tisch zum Thema Öffentlichkeitsarbeit angeregt diskutiert wurden.

In Zukunft noch engere Kooperationen

„Der erste Industriekultur-Konvent war ein für uns ein voller Erfolg.“ resümiert Dr. Lars Bluma, Vorsitzender des Netzwerks Industriekultur Bergisches Land e.V. "Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tourismus hat der Konvent vor allem den Austausch zwischen den Industriekultur-Akteuren und den Touristikfachleuten angeregt, sodass wir in Zukunft noch engere Kooperationen für die Zukunft sehen." so Bluma weiter. Als Pionierregion der Industrialisierung auf dem europäischen Kontinent hat das Bergische Land für Touristen ein interessantes Alleinstellungsmerkmal. An vielen authentischen Museumsstandorten wird diese Geschichte erzählt und sinnlich erfahrbar gemacht. „Dieses Alleinstellungsmerkmal der Region gilt es noch besser touristisch zu vermarkten, da ist noch Luft nach oben“, so Bluma.

Der Industriekultur-Konvent am 19. September 2022 war der Auftakt für eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe mit wechselnden Themenschwerpunkten. Er richtet sich an alle Akteure und Interessierte der Industriekultur im Bergischen Land.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Christoph Grothe, Museum Industriekultur Wuppertal
  • Christoph Grothe, Museum Industriekultur Wuppertal
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