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WuppertalPressemeldung – 09.12.2025

Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2026 zum Thema WUT

Die Stadt Wuppertal schreibt zum siebten Mal den Preis der Wuppertaler Literatur Biennale aus. Stimmen des literarischen Nachwuchses aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind eingeladen, zum Festivalthema "WUT" einen bisher unveröffentlichten literarischen Text einzureichen.

Der mit 7.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale 2026 verliehen, die zwischen dem 7. und 16. Mai 2026 stattfinden wird.

Zum Thema WUT

Wut ist überall: in Kommentarspalten, auf Straßen, in Talkshows. Sie durchzieht das gesellschaftliche Klima als spürbare Spannung – bedrohlich, befreiend, unvermeidlich. Entgegen ihrem schlechten Ruf ist Wut nicht nur destruktiv: Sie lässt uns spüren, wo es weh tut, gibt Sprache, wo Schweigen herrscht, und verwandelt Ohnmacht in Energie – als Gefühl, das nicht zerstört, sondern in Bewegung setzt. Auch in der Literatur zeigt sich Wut als Ausdruck von Erfahrung, Verletzung und Widerstand.

Doch nicht jede Wut wird gehört. Manche wird als "hysterisch" oder "radikal" abgewertet, andere gilt als legitime Empörung oder "Durchsetzungsstärke". Die Frage, wer wütend sein darf, ist eine Frage von Macht und Anerkennung.

Bewerbung

Zum Einreichen von Texten eingeladen sind Autor*innen, die noch keine monografische Veröffentlichung vorzuweisen haben. Einzureichen sind:

  • ein unveröffentlichter deutschsprachiger Erzähltext zum Thema »WUT« (max. 15.000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • in einem separaten Dokument persönliche Angaben samt einem kurzen Lebenslauf. 

Die Texte werden anonymisiert an die Jury weitergegeben, persönliche Daten dürfen daher nicht im Textdokument erscheinen. Die Entscheidung der Jury wird im März 2026 bekannt gegeben.
Einsendung ausschließlich per E-Mail (PDF) an: literaturpreisstadt.wuppertalde – Einsendeschluss ist der 15. Februar 2026.

Bis zur Ausgabe 2024 wurde der Preis in einen Hauptpreis und mehrere Förderpreise unterteilt. Ab 2026 konzentriert sich der Preis auf eine*n Preisträger*in. Die preistragende Person erhält dafür das volle Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro.

Bisherige Preisträger*innen

2014: Konrad H. Roenne (Hauptpreis), Anja Kampmann, Bastian Kresser, Daniel Zipfel
2016: Stefan Ferdinand Etgeton (Hauptpreis), Helene Bukowski, Yannic Han Biao Federer
2018: Yannik Han Biao Federer (Hauptpreis), Stephan Roiss, Franziska Schramm
2020: Philipp Böhm (Hauptpreis), Astrid Gläsel
2022: Annika Domainko (Hauptpreis), Emily Jeuckens, Katrin Krause
2024: Orhan Erdem (Hauptpreis), Lili Aschoff, Maria Marggraf

Die Wuppertaler Literatur Biennale

Die Wuppertaler Literatur Biennale wird seit 2012 vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal in Kooperation mit regionalen Akteur*innen veranstaltet. Sie vereint etablierte literarische Perspektiven und herausragende Debüts mit einer starken regionalen Verankerung und hat sich als eines der bedeutendsten Literaturfestivals in Nordrhein-Westfalen etabliert. Jedes Festival widmet sich einem aktuellen gesellschaftlichen Thema – bisher "Freiheit" (2012), "unterwegs nach Europa" (2014), "Utopie Heimat" (2016),  #SchönLügen (2018), "Berührungen. Tier – Mensch – Maschine" (2020), "Zuschreibungen. Geschichten von Identität" (2022) und "Vom Verschwinden" (2024).

Ermöglicht wird die Vergabe des Preises durch die Kunststiftung NRW, die den Preis und das gesamte Festival neben dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW bereits seit der ersten Ausgabe als Hauptförderer begleitet.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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