Um den erforderlichen Planungsprozess zu ermöglichen, hat die Grundstückswirtschaft der Stadt Wuppertal mit der Initiative eine Anhandgabevereinbarung geschlossen. Die Stadt sichert darin zu, das Grundstück zunächst für zwölf Monate nicht anderweitig zu verwenden. Dadurch erhält das Wohnprojekt Zeit, die bauliche und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen und die Planung weiter zu konkretisieren.
Bei dem Grundstück handelt es sich um eine ca. 2.700 Quadratmeter große Teilfläche einer größeren städtischen Liegenschaft. Auf dem Gelände befinden sich zwei seit mehreren Jahren leerstehende Bestandsgebäude. Die mögliche Umnutzung für gemeinschaftliches Wohnen steht im Einklang mit den städtischen Zielen der Innenentwicklung, der Bestandsaktivierung und der Förderung neuer Wohnformen.
Wohnraum für 25 Menschen
Es könnte dort Wohnraum für circa 25 Menschen geschaffen werden, wobei eine reduzierte individuelle Wohnfläche mit großzügigen Gemeinschaftsflächen kombiniert wird. Die Wohnprojekt-Initiative strebt eine ressourcenschonende Entwicklung der Bestandsgebäude an und wünscht sich darüber hinaus eine aktive Vernetzung mit der Nachbarschaft.
Neuer Umgang mit leerstehenden Bestandsimmobilien
Der weitere Planungsprozess wird vom Ressort Stadtentwicklung und Städtebau im Rahmen des Förderprojekts Soziale Innovationen im Bauen und Wohnen (SInBa) begleitet. Ziel ist es, neue Handlungsoptionen im Umgang mit leerstehenden Bestandsimmobilien zu untersuchen und neue Formate zur besseren Unterstützung gemeinschaftlicher Wohnprojekte zu erproben.