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WuppertalTourismus & Freizeit

Die wichtigsten Fragen und Antworten: Stadt Wuppertal auf dem Weg zur Olympia-Gastgeberin

Zahlreiche Kommunen an Rhein und Ruhr bewerben sich gemeinsam um die Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen – auch die Stadt Wuppertal ist Teil dieser Bewegung! Beim Ratsbürgerentscheid am 19. April hat die Mehrheit der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger die Olympia-Bewerbung befürwortet.

Was hatte es mit dem Ratsbürgerentscheid am 19. April auf sich?

Rund 254.000 wahlberechtigte Personen in Wuppertal konnten per Briefwahl mitentscheiden, ob sich Wuppertal an der Olympia-Bewerbung der Region KölnRheinRuhr beteiligen soll. Mehr als 77.000 von ihnen beteiligten sich - 72,2 Prozent stimmten mit "Ja".

Alle Infos zum Ergebnis des Ratsbürgerentscheids und zur Briefwahl sind über nachfolgenden Link abrufbar:

Ergebnis des Ratsbürgerentscheids

Pressemitteilung vom 19. April

Mit welchen Sportarten und Austragungsstätten will Wuppertal ins Rennen gehen?

Wuppertal geht mit zwei Austragungsstätten in die Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044: mit der Schwimmoper (Öffnet in einem neuen Tab) für Wasserball und mit dem Stadion am Zoo (Öffnet in einem neuen Tab) für Fußball.

Wie stehen Stadtverwaltung und Kommunalpolitik zur Olympia-Bewerbung?

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff äußerte sich nach Auszählung des Bürgerentscheids hoch erfreut über das Ergebnis: „Wuppertal hat heute bewiesen: Wir sind eine Sport-Stadt mit Begeisterung! Und mit der Schwimmoper und dem Stadion am Zoo können wir sicherlich auch in der Gastgeber-Rolle bei Olympischen und Paralympischen Spielen überzeugen. Wir sind dabei, und es bleibt spannend, denn am 26. September wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nun entscheiden, welche deutsche Bewerbung für die internationale Ausscheidung ins Rennen geht. Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Wahlrecht wahrgenommen haben. Die Daumen bleiben gedrückt für Olympia in NRW und in Wuppertal.“

Für Wuppertal sei das "Ja" zu Olympia auf jeden Fall ein echter Gewinn, betont Scherff: „Unsere erfolgreiche Teilnahme an der NRW-Bewerbung stärkt die politische Unterstützung für den Sport und die Sportförderung in unserer Stadt. Die Vereine werden von den neu aufgelegten Förderprogrammen des Landes für die Sanierung von Sportstätten für den Breitensport profitieren. Ebenfalls wird in diesem Jahr die Förderung von Trainerinnen und Trainern im Nachwuchsleistungssport deutlich verbessert.“ Eine erfolgreiche NRW-Olympia-Bewerbung bedeute nicht nur ein tolles Gemeinschaftsevent auch in Wuppertal, „es bringt ebenso nachhaltige Investitionen in Verkehr und öffentliche Infrastruktur mit sich.“ Insgesamt kämen die Investitionen nicht nur Sportfans, sondern allen Menschen vor Ort zugute, so das Stadtoberhaupt.

"Starkes Signal und große Chance für Wuppertal"

Bereits im April 2025 hatte der Wuppertaler Stadtrat seine grundsätzliche Zustimmung zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele erklärt. Im Dezember gab es dann die Zustimmung zur Verwaltungsvorlage, die sich für eine gemeinsame Bewerbung von KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele ausspricht und einen Ratsbürgerentscheid am 19. April vorsieht.

Vor dem Ratsbürgerentscheid hatten die Fraktionen des Wuppertaler Stadtrats Abstimmungsempfehlungen gegeben. Zum Überblick:

Statements aus dem Stadtrat

Abstimmungsempfehlungen aus der Wuppertaler Politik zum Olympia-Ratsbürgerentscheid

Warum bewirbt sich KölnRheinRuhr?

Die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in KölnRheinRuhr vereint ideale Voraussetzungen: Sie bieten den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere – mit einer hohen Dichte an spektakulären Sportstätten, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einer sportbegeisterten Bevölkerung. Die Bewerbung soll den Zusammenhalt stärken und langfristige Impulse für Sport, Stadtentwicklung und Inklusion setzen. Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele.

Ein Highlight: Die Region kann rund 14 Millionen Tickets (rund 11,4 Mio. für die Olympischen und rund 2,5 Mio. für Paralympischen Spiele) für die Wettkämpfe anbieten – das ist ein absoluter Spitzenwert. Das heißt übrigens auch, dass es bei diesen Spielen mehr Tickets gibt, die für viele Menschen erschwinglich sind.

Was hat der Sport in NRW von der Bewerbung?

Die Bewerbung stärkt die politische Unterstützung für den Sport und die Sportförderung.

  • So wird in 2026 ein neues Förderprogramm des Landes für die Sanierung von Sportstätten für den Breitensport im Umfang von 600 Millionen Euro gestartet.
  • Ebenfalls in 2026 wird die Förderung von Trainerinnen und Trainern im Nachwuchsleistungssport deutlich verbessert.
  • Für Übungsleitungen in Sportvereinen werden ab 2026 kostenlose Aus- und Fortbildungen angeboten.

Welche Städte sind beteiligt?

Es sind 19 Städte beteiligt, darunter 17 Städte aus Nordrhein-Westfalen. Neben Wuppertal sind dabei: Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Kiel oder Warnemünde, Köln, Krefeld, Leverkusen, Markkleeberg (Sachsen), Mönchengladbach, Monheim, Oberhausen, Pulheim und Recklinghausen. Jede Stadt übernimmt bestimmte Sportarten.

Köln ist dabei zur Leading City ernannt worden. Diese Entscheidung erfolgte aus sportfachpolitischer Bewertung und wird von allen an der Bewerbung beteiligten Städten einstimmig befürwortet und getragen. In Köln werden das temporäre Leichtathletik-Stadion, das Olympische und Paralympische Dorf sowie der Media-Hub verortet sein.

Welche Auswirkungen hat Olympia auf die Entwicklung der Gastgeber-Region?

Olympische und Paralympische Spiele können in der Rhein-Ruhr-Region als Katalysator für nachhaltige Entwicklungen in vielen Bereichen wirken. Ein zentrales Beispiel ist das Olympische und Paralympische Dorf, das nach den Spielen Lebensraum für rund 10.000 Menschen bieten würde. Gleichzeitig fließen Investitionen in ÖPNV, Sportstätten, Digitalisierung und Barrierefreiheit, die die Lebensqualität in der Region langfristig verbessern. Darüber hinaus sorgen die Spiele für internationale Aufmerksamkeit und setzen Impulse für Tourismus und wirtschaftliche Aktivitäten. Sie fördern den Sport in all seinen Facetten, stärken die Inklusion und das gesellschaftliche Miteinander und bieten die Chance, die Region als innovatives, weltoffenes Zentrum sichtbar zu machen.

Ist es nicht zu teuer, Olympische und Paralympische Spiele auszurichten?

Die Bewerbung setzt bewusst auf bestehende Infrastruktur – 100% der benötigten Sportstätten sind bereits vorhanden oder werden temporär ertüchtigt. Das reduziert die Kosten erheblich. Zudem wird auf Nachhaltigkeit und Nachnutzung gesetzt, sodass Investitionen langfristig der Bevölkerung zugutekommen. Die Kosten für die Durchführung der Spiele (das Durchführungsbudget) werden vollständig über Einnahmen durch TV-Rechte, Werbung und IOC-Zuschüsse abgedeckt. Öffentliches Geld würde nur für Sicherheit und medizinische Versorgung eingesetzt. Ein ausgeglichenes Durchführungsbudget ist – unabhängig von der Bewerberstadt – das Mindestziel Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland. Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland sind eine Investition in die Zukunft mit klaren Finanzierungsmodellen und langfristigem Nutzen für Gesellschaft und Sport. Risiken werden durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur und transparente Planung minimiert. 

Was ist mit dem CO₂-Fußabdruck der Spiele?

Die Bewerbung strebt klimaneutrale Spiele an. Dazu gehören:

  • Nutzung bestehender Infrastruktur
  • Förderung von ÖPNV und E-Mobilität
  • Kompensation unvermeidbarer Emissionen
  • Nachhaltige Bauweise bei temporären Anlagen

Die Bewerbung verpflichtet sich zu den Nachhaltigkeitsstandards des IOC und wird durch unabhängige Gremien begleitet. Es gibt klare Pläne zur Nachnutzung und transparente Berichterstattung. Die Region will ein neues Modell für nachhaltige Spiele etablieren.

Was können Olympische und Paralympische Spiele für Menschen mit Behinderung bewirken?

Olympische und vor allem Paralympische Spiele können viel für Menschen mit Behinderung bewirken. Ihre sportlichen Leistungen werden sichtbar gemacht, was die gesellschaftliche Anerkennung fördert. Durch die mediale Aufmerksamkeit werden Vorurteile abgebaut und das Bewusstsein für Inklusion und Barrierefreiheit gestärkt. Die Sportlerinnen und Sportler dienen als Vorbilder, die zeigen, dass eine Behinderung kein Hindernis für Erfolg und Teilhabe ist. Gleichzeitig führen die Spiele oft zu nachhaltigen Verbesserungen in Infrastruktur und öffentlicher Wahrnehmung. Insgesamt tragen sie dazu bei, Menschen mit Behinderung mehr Selbstbewusstsein, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Die Paralympischen Spiele sind gleichwertiger Bestandteil der Bewerbung. Barrierefreiheit, Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung sind zentrale Ziele – sowohl im Sport als auch in der Infrastruktur und Kommunikation.

Welche Chancen ergeben sich für lokale Vereine, Schulen und die Jugend?

Für Schulen: Olympische und Paralympische Spiele bieten Schulen die Chance, sportliche Bildung und Bewegung zu stärken und Werte wie Fairness, Vielfalt und Teamgeist zu vermitteln. Durch Projekte und Kooperationen mit Vereinen können diese Impulse praktisch umgesetzt werden.

Für Vereine: Olympische und Paralympische Spiele bieten Vereinen die Chance, durch mediale Aufmerksamkeit neue Mitglieder zu gewinnen – besonders in weniger bekannten Sportarten. Zudem können sie von Fördermitteln zur Investition in Sportstätten und der Infrastruktur profitieren. Ebenfalls können lokale Vereine Teil des kulturellen und sportlichen Begleitprogramms werden.

Für die Jugend: Der direkte Kontakt zu internationalen Athletinnen und Athleten kann inspirierend wirken und neue Perspektiven eröffnen (Motivation durch Vorbilder). Jugendprojekte, Volunteer-Programme und sportliche Wettbewerbe im Vorfeld und während der Spiele bieten Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung. Die Bewerbung setzt auf Nachhaltigkeit – auch im Sinne einer dauerhaften Förderung des Nachwuchssports und der sozialen Infrastruktur.

Wann wird entschieden, ob die Bewerbung erfolgreich ist?

Die DOSB-Mitgliederversammlung entscheidet am 26. September 2026, ob KölnRheinRuhr als deutscher Kandidat ins Rennen geht. Die finale Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) in einem mehrstufigen Dialogprozess. Wann die Spiele 2036, 2040 und 2044 vergeben werden, steht derzeit noch nicht fest.

Was passiert, wenn NRW im innerdeutschen Wettbewerb nicht ausgewählt wird?

Auch ohne Zuschlag bleiben viele Impulse erhalten – z. B. für Stadtentwicklung, Sportförderung und Inklusion. Die Bewerbung allein ist schon ein Motor für positive Veränderung, unabhängig vom Ausgang. Alle vier Konzepte (Berlin, Hamburg, München und KölnRheinRuhr) haben das Potenzial für eine erfolgreiche Bewerbung beim IOC. Sollte es nicht Rhein-Ruhr sein, dann wird sich NRW
voll und ganz hinter die Entscheidung des deutschen Sports unter dem Dach des DOSB und hinter die deutsche Bewerbung stellen.

Infos Olympiabewerbung

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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