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Wuppertal stadtwärts.sichtbar.gründen.

Kunst für alle mitten in der City

Ein neuer Ort für Kunst, Austausch und kreative Freiheit in der Luisenstraße 94.

Christine Mühlberger vom Freien Kunst Kollektiv in ihrem neuen Ladenlokal in der Luisenstraße, unterstützt durch den städtischen Förderwettbewerb. Foto: Bettina Osswald

Mitten im Wuppertaler Luisenviertel ist ein neuer Raum für zeitgenössische Kunst entstanden: Das Freie Kunst Kollektiv (FKK) (Öffnet in einem neuen Tab) bietet Künstler*innen und Kreativen eine offene Plattform zum Ausstellen, Arbeiten, Vernetzen und Entdecken. Die Luisenstraße 94 ist dabei nicht nur ein Standort – sie ist ein kultureller Treffpunkt, ein Ort für Dialog und gelebte Stadtkultur. Die Initiatoren des Freien Kunst Kollektivs Christine Mühlberger und David Schulze haben sich erfolgreich im Förderwettbewerb stadtwärts.sichtbar.gründen. beworben und gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Wuppertal das Ladenlokal in der Luisenstraße 94 angemietet. Bis Ende Oktober profitieren sie so von einer vergünstigten Miete, die durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ermöglicht wird.

Kunst nahbar machen
„Das FKK ist ein Ort des offenen Dialogs, der Zusammenarbeit und der kreativen Freiheit“, so Christine Mühlberger. Das Ganze ohne Eintritt, ohne Zugangshürden, aber mit viel Engagement. Hier treffen Menschen aufeinander, die gestalten, ausprobieren, sich austauschen wollen. In den Ausstellungen, im Atelier- und Artist-in-Residence-Programm sowie bei Workshops und offenen Formaten werden kreative Prozesse sichtbar und erlebbar gemacht.

Das Besondere: Das Projekt ist bewusst niedrigschwellig gestaltet. Die Nutzung der Ausstellungsflächen erfolgt zu fairen Konditionen, Verkaufserlöse bleiben vollständig bei den Kunstschaffenden, Getränke gibt es auf Spendenbasis. 

Ein Projekt aus der Szene für die Szene
Entstanden ist das Kollektiv aus einem wachsenden Netzwerk von rund 100 Kreativen – mit dem Ziel, vor allem weniger bekannte Künstler*innen aus der Region zu fördern und sichtbar zu machen. Im Fokus steht die Idee eines offenen, solidarischen Kunstraums, der nicht auf Exklusivität, sondern auf Teilhabe setzt. Dies habe sich in der Szene rumgesprochen – bei Kunstschaffenden und dem kunstinteressierten Publikum.

Förderung als ein Schlüssel
Ohne gezielte Förderung wäre das Projekt nicht realisierbar. „Ehrenamtliche Initiativen wie das FKK erfordern sehr viel Geduld, Resilienz und die Bereitschaft zur kulturellen Selbstausbeutung, denn wir verdienen damit kein Geld“, so Christine Mühlberger. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Wuppertal sowie die Bereitschaft von Immobilieneigentümer*innen, leerstehende Räume vorübergehend zur Verfügung zu stellen, haben entscheidend dazu beigetragen, dass das FKK wachsen konnte.

Diese Form der Unterstützung ist nicht nur finanziell wichtig. Sie sendet auch ein klares Signal: Kunst und Kultur gehören in die Mitte der Stadt. Sie machen Viertel lebendiger, schaffen neue Impulse und stärken das Miteinander.

Ein Ort, der wächst
Nach zwei erfolgreichen Projekten hat das FKK nun mit der Luisenstraße einen weiteren temporären Standort gefunden. Die Vision reicht jedoch darüber hinaus: 

Wir wünschen uns, dass sich viele Kunstschaffende für eine Zusammenarbeit mit dem FKK interessieren und die Besucher*innen zahlreich unsere Veranstaltungen besuchen. Auf diesem Weg wächst das Interesse an solchen Angeboten hoffentlich in der gesamten Stadt und ähnliche Räume können in anderen Vierteln erschlossen werden.“

Das Freie Kunst Kollektiv lädt ein, dabei zu sein – als Besucher*in, Mitgestalter*in oder Unterstützer*in. Denn lebendige Stadtkultur entsteht dort, wo Menschen gemeinsam an ihr arbeiten. 

Öffnungszeiten: Freitags und Samstags 17:00-21:00 Uhr und Sonntags 13:00-17:00 Uhr.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Bettina Osswald

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