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Gleichstellung und AntidiskriminierungAntidiskriminierungsstrategien

Der dritte Aktionsplan als Antidiskriminierungsstrategie

Hintergrund und Kontext der Antidiskriminierungsstrategie

Um eine abgestimmte Gleichstellungsstrategie für die Stadt Wuppertal zu entwickeln, trat die Stadt Wuppertal 2009 per Ratsbeschluss der Europäischen Gleichstellungscharta (Öffnet in einem neuen Tab) bei. Im Jahr 2011 wurde daraufhin der erste lokale Aktionsplan (Öffnet in einem neuen Tab) verabschiedet und im selben Jahr trat die Stadt Wuppertal der Charta der Vielfalt (Öffnet in einem neuen Tab) bei. Seit 2016 gibt es zudem das Inklusionsbüro (Öffnet in einem neuen Tab) bei der Stadtverwaltung, dass die Rechte von Menschen mit Behinderungen wahrt und ihre Einhaltung einfordert. Es arbeitet eng mit dem Beirat der Menschen mit Behinderung (Öffnet in einem neuen Tab) sowie Wuppertaler*innen mit und ohne Behinderungen zusammen. 

Der zweite Aktionsplan (Öffnet in einem neuen Tab) zur lokalen Umsetzung der Europäischen Gleichstellungscharta von 2013 wurde um die Themen der queeren Communitys erweitert, was zur Verstetigung des Runden Tisches LSBTIQ* und dessen Integration in die Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung führte. Bereits 2014 begann die Verwaltung außerdem, sich als familienfreundliche Arbeitgeberin durch das Audit „berufundfamilie“ (Öffnet in einem neuen Tab) zertifizieren zu lassen und im Jahr 2023 schloss sie erfolgreich das vierte Zertifizierungsverfahren ab. Zahlreiche Maßnahmen dazu sind im Gleichstellungsplan verankert. 

Im Februar 2019 wurde das Handlungsprogramm gegen Rassismus (Öffnet in einem neuen Tab) vom Rat der Stadt verabschiedet und 2020 zum Aktionsprogramm für Demokratie und Toleranz weiterentwickelt. Schließlich wurde im Juli 2024 der Beitritt zur Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (Öffnet in einem neuen Tab) vorbereitet und vollzogen.

Im Jahr 2023 konnte das Diversity-Konzept (Öffnet in einem neuen Tab) als Grundlage für die städtische Personalpolitik verabschiedet werden und ein neuer Gleichstellungsplan wurde erstellt, der die Maßnahmen aus dem Diversity-Konzept aufgreift. Außerdem wurde im selben Jahr für die interne Personalpolitik die Inklusionsvereinbarung (Öffnet in einem neuen Tab) unterschrieben und seit 2024 gibt es eine Ansprechpartnerin nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz mit entsprechender Dienstvereinbarung. 

Als weiterer Baustein fungiert die erste Antidiskriminierungsstrategie der Stadt Wuppertal mit insgesamt 119 Maßnahmen, davon 68 neu im Kontext der Europäischen Gleichstellungscharta, die gleichzeitig den dritten Aktionsplan darstellt.  

Im Rahmen des Fokusprogramms #diskriminierungsfreies_wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) ist im Februar 2022 die Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung um eine Referent*innen-Stelle für Antidiskriminierung erweitert worden. Politik und Verwaltung haben damit ein klares Zeichen gesetzt, dass ihnen dieses Anliegen wichtig ist. Neben der Stabsstelle arbeiten seit Jahren verschiedene Fachstellen in der Verwaltung am Thema Antidiskri­minierung. Sie befassen sich mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen und stehen Betroffenen sowie engagierten Menschen aus der Stadtgesellschaft als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. In Zusammen­arbeit mit Expert*innen und Betroffenengruppen wurden so zahlreiche zielgruppenspezifische Programme, Konzepte und Maßnahmen entwickelt.

Zugleich wird deutlich, dass ein dezentraler Ansatz allein nicht ausreicht, um Diskriminierungen wirksam zu begegnen. Der im Jahr 2024 publizierte „Jahresbericht der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Anti­diskriminierung“ (Öffnet in einem neuen Tab) legt dar, dass bundesweit neue Rekordwerte bei den Beratungsanfragen verzeichnet wurden. Das stellt uns vor neue Herausforderungen, die mit den Maßnahmen der Antidiskriminierungs­strategie aufgegriffen werden.

Antidiskriminierungsarbeit braucht starke Akteur*innen in der Kommune: Der dritte Aktionsplan greift diesen Ansatz auf und legt in Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der Verwaltung Ziele in zahlreichen Handlungsfeldern fest. Er beschreibt Maßnahmen und Projekte, die uns einem #dis­kriminierungsfreien_wuppertal näherbringen. Dabei werden sowohl interne als auch externe Maßnahmen gebündelt und dargestellt. Dieser dritte Aktionsplan bildet damit unsere Antidiskriminierungsstrategie bis 2027 ab. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die an der Erarbeitung der Antidiskriminierungsstrategie mit­gewirkt haben und freuen uns auf die weitere Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen!

Beteiligungsverfahren

Auswertung des zweiten Aktionsplanes

Die Auswertung des Aktionsplanes wurde auf Basis der Rückmeldungen der Projektverantwortlichen erstellt. Diese Informationen wurden in die Konzeption des Workshops mit aufgenommen und liegt nicht als tabellarischer Überblick vor.

Hier die Zusammenfassung:

  • Schwerpunkt 1 „Verteilung von Macht und Einfluss in der Stadt“ I 10 Maßnahmen I 5 neue Maßnahmen I 5 laufende Maßnahmen I Umsetzung von einer neuen Maßnahme
  • Schwerpunkt 2 „Verteilugn städtischer Ressourcen und Dienstleistungen auf Frauen & Männer“ I 7 Maßnahmen I 4 neue Maßnahmen I 2 laufende Maßnahmen I Umsetzung von 2 neuen Maßnahmen
  • Schwerpunkt 3 „Überwindung geschlechsspezifischer Rollenstereotype“ I 13 Maßnahmen I 5 neue Maßnahmen I 7 laufende Maßnahmen I Umsetzung von 3 neuen Maßnahmen
  • Schwerpunkt 4 „Verteilung von Erwerbsarbeit, Familien- und Hausarbeit, sowie Armutsbekämpfung“ I 26 Maßnahmen I 10 neue Maßnahmen I 16 laufende Maßnahmen I Umsetzung von 11 neuen Maßnahmen
  • Schwerpunkt 5 „Prävention und Abbau geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Gewalt“ I 23 Maßnahmen I 7 neue Maßnahmen I 16 laufende Maßnahmen I Umsetzung von 6 neuen Maßnahmen
  • Schwerpunkt 6 „An Gleichstellung orientierte Personalpolitik über die Verwaltung hinaus“ I 10 Maßnahmen I 4 neue Maßnahmen I 6 laufende Maßnahmen I Umsetzung von 3 neuen Maßnahmen
  • Schwerpunkt 7 „Weiterentwicklung des Aktionsplans zur Gleichstellungscharta und gezielte Öffentlichkeitsarbeit“ I 5 Maßnahmen I 5 laufende Maßnahmen

Antidiskriminierungsstrategie Wuppertal 2024–2027

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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