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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

PCB-Emissionen aus Wuppertaler Betrieben

Das Ressort Umweltschutz informiert nachfolgend über die PCB-Emissionen aus Wuppertaler Betrieben und den Umgang der Behörden mit dem Thema.

Aktueller Informationsstand: Juli 2020

Zusammenfassung

Ausgelöst durch die Ermittlungen des Ennepe-Ruhr-Kreis bei einem Silikonkautschuk-verarbeitenden Betrieb in Ennepetal (Fa. BIW), in Bezug auf Emissionen und Immissionen von Polychlorierten Biphenylen (PCB), sind auch Betriebe in Wuppertal überprüft worden. Die Unteren Umweltbehörden wurden dazu landesweit durch einen Erlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) Ende November 2019 aufgefordert. In NRW sind aktuell 8 Betriebe betroffen.

Von allen in Wuppertal überprüften Betrieben waren zwei Unternehmen als Verdachtsfälle übriggeblieben. Es handelt sich um die Firmen Coroplast Fritz Müller GmbH & Co.KG in Wuppertal-Nächstebreck und Prysmian Kabel und Systeme GmbH in Wuppertal-Ronsdorf. Beide Unternehmen produzieren u.a. Kabel und Leitungen und verarbeiten in diesem Zusammenhang Silikonkautschuk für die Ummantelung. Dafür ist ein Vernetzungsmittel erforderlich. Die unbeabsichtigte Freisetzung von PCB kann aufgrund des eingesetzten chlorierten Vernetzungsmittels nicht ganz ausgeschlossen werden. Das hier freiwerdende spezielle PCB-Gemisch aus den PCB-Kongeneren 47, 51 und 68 unterscheidet sich deutlich von den übrigen PCB, welche ubiquitär in der gesamten Umwelt nachgewiesen werden können. 

Das PCB gelangt bei beiden Firmen über den Luftpfad in die Umwelt. Grundsätzlich kann es in der Atemluft enthalten sein. Überwiegend schlägt es sich aber als Deposition in Boden und auf Pflanzen nieder und kann oral, z.B. mit der Nahrung, aufgenommen werden.

In Ennepetal wurden auch weiße Flocken freigesetzt. Im Umfeld der betroffenen Anlagen in Wuppertal ist bisher nicht bekannt, dass weiße Flocken niedergegangen sind. Solche Flocken stellen die größte Belastungsquelle dar. Auch wird -im Gegensatz zur Firma BIW in Ennepetal- bei beiden betroffenen Firmen schon immer Filtertechnik eingesetzt. Weiterhin liegen die Produktionsmengen an Silikonkautschuk weit unter derjenigen der Firma aus Ennepetal. 

Die weiteren Schritte wurden von Anfang an in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV NRW), der Bezirksregierung Düsseldorf (BRD), dem Landesamt für Natur Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und der Stadt Wuppertal festgelegt, um ein einheitliches und qualifiziertes Vorgehen zu gewährleisten.

Die Stadt Wuppertal hat die PCB-Emissionen und -Immissionen ermitteln lassen, um belastbare Aussagen über das Gefährdungspotential zu erhalten und daraus das weitere Vorgehen abzuleiten. Die folgenden FAQ (Häufig gestellte Fragen) sollen Ihnen die Möglichkeit geben, ein besseres Verständnis über Polychlorierte Biphenyle zu erhalten sowie sich über den aktuellen Sachstand zu informieren. Sie finden hier Ergebnisse, Berichte und Karten. Des Weiteren können Sie hier auch die Antworten auf Fragen nachlesen, die BürgerInnen bisher gestellt haben.

Diese Seite wird laufend, entsprechend dem jeweiligen Erkenntnisstand, aktualisiert.

Aktuelles

  • Seit dem 07.07.2020 kann auf der Homepage der Fa. Coroplast ein Formular zur Beantragung einer Kompensation für Ernteausfälle heruntergeladen werden. Dieses Formular  soll nach Aussage der Firma auch jedem Haushalt per Posteinwurf zugestellt werden.
  • Laut Presseinformation der Firma Coroplast vom 26.06.2020 hat am 25.06.2020 ein erfolgreiches Gespräch mit dem Bürgerverein Nächstebreck stattgefunden. Es wurde neben der aktuellen Emissionssituation, der Umstellung der Produktion zum Ende des Jahres 2020 auch das Thema Kompensation von Ernteausfällen durch die vorsorgliche Verzehrempfehlung der Stadt Wuppertal näher besprochen. Ein Formblatt dazu wird auf der Website des Unternehmens zur Verfügung gestellt werden sowie als Postwurfsendung direkt zugestellt.  
  • Die Stadt Wuppertal bereitet derzeit zusammen mit dem LANUV die Grünkohl-Kampagne vor, die zwischen Mitte und Ende August 2020 starten soll. Dafür werden für das Gebiet der Verzehrempfehlung 5-6 Grundstückseigentümer (idealerweise mit Nutzgarten und gut zugänglich auch mit Fahrzeug) gesucht, die sich freiwillig bereit erklären, dass auf Ihrem Grundstück ein Grünkohl-Container aufgestellt wird. Bitte melden Sie sich bei der bekannten PCB-Hotline 0202 563 4844 bis 09.07.2020. Wir melden uns dann bei Ihnen und prüfen, ob Ihr Grundstück für die Messkampagne geeignet ist.     
  • Laut Presseinformation der Fa. Coroplast vom 19.06.2020 bereitet diese eine Kulanzkompensation für etwaige Schäden vor, die sich aus dem Befolgen der Verzehrempfehlung ergeben. Nähere Informationen folgen. 
  • Der finale Bodenuntersuchungsbericht liegt seit dem 19.06.2020 vor und kann samt Anhänge im Kapitel Bodenuntersuchungen eingesehen werden.
  • Die Ergebnisse des Löwenzahn-Screenings liegen seit dem 04.06.2020 vor. Für Wuppertal-Nächstebreck muss in Teilen eine Verzehrempfehlung ausgesprochen werden. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Löwenzahn-Screening und Verzehrempfehlung für Blattgemüse.
  • Die Stadt hat eine eigene PCB-Hotline mit der Nummer 0202/563-4844 geschaltet.
  • Am 09.06.2020 hat die Firma Coroplast Fritz Müller GmbH & Co.KG in einer Pressemitteilung verkündet, dass bis zum 31.12.2020 die Produktion so umgestellt wird, dass kein PCB mehr emittiert wird. Auf die Homepage der Firma wird verwiesen.  

Hintergrundinformationen über PCB

Ausgangslage

Ende November 2019 erhielt die Stadt Wuppertal einen Erlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW (MULNV), der in Bezug auf die Ermittlungen bei einer Silikonkautschuk verarbeitenden Firma in Ennepetal die Anweisung enthielt, zu ermitteln, ob Unternehmen mit dem gleichen oder vergleichbaren Produktions­prozessen auch innerhalb Wuppertals existieren. Der Erlass ging im Übrigen an alle Unteren Umweltbehörden in NRW.

Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde bei zwei Firmen vergleichbare Produktionsprozesse festgestellt. 

Der von der Firma aus Ennepetal bekannte Niederschlag aus „weißen Flocken“ ist bisher in Wuppertal im Umfeld der betroffenen Firmen nicht aufgetreten. Beide Firmen verfügen über Abluftfilter hinter ihren Anlagen. Diese Flocken sind laut den Erkenntnissen aus Ennepetal besonders hoch mit PCB belastet.

Genehmigungsbedürftigkeit

Bei der Verarbeitung von Silikonkautschuk (hier Kabelextrusion) handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit, für die der Bundesgesetzgeber aktuell kein immissionsschutzrechtliches Genehmigungserfordernis vorsieht. Diese Art von Anlagen sind nicht im Anhang 1 zur 4. Bundes-Immissionsschutzverordnung (Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen) aufgeführt. Sie stellen somit gemäß § 22 Bundes-Immissionsschutzgesetz (Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge) sogenannte „nicht genehmigungsbedürftige Anlagen“ dar. Für die Silikonverarbeitung sieht der Bundesgesetzgeber bisher keine Vorsorge-Emissionsgrenzwerte vor. Diese Anlagen haben, so wie alle anderen nicht genehmigungs­bedürftigen Anlagen, nur die immissionsschutzrechtliche Pflicht, schädliche Umwelteinwirkungen zu verhindern, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind. Nach dem Stand der Technik unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen sind auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Es müssen also zunächst schädliche Umwelteinwirkungen nachgewiesen werden, bevor die Überwachungsbehörde gegen den Betreiber ordnungsbehördlich vorgehen kann. Die schädliche Umwelteinwirkung umfasst neben der erheblichen Belästigung/den erheblichen Nachteilen auch die Gefährdung der Allgemeinheit und Nachbarschaft.

Der Nachweis zu den schädlichen Umwelteinwirkungen ist hier nur durch immissionsseitige Betrachtungen/Messungen/Untersuchungen/Analysen möglich, die Zeit beanspruchen. Als erster Schritt erfolgten in Wuppertal Untersuchungen des Bodens. Parallel führte das LANUV ein Löwenzahn-Screening durch. Erst nach vollständiger Auswertung der Ergebnisse, kann über das ordnungsbehördliche Einschreiten entschieden werden. Das einfache Vorhandensein von PCB in der Abluft berechtigt die Überwachungsbehörde in der aktuellen Gesetzeslage nicht zur Untersagung des Betriebs.

Umgang in Verwaltung und Politik

Da von dieser speziellen PCB-Problematik nicht nur Firmen aus Wuppertal betroffen sind, sondern dies ein deutschlandweites bzw. weltweites Problem ist, koordiniert für Nordrhein-Westfalen das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MULNV) die Bearbeitung der Fälle. Die Erkenntnisse aus Ennepetal wurden bereits an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie an die anderen Bundesländer weitergeben. So ist sichergestellt, dass alle betroffenen Firmen gleich behandelt werden und eine möglichst einheitliche Lösung gefunden wird. Die Stadt Wuppertal steht in engem Kontakt mit dem MULNV.

Was wurde bereits veranlasst?

Bei beiden betroffenen Unternehmen haben bereits behördlich abgestimmte Emissions­messungen stattgefunden.

Bei der Fa. Coroplast liegen bereits die Ergebnisse einer zweiten Emissionsmessung vor; diese bestätigt die Ergebnisse der ersten, orientierenden Emissionsmessung aus Januar 2020. Die PCB-Kongenere 47, 51 und 68 sind nachweisbar in der Abluft enthalten. Die Massenkonzentrationen sind jedoch im Vergleich zur Fa. BIW sehr gering. Die Emissionsmessungen bei der Fa. Prysmian erfolgten Mitte März. Ein Messbericht liegt noch nicht vor. Dass PCB 47, 51 und 68 enthalten sind, ist aber höchst wahrscheinlich. Da es derzeit keinen gültigen Emissionsgrenzwert für PCB gibt, kann ein Vergleich der Messwerte nicht durchgeführt werden.

Parallel zu den Emissionsmessungen erfolgte ein mit dem LANUV abgestimmtes, von der Stadt Wuppertal beauftragtes Bodenuntersuchungsprogramm an ausgewählten Standorten im Umfeld der Anlagen. Die Ergebnisse liegen bereits vor. Demnach wurde nur an einem Probenahmeort an der Parkstraße in W-Ronsdorf PCB 47 in Spuren nachgewiesen. In allen anderen Proben war PCB 47 bei einer Nachweisgrenze von 0,001 mg/kg nicht nachweisbar - PCB 51 und PCB 68 ebenfalls nicht. Inwiefern der über 1 km entfernte Probenahmeort an der Parkstraße überhaupt mit der Fa. Prysmian in Verbindung gebracht werden kann, wird derzeit überprüft. Im Kapitel Bodenuntersuchungen kann der vollständige Untersuchungs­bericht eingesehen werden, sobald er der Stadt Wuppertal vorliegt.

Um den Eintrag in Nahrungsmittelpflanzen zu überprüfen, wurde durch das LANUV Ende März 2020 Löwenzahn an ausgewählten Standorten im Umfeld der Anlagen geerntet und im eigenen Labor analysiert. Seit dem 04.06.2020 liegt der Stadt Wuppertal der Bericht zum Löwenzahn-Screening vor. Im Umfeld der Fa. Coroplast wurde an drei von vier untersuchten Stellen ermittelt, dass der Orientierungswert der mittleren Hintergrund­belastung für Gesamt-PCB überschritten ist. Nun liegt der erste, fachlich belastbare Nachweis vor, dass sich das spezielle PCB-Gemisch in der Umwelt nachweisen lässt. Daher wurde in Abstimmung mit dem MULNV und dem LANUV entschieden, dass für ein abgegrenztes Gebiet eine vorsorgliche Verzehrempfehlung ausgesprochen werden soll. Bei der Fa. Prysmian gab es nur an einem Punkt im Bereich des westlich liegenden Friedhofs eine leichte Überschreitung. Hier wird derzeit auf eine Verzehrempfehlung verzichtet.

Bezüglich der Verzehrempfehlung wird auf das separate Kapitel „Löwenzahn-Screening und Verzehrempfehlung für Blattgemüse“ verwiesen. Dort findet sich u.a. auch der  Bericht des LANUV sowie eine Karte mit dem Gebiet der Verzehrempfehlung samt Hinweisen und einem Verzeichnis der betroffenen Adressen.

Bodenuntersuchungen

Parallel zu den Emissionsmessungen erfolgte ein mit dem LANUV abgestimmtes, von der Stadt Wuppertal beauftragtes Bodenuntersuchungsprogramm an ausgewählten Standorten im Umfeld der Anlagen. Die Ergebnisse liegen bereits vor. Demnach wurde nur an einem Probenahmeort an der Parkstraße in W-Ronsdorf PCB 47 in Spuren nachgewiesen. In allen anderen Proben war PCB 47 bei einer Nachweisgrenze von 0,001 mg/kg nicht nachweisbar, PCB 51 und PCB 68 ebenfalls nicht. Inwiefern der über 1 km entfernte Probenahmeort an der Parkstraße überhaupt mit der Fa. Prysmian in Verbindung gebracht werden kann, wird derzeit überprüft. 

Löwenzahn-Screening und Verzehrempfehlung für Blattgemüse

Um den Eintrag in Nahrungsmittelpflanzen zu überprüfen, wurde durch das LANUV Ende März 2020 Löwenzahn an ausgewählten Standorten im Umfeld der Anlagen geerntet und im eigenen Labor analysiert. Seit dem 04.06.2020 liegt der Stadt Wuppertal der Bericht zum Löwenzahn-Screening vor. Im Umfeld der Fa. Coroplast wurde an drei von vier untersuchten Stellen ermittelt, dass der Orientierungswert der mittleren Hintergrund­belastung für Gesamt-PCB überschritten ist. Nun liegt der erste, fachlich belastbare Nachweis vor, dass sich das spezielle PCB-Gemisch in der Umwelt nachweisen lässt. Daher wurde in Abstimmung mit dem MULNV und dem LANUV entschieden, dass für ein abgegrenztes Gebiet eine vorsorgliche Verzehrempfehlung ausgesprochen werden soll. Die Abstimmung des betroffenen Gebietes erfolgte am 08.06.2020 zusammen mit dem LANUV und dem Gesundheitsamt. Die Information der Öffentlichkeit erfolgte am 09.06.2020. 

Bei der Fa. Prysmian gab es nur an einem Punkt im Bereich des westlich liegenden Friedhofs eine leichte Überschreitung. Hier wird derzeit auf eine Verzehrempfehlung verzichtet.

Folgende Dokumente werden zum Download zur Verfügung gestellt:

Spezielle Fragen

Kann ich Honig essen?

Die vorsorgliche Verzehrempfehlung des LANUV gilt nur für Blattgemüse aus den Gärten des betroffenen Gebietes.

Bin ich auch betroffen, wenn ich weit außerhalb des Gebietes der Verzehrempfehlung wohne?

Nein. Eine Betroffenheit ist nicht gegeben.

Bin ich betroffen, wenn ich an der Grenze, außerhalb des Gebietes der Verzehrempfehlung wohne?

Eine Betroffenheit ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht wahrscheinlich. Wer sich trotzdem unsicher ist, sollte sich ebenfalls an die Verzehrempfehlung halten. 

Sind aktuell Kleingartenanlagen von den Verzehrempfehlungen betroffen?

Bezüglich der PCB-Immissionen durch die beiden Emittenten in Ronsdorf und Nächstebreck gibt es in allen benachbarten Kleingartenanlagen keine zusätzlichen Belastungen; Verzehrhinweise in Bezug auf PCB müssen nicht beachtet werden.

Kann ich mein Brunnenwasser weiter nutzen?

Nach aktueller Kenntnislage ist das Grundwasser nicht von den PCB-Immissionen der beiden Silikonkautschuk verarbeitenden Betriebe betroffen. Die Gehalte an PCB im Oberboden liegen bis auf den einen Standort auf der Grünfläche an der Parkstraße in Ronsdorf an allen untersuchten Standorten unterhalb der Nachweisgrenze - die Prüfwerte der Bundes-Bodenschutzverordnung für die sensibelste Nutzung Kinderspielplätze werden eingehalten. Eine Kontamination des Grundwassers ist nicht angezeigt.

Kann ich eine Entschädigung geltend machen?

Die Fa. Coroplast stellt seit dem 07.07.2020 online ein Formular zur Verfügung, mit dem von der Verzehrempfehlung betroffene BürgerInnen auf Kulanzbasis Schadensersatz für Ernteausfälle geltend machen können. Das Formular soll auch per Posteinwurf allen Bewohnern im Gebiet der Verzehrempfehlung und an den Grenzen zugestellt werden.

Wie geht es weiter?

Die Stadt Wuppertal steht weiterhin in engem Kontakt mit dem MULNV und dem LANUV. Regelmäßig finden Dienstbesprechungen statt. Zusätzlich tagt ein Arbeitskreis PCB, in dem neben dem MULNV, dem LANUV und der Bezirksregierung Düsseldorf auch die betroffene Kommunen und Kreise mitwirken.

Mit einer breiten Mehrheit ist der Bundesrat am Freitag (5. Juni 2020) dem Antrag Nordrhein-Westfalens gefolgt, der eine Regelungslücke schließen soll, um die Gefahr einer unbeabsichtigten Freisetzung von Polychlorierten Biphenylen (PCB) zu minimieren. Damit verbunden ist eine neue Genehmigungspflicht für bestimmte silikonverarbeitende Betriebe. Somit ist man dem Ziel näherkommen, in angemessener Weise und bereits vorsorglich im Rahmen von Genehmigungs­verfahren schädliche PCB-Emissionen verhindern zu können. Bis zur Änderung der 4. BImSchV wird es aber noch dauern.

Die Ergebnisse aus dem Löwenzahn-Screening sollen im nächsten Schritt durch eine sogenannte Grünkohl-Kampagne bestätigt und konkretisiert werden. Dies wird dann auch zu einer Konkretisierung der Verzehrempfehlung führen. Der Beginn der Kampagne wird nicht vor Mitte August 2020 sein und dann bis in den November 2020 andauern (Wachstumsperiode). Danach wird geerntet und analysiert. Wo genau der Grünkohl-Container aufgestellt werden sollen, wird derzeit mit dem LANUV abgestimmt.

PCB-Hotline: 0202/563-4844

Sollten die Informationen von dieser FAQ Seite nicht ausreichen, wenden Sie sich bitte mit Ihren Fragen ausschließlich an die eingerichtete PCB-Hotline: 0202/563-4844. Ihre Fragen werden in einer zentralen Datenbank erfasst, worauf auch die Fachbehörden Zugriff haben. So ist ein koordinierte Erfassung und Beantwortung aller Fragen sichergestellt. Die Antworten werden dann sukzessive auf dieser FAQ-Seite eingestellt. 

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