Ein Projekt zur temporären Straßenraumgestaltung
Eine Straße kann mehr sein als Fahrbahn und Parkplätze. Sie kann Treffpunkt für die Nachbarschaft oder Spielraum für Kinder sein. Lassen Sie uns das gemeinsam ausprobieren und über die Zukunft unserer Straßen sprechen.
Vom 23. Juni bis 31. Juli verwandeln wir zehn Parkplätze in Plätze für Menschen, Grün und Fahrräder. Die Platzmacherinnen machen Platz zum Sitzen, Spielen, Verweilen und Genießen.
Warum? Die temporäre Aktion ist Teil des Parkraumkonzeptes, welches derzeit für die Nordstadt und das Luisenviertel erstellt wird. Dabei steht die Frage "Wie soll der öffentliche Raum verteilt werden?" im Vordergrund. Durch die Aktion werden Alternativen erlebbar. So können wir gemeinsam vor Ort darüber ins Gespräch kommen, wofür wir unseren Straßenraum nutzen wollen. Zum Parken? Für Pflanzen? Für Menschen? Für was ganz anderes? Mit der Aktion möchten wir also herausfinden: welche Bedürfnisse haben Sie?
Die Erfahrungen und Rückmeldungen fließen direkt in das Parkraumkonzept ein und werden bei der Lösungsfindung berücksichtigt.
Wo? In der Wirkerstraße, Sattlerstraße und Zimmerstraße auf dem Ölberg.
Und danach? Nach der Aktion werden die Möbel wieder abgeholt und die Parkplätze stehen wie gewohnt zur Verfügung.
Redebedarf? Kommen Sie zu unserer Sprechstunde! Jeden Montag von 16 - 17 Uhr und jeden Mittwoch von 12 - 13 Uhr ist eine Mitarbeiterin der Stadt für Gespräche am Otto-Böhne-Platz vor Ort. Sie haben einen engen Terminplan oder keine Zeit? Macht nichts: Jederzeit können Sie sich an platzmacherinnenstadt.wuppertalde wenden oder an unserer Umfrage teilnehmen. Den Link dazu finden Sie im Reiter "Ihre Meinung zählt!".
Programm vom 23. 06 - 31.07.2025
Aus Parkplätzen werden Aktionsräume.
An den Standorten in der Wirkerstraße / am Otto-Böhne-Platz finden daher wechselnde Aktionen statt:
Montag, 23.06.
Ab 18:00 Uhr: Bringen Sie mit uns mehr Grün in die Straße. Gemeinsam mit den Aktiven von "der Berg blüht" bepflanzen wir die Pflanzkübel am Aufbautag. Wir freuen uns über jede helfende Hand. Alles was Sie mitbringen müssen: Etwas Zeit, gute Laune, Handschuhe und idealerweise eine kleine Schaufel und eine Gießkanne.
Mittwoch, 25.06.
12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Montag, 30.06.
16:00 - 17:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Dienstag, 01.07.
15:00 - 17:00 Uhr: Experimentieren zum Thema Energiewende! Mit dem Projekt „Zukunftsenergie im Quartier (Öffnet in einem neuen Tab)“ (ZiQ (Öffnet in einem neuen Tab)) startet die Neue Effizienz gemeinsam mit dem Lehrstuhl Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal eine neue Initiative, um die Energiewende für Bürgerinnen und Bürger greifbar zu machen. ZiQ bringt die Wissenschaft direkt in dein Quartier. Bei verschiedenen Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, sein Wissen bei Quizabenden zu testen und Energiewende zu verstehen und zu erleben. Unter dem Leitmotiv „Licht“ – als Symbol für Energie und Erkenntnis – wird die Energiewende direkt im Alltag der Menschen erlebbar gemacht.
Mittwoch, 02.07.
12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
14:00 - 16:00 Uhr am Schusterplatz: Mitkommen und mitmachen beim Parkraumkonzept! Über 300 Hinweise, Ideen und Rückmeldungen sind bei der Onlinebeteiligung zum Parkraumkonzept für die Nordstadt und das Luisenviertel eingegangen. Jetzt haben Bürgerinnen und Bürger die Chance, direkt vor Ort über die Probleme und Bedarfe im Viertel zu sprechen und über den Ölberg zu spazieren (Öffnet in einem neuen Tab). Gebärdendolmetscher und Türkischübersetzer sind vor Ort! Um Anmeldung wird gebeten: Zur Anmeldung (Öffnet in einem neuen Tab)
Freitag, 04.07.
Ab 14:00 Uhr: Ölbergmarkt (Öffnet in einem neuen Tab)
14:00 - 17:00 Uhr: Mobil ohne eigenes Auto mit cambio CarSharing (Öffnet in einem neuen Tab) - Informieren und Anmeldegebühr sparen!
14:00 - 16:00 Uhr: Glück und Wissen ist gefragt! Mit dem Hitze-Glücksrad können Sie ihr Wissen zu richtigem Verhalten an heißen Tagen testen. Und wie steht es um Ihr Wissen zum Thema öffentlicher Raum und Parken? Wussten Sie, dass ein Parkplatz ca. 11 m² groß ist? Nicht viel größer ist oft ein Kinderzimmer... Zu dieser Aktion laden wir insbesondere Kinder und Familien ein.
17:00 - 19:00 Uhr: Stadtteilspaziergang "Wärmeerzeugung auf dem Ölberg (Öffnet in einem neuen Tab)": Erlaufen Sie mit uns den Ölberg! Wir möchten uns ganz konkret vor Ort anschauen, wo sich in einem dicht bebauten Quartier wie dem Ölberg Wärme erzeugen lässt. Mit fachlicher Begleitung werden wir uns fragen, wieviel Platz die Wärmeerzeugung einnimmt, welche Störungen von Anlagen zur Wärmeerzeugung ausgehen und welche Nutzungskonflikte auftreten können. Dabei geht es nicht um den detaillierten Blick in die Heizungskeller, sondern um die Wirkung auf den öffentlichen Raum. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen ausloten, welche Aspekte eine tragfähige Lösung zur Wärmeerzeugung berücksichtigen muss.
Ab 19:00 Uhr: Musikalischer Banküberfall. Rudi Rhode, Uli Klan und Tosta Freitag machen Straßenmusik mit Akkordeon, Geige und Gitarre. Sie kennen sich seit Jahrzehnten, haben aber noch nie zusammen gespielt. Es wird also kein Konzert, sondern eine öffentliche Probe. Kommen Sie gerne vorbei, hören Sie zu und singen Sie mit.
Montag, 07.07.
!!!ABGESAGT!!! 16:00 - 17:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung. !!!ABGESAGT!!!
Dienstag, 08.07
18:00 Uhr: Kreative Schreibwerkstatt. (Öffnet in einem neuen Tab) Für alle, die gerne schreiben. Da gerade das kreative Schreiben häufig eine einsame Tätigkeit am Schreibtisch darstellt, soll die Schreibwerkstatt das Zusammenkommen und Austauschen über die eigenen Texte ermöglichen. Es wird aus aktuellen Schreibprojekten vorgelesen, darüber unterhalten und meistens noch ein, zwei Schreibübungen gemacht - je nach Lust und Laune. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.
Mittwoch, 09.07.
12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Montag, 14.07.
11:00 - 13:00 Uhr: Ehrenamt gesucht? Mitarbeitende der Wuppertaler Freiwilligenagentur Zentrum für gute Taten e.V. (Öffnet in einem neuen Tab) werden vor Ort ihre Arbeit vorstellen und Fragen rund um das Ehrenamt in dieser Stadt beantworten können. Sie werden auf die Online-Suche der Freiwilligenagentur aufmerksam gemacht, so dass Sie auch im Anschluss jederzeit interessante Angebote für Ihr Engagement finden können. Das Zentrum für gute Taten e.V. unterstützt Sie gerne bei Ihrem Weg zum Ehrenamt und freut sich auch interessante Gespräche.
16:00 - 17:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Dienstag, 15.07
ab 14:00 Uhr: Kinderrechtebüro „Hand in Hand“. Die Draußenversion. Beim Kinderrechtebüro „Hand in Hand“ des Kinderschutzbundes Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) dreht sich alles um die Frage: Welche Rechte haben Kinder eigentlich und wie können sie diese selbstbewusst vertreten? Mit Mitmachaktionen und Gesprächen machen wir Kinderrechte sichtbar, hörbar und erlebbar. Für Kinder, Familien und alle, die sich für eine kinderfreundliche Stadt stark machen wollen.
Mittwoch, 16.07.
!!!ABGESAGT!!! 12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung. !!!ABGESAGT!!!
Freitag, 18.07
Ab 14:00 Uhr: Ölbergmarkt (Öffnet in einem neuen Tab)
18:00 - 19:30 Uhr: Monatliches Treffen "der Berg blüht". Insektenweiden vor der Haustür, ein Summen und Brummen am Straßenrand, ein Naschbeet auf dem Weg nach Hause oder einfach mehr Grün auf dem Ölberg. Das will die Initiative "der Berg blüht". Einmal im Monat treffen sich Nachbar*innen, um den Wunsch in die Realität umzusetzen. Wer Lust hat, das Vorhaben zu unterstützen, ist herzlich eingeladen, dazuzustoßen.
Ab 19:00 Uhr: Musikalischer Banküberfall. Rudi Rhode, Uli Klan und Tosta Freitag machen Straßenmusik mit Akkordeon, Geige und Gitarre. Sie kennen sich seit Jahrzehnten, haben aber noch nie zusammen gespielt. Es wird also kein Konzert, sondern eine öffentliche Probe. Kommen Sie gerne vorbei, hören Sie zu und singen Sie mit.
Montag, 21.07.
16:00 - 17:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Mittwoch, 23.07.
12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Donnerstag, 24.07.
15:00 - 17:00 Uhr: Experimentieren zum Thema Energiewende! Mit dem Projekt „Zukunftsenergie im Quartier“ (ZiQ) startet die Neue Effizienz gemeinsam mit dem Lehrstuhl Energieversorgungstechnik der Bergischen Universität Wuppertal eine neue Initiative, um die Energiewende für Bürgerinnen und Bürger greifbar zu machen. ZiQ bringt die Wissenschaft direkt in dein Quartier. Bei verschiedenen Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, sein Wissen bei Quizabenden zu testen und Energiewende zu verstehen und zu erleben. Unter dem Leitmotiv „Licht“ – als Symbol für Energie und Erkenntnis – wird die Energiewende direkt im Alltag der Menschen erlebbar gemacht.
Freitag, 25.07.
Ab 14:00 Uhr: Ölbergmarkt (Öffnet in einem neuen Tab)
14:00 - 17:00 Uhr: Mobil ohne eigenes Auto mit cambio CarSharing (Öffnet in einem neuen Tab) - Informieren und Anmeldegebühr sparen!
Montag, 28.07.
!!! ABGESAGT !!! 16:00 - 17:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung. !!! ABGESAGT !!!
Dienstag, 29.07.
!!! Wegen Regen im Ölberg-Hub. Sattlerstraße 54. !!! 19:00 Uhr: Straßen als gemeinsamer Raum für alle – Erfahrungen und Impressionen aus NRW und Wien. Eine Veranstaltung der Initiative Mobiler Ölberg.
In vielen Städten und Gemeinden in Deutschland – und ganz Europa – wächst die Überzeugung: Unsere Straßen müssen in Zukunft mehr sein als reine Verkehrswege. Mehr Aufenthaltsqualität in unseren Quartieren ist das Ziel. Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und grüne Oasen laden zum Verweilen ein. Die Begrünung von Straßen und Plätzen schafft nicht nur mehr Lebensraum für Menschen und Tiere, sondern hilft auch, Hitzeinseln zu vermeiden. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sollen mehr Platz erhalten – das macht unsere Straßen sicherer und lebenswerter. Eine solche Umgestaltung des öffentlichen Raums ist auch ein Schritt hin zu mehr Klimafreundlichkeit und sozialer Gerechtigkeit. Dabei ist klar: Der Autoverkehr muss eingeschränkt werden – insbesondere der Wegfall von Parkplätzen wird dabei häufig kontrovers diskutiert.
Es wird gezeigt, wie eine neue, gerechte Verteilung des öffentlichen Raums gelingen kann – gemeinsam mit allen Nutzer:innengruppen.
Der Referent Steven März bringt spannende Einblicke mit: Er ist Mitarbeiter des Wuppertal Instituts und hat das Projekt „Lebenswerte Straßen“ in Dortmund und Gelsenkirchen initiiert und begleitet. Darüber hinaus hat er wertvolle Praxiserfahrungen aus Wien im Gepäck.
!!! Wegen Regen im Ölberg-Hub. Sattlerstraße 54. !!!
Mittwoch, 30.07.
12:00 - 13:00 Uhr: Fragen, Anregungen, Kritik? Kommen Sie vorbei! Eine Mitarbeiterin der Gesamtverkehrsplanung ist vor Ort und beantwortet Fragen, hört zu, erklärt Hintergründe und ist gespannt auf Ihre Meinung.
Ab 18:00 Uhr: Die Möbel gehen, die Pflanzen bleiben. Gemeinsam mit der Initiative "der Berg blüht" möchten wir die Pflanzen aus den Kübeln nehmen und auf dem Otto-Böhne-Platz ein neues Zuhause geben. Wer Lust hat, ist herzlich eingeladen. Jede helfende Hand zählt!
ab 19:00 Uhr: Musikalischer Banküberfall Nr. 3. Musik und gute Stimmung mit Rudi Rhode, Tosta Freitag und Uli Klan. Zum krönenden Abschluss besonderer sechs Wochen auf dem Ölberg.
Das Programm wird stetig erweitert.
Änderungen sind möglich. Wir werden hier informieren.
Sie möchten auch etwas zum Programm beitragen? Ob Kunst, Handwerk, Workshop, Tauschbörsen. Alles ist denkbar. Melden Sie sich bei platzmacherinnenstadt.wuppertalde mit Ihrer Idee.
Die Aktion muss einem friedlichen, toleranten und solidarischen Charakter unterliegen.
Es dürfen keine rechtswidrigen und diskriminierenden Einstellungs- und Beschäftigungspraktiken oder sonstige rechtswidrige und diskriminierende Praktiken ausgeübt werden.
Die Woche am Platz
In der Rubrik die Woche am Platz werden Eindrücke, Gespräche und Beobachtungen geteilt. Hier wird dokumentiert, was vor Ort passiert ist. Woche für Woche.
23. bis 29. Juni
Viele Stimmen und viele Diskussionen
Viele Menschen haben sich geäußert. Ob im Radio, in der Zeitung, den sozialen Medien, per E-Mail, über den Briefkasten, die Umfrage oder in Gesprächen vor Ort. Und es wurde deutlich, dass die Umgestaltung sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.
Viele Reaktionen waren kritisch:
„Gibt es denn eine realistische Idee wohin dann mit den Autos? Die Parkplatzsituation ist in dem Bereich ohnehin schrecklich.“
“Ich empfinde dieses Vorgehen als einseitig, da es die Bedürfnisse vieler Anwohnerinnen und Anwohner, die auf das Auto angewiesen sind, kaum berücksichtigt.“
„Warum auf Parkplätzen? Es gibt genug Orte wo man Bänke aufstellen kann!“
„Ich setze mich da nicht hin. Wenn ich das mache, bleiben die noch.“
Diese Stimmen nehmen wir sehr ernst. Denn sie zeigen, dass der Parkraum Bedeutung hat. Für den Alltag, die Erreichbarkeit und die Versorgung. Sie zeigen auch das Gefühl, nicht mitgedacht worden zu sein.
Gleichzeitig gab es auch leise Zustimmung:
„Ach, das sieht aber nett aus.“
„Am Schusterplatz oder Otto-Böhne-Platz ist es mir oft zu laut. Ich sitze gerne hier an der Ecke.“
"Ich find es gut. Als Fußgängerin bin ich eh schon an den Rand gedrängt jetzt. Jetzt bekommen wir mal Platz."
Auch die Presse hat berichtet:
WDR Lokalzeit Bergisches Land vom 23.06.2025 (Öffnet in einem neuen Tab)
Westdeutsche Zeitung vom 24.06.2025 (Öffnet in einem neuen Tab)
Wuppertaler Rundschau vom 25.06.2025 (Öffnet in einem neuen Tab)
All die Stimmen verdeutlichen, dass öffentlicher Raum kein neutraler Ort ist. Er wird unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Für die Stadt Wuppertal bedeutet das, mit großer Aufmerksamkeit zuzuhören, abzuwägen und tragfähige Kompromisse zu entwickeln. Daher ist es gut, wenn sich die Menschen äußern.
Pflanzaktion als Auftakt
Ein besonderes Highlight am Aufbautag war die Pflanzaktion gemeinsam mit der Initiative „der Berg blüht“ und Anwohnerinnen und Nachbarn, die spontan dazu kamen. Gemeinsam wurden die Pflanzkübel mit Stauden, Kräutern und Gräsern bestückt. Da viele Pflanzen übrig geblieben sind, konnten noch einige Baumscheiben verschönert werden. Dabei sind kleine grüne Inseln entstanden, die den neuen Platz nicht nur schöner, sondern einladender machen.
Das Fazit der Woche
Die Woche hat gezeigt, dass Veränderung Gespräch braucht. Nicht alles klappt sofort. Aber vieles lässt sich erklären und verhandeln. Auch hat die Woche gezeigt, dass der öffentliche Raum allen gehört. Das ist nicht nur eine verkehrsplanerische, sondern auch eine soziale Frage.
Besonders wichtig: Durch die Platzmacherinnen ist die Stadt Wuppertal mit anderen Menschen ins Gespräch gekommen, als bei den klassischen Beteiligungsformaten. Menschen, die vorher selten bei Infoveranstaltungen oder Workshops dabei waren. Das zeigt, dass Beteiligung im öffentlichen Raum wichtig ist.
30. Juni bis 06. Juli
Auch in der zweiten Woche war einiges los. Auf dem Platz selbst, aber auch in der öffentlichen Debatte.
Für Aufmerksamkeit sorgte ein kurzfristig angekündigter Antrag, die Platzmacherinnen vorzeitig abzubauen. Der Antrag wurde letztlich nicht gestellt, doch die Diskussion darum hat viele Menschen zu spontaner Beteiligung bewegt. Es haben sich Anwohnende gemeldet, ob es Möglichkeiten gibt, ihre Unterstützung für die Platzmacherinnen zu zeigen. Außerdem hat sich eine spontane Gruppe gegründet, die einen musikalischen Banküberfall geplant haben. Mit Gitarre, Akkordeon, Geige und Saxophon fand am Freitag, 04.07. ein spontanes Musikkonzert statt, was viele Besuchende angelockt hat. Es kam so gut an, dass die Aktion am 18.07. wiederholt wird.
Auch die ersten Mitmachangebote haben stattgefunden:
Die neue Effizienz hat zum Thema Energiewende informiert und mit kleinen Experimenten gezeigt, wie beispielsweise Solarenergie genutzt werden kann.
Die Kolleg*innen aus dem Bereich Klima und Nachhaltigkeit hatten ein Mobilitätsquiz dabei, bei welchem man sein Wissen rund um das Thema Parken und Fläche testen konnte. An dem Hitzeglücksrad wurden wichtige Tipps zum Verhalten bei Hitze gegeben. Passend, denn zwei Tage zuvor waren es in Wuppertal knapp 37°C.
Cambio Carsharing hat über sein Angebot informiert und Menschen, die sich spontan angemeldet haben, konnten 30€ Anmeldegebühr sparen. Am 25.07. ist Cambio noch einmal vor Ort.
Ab 17:00 Uhr waren die Platzmacherinnen Treffpunkt für einen Stadtteilspaziergang zum Thema Wärmewende auf dem Ölberg. Durchgeführt haben ihn Kolleg*innen der integrierten Stadtentwicklung.
Natürlich gibt es weiterhin unterschiedliche Meinungen zu den Platzmacherinnen. Viele Rückmeldungen zeigen aber auch, dass die Atmosphäre vor Ort als angenehmer wahrgenommen wird und ein wachsendes Interesse an den Themen besteht, die das Projekt aufgreift.
Fazit der Woche
Die zweite Woche hat gezeigt, wie schnell und lebendig Beteiligung entstehen kann. Sei es durch spontane Musik, durch sachliche Informationen oder neugierige Gespräche vor Ort. Trotz aller Kritik: Der öffentliche Raum wird genutzt, diskutiert und gestaltet. Und genau das ist der Sinn der Platzmacherinnen.
7. bis 13. Juli
Eine ruhige Woche
In der vergangenen Woche war es etwas ruhiger um die Platzmacherinnen. Das zeigt sich unter anderem daran, dass weniger Rückmeldungen über die Postkarten eingegangen sind und auch die Beteiligung an der Umfrage leicht zurückgegangen ist. Auffällig ist jedoch: Die positiven Stimmen überwiegen und viele Menschen teilen konstruktive Rückmeldungen.
Witterungsbedingt musste eine Sprechstunde abgesagt werden. Eine andere Aktion, die kreative Schreibwerkstatt, ist kurzfristig in den Ölberg Hub gezogen. Vielen Dank an alle für die Flexibilität!
Ein etwas unerwarteter Moment ereignete sich ebenfalls in dieser Woche: Ein Picknicktisch wurde offenbar von einer Gruppe unter den Pavillon am Otto-Böhne-Platz gestellt. Vermutlich um bei Regen im trockenen Sitzen zu können. Am nächsten Morgen konnten wir ihn mit Unterstützung des AWO-Stadtteilservices und einem Arbeiter der gegenüberliegenden Baustelle wieder zurückstellen. Die Szene zeigt mit einem Augenzwinkern und ganz praktisch, dass der Bedarf an überdachten Bänken mit einem Tisch groß ist.
Fazit der Woche
Auch eine ruhigere Woche bringt wichtige Erkenntnisse. Beteiligung passiert nicht nur in Fragebögen und Postkarten, sondern auch durch Handlungen im Alltag. Die Platzmacherinnen regen an, den öffentlichen Raum im wörtlichen Sinne anzueignen und mitzugestalten.
14. bis 20. Juli
Mitmachen, Miteinander, Musik
Auch diese Woche war spürbar ruhiger. Sowohl vor Ort als auch in der öffentlichen Diskussion. Die Fragen und Rückmeldungen aus der Nachbarschaft und die Beteiligung an der Onlineumfrage und dem Briefkasten sind deutlich weniger geworden und vor allem: deutlich positiver. Die Stimmung verändert sich hin zu mehr Gelassenheit.
Am Montag hat das Team des Zentrum für gute Taten, der Freiwilligenagentur in Wuppertal, den Raum genutzt und ihre Arbeit vorgestellt. Einige Anwohner*innen wurden auf das Angebot aufmerksam und es sind viele nette Gespräche entstanden:
Eine 100-jährige Seniorin suchte eine Reinigung, eine Besuchergruppe einer Stadtführung bekam einen spontanen Werbeblock und Schülerinnen informierten sich über Engagementmöglichkeiten.
Der Kinderschutzbund Wuppertal nutzte den Raum am darauffolgenden Tag und informierte zum Thema Kinderrechte. Auch hier sind schöne Gespräche entstanden und das wichtige Thema fand in der Öffentlichkeit statt.
Freitag war viel los: Der Ölbergmarkt fand statt und die Initiative "der Berg blüht" war zu ihrem monatlichen Treffen am Platz. Die Gruppe engagiert sich für einen blühenden und essbaren Ölberg und auch bei unserer Pflanzaktion tatkräftigt unterstützt.
Ein besonderes Highlight war der musikalische Banküberfall. Zum zweiten Mal! Noch mehr Menschen sind gekommen und noch mehr Bänke und Stühle wurden aufgestellt.
Fazit der Woche
Die Woche zeigt eine wachsende Offenheit gegenüber dem gemeinsamen Gestalten des öffentlichen Raumes. Was anfangs noch hitzig diskutiert wurde, scheint sich langsam zu setzen. Die Stimmung vor Ort ist entspannter, viele haben sich an die neue Situation gewöhnt und manche fangen sogar an, sie zu schätzen.
21. bis 27. Juli
Die letzte volle Woche mit den Platzmacherinnen neigt sich dem Ende zu.
In der Woche war es wieder sehr ruhig. Der große Andrang aus den ersten Wochen ist spürbar abgeebbt, was vermutlich auch mit den Sommerferien und der Gewöhnung an die neue Situation zu tun hat. Die Beteiligung an der Umfrage ist leider sehr gering und auch im Briefkasten lagen nur wenige Karten. Auffällig aber, dass sich die Stimmung deutlich verbessert hat.
Ein paar kleine Highlights gab es. Die Neue Effizienz hat wieder eindrücklich gezeigt, wie Energiewende funktioniert und Cambio Carsharing hat erneut über sein Angebot informiert.
Uns wurde mehrfach gespiegelt, dass sich die Situation am Otto-Böhne-Platz deutlich verändert hat und mittlerweile eine sichtbare Durchmischung der Nutzergruppen stattfindet. Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen und Kontexten halten sich am Platz auf. Vielen beschreiben den Otto-Böhne-Platz inzwischen als beliebten Treffpunkt.
Im Hintergrund haben wir bereits mit den Vorbereitungen für den Abbau der Möbel am 31.07. begonnen. Mit dem Spediteur wurden Einzelheiten geklärt und mit dem Garten- und Landschaftsbauer, der die Erde abholt, wurden letzte Abstimmungen getroffen. Wir haben angefangen, die Karten aus dem Briefkasten zu sortieren und auszuwerten und stehen in den Startlöchern für die Auswertung der Online-Umfrage. Da alle Erkenntnisse in einem kleinen Evaluationsbericht zusammengefasst werden, haben wir begonnen, diesen zu gliedern und erste Texte zu schreiben.
Fazit der Woche
Auch wenn es vor Ort ruhiger wurde, zeigt sich, dass die Platzmacherinnen einen deutlichen Unterschied machen. Der Platz wird heute anders genutzt als vorher. Vielfältiger, durchmischter und freundlicher.
28. bis 31. Juli
Diese Woche stand ganz im Zeichen den Abbaus. Die Aktion ging ihrem Ende mit schnellen Schritten entgegen und wir haben die letzten Vorbereitungen für den Abbau organisiert. Doch bevor die Möbel ihren Platz wieder verlassen haben, wurde es noch einmal lebendig.
Gemeinsam mit der Initiative "der Berg blüht" und Nachbar*innen haben wir die Pflanzkübel geleert und die Pflanzen an den Baumscheiben am Otto-Böhne-Platz gepflanzt. Ein starkes Bild dafür, wie viel schöner ein Platz durch kleine Maßnahmen werden kann.
Begleitet wurde die Pflanzaktion mit dem dritten und letzten musikalischen Banküberfall. Ein kleines Konzert mitten auf dem Platz. Kinder und Erwachsene haben getanzt und eine Gruppe hat unter dem Motto "Cocktails statt Parkplätze" leckere Getränke spendiert. Es war ein krönender Abschluss dieser besonderen Wochen.
Am 31. Juli wurden die Möbel morgens abgebaut. Einige nutzten die Möbel noch bis zum letzten Moment und viele Passant*innen blieben stehen und äußerten sich:
"Wieso werden die so schnell wieder abgebaut?"
"Wann kommen die Bänke noch mal?"
"Schade, ich habe es sehr genossen."
"Endlich kann man hier wieder vernünftig parken!"
Diese spontanen Rückmeldungen und die Post im Briefkasten zeigen, dass sich der Platz spürbar verwandelt hat und er von vielen als neuer Aufenthaltsort angenommen wurde.
Fazit der Woche
Die letzten Tage haben gezeigt, wie sehr sich der öffentliche Raum wandeln kann, wenn Menschen ihn gemeinsam gestalten.
Ihre Meinung zählt!
Wie gefällt Ihnen die Aktion? Bietet die Aktion einen Mehrwert für den Ölberg?
Ihre Rückmeldungen sind für uns von besonderer Relevanz. Sie fließen direkt in das Parkraumkonzept ein und werden bei der Lösungsfindung berücksichtigt. Sie sind deswegen wichtige Hinweise für die Entwicklung unserer Stadt.
Vom 24.06. bis 31.07.2025 können Sie an der Umfrage teilnehmen.
Die Umfrage ist anonym und es lassen sich keine Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen.
Diskriminierende, menschenverachtende oder beleidigende Rückmeldungen werden nicht berücksichtigt und können zur Anzeige gebracht werden.
Weitere Informationen
Die Bezirksvertretung Elberfeld hat der Aktion zugestimmt und die Durchführung in ihrer Sitzung am 12. Februar 2025 beschlossen.
Die temporäre Aktion ist Teil des Parkraumkonzeptes, welches derzeit für die Nordstadt und das Luisenviertel erstellt wird.
Die Initiative "mobiler Ölberg" unterstützt die Aktion in der Vorbereitung und Durchführung.
Die Möbel sind eine kostenlose Leihgabe des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Die Stadt ist seit 2017 Mitglied in dem Netzwerk und hat sich in diesem Jahr auf die Ausleihe der Möbel beworben und die Zusage erhalten. Auf der Webseite des Zukunftsnetz können Sie mehr über die Ausleihe erfahren und sehen, wie die Möbel in anderen Kommunen genutzt wurden.