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Engels2020

Veranstaltungen

Der 200. Geburtstag von Friedrich Engels im Jahr 2020 soll mit einem großen Veranstaltungsjahr in Wuppertal gefeiert werden: Lesungen, Stadtführungen, Schülerwettbewerbe, Theateraufführungen und Ausstellungen sind nur ein paar Beispiele für die Bandbreite an Veranstaltungsformaten.

Hier finden Sie das gesamte Jahresprogramm zum Download:

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie mussten zahlreiche Veranstaltungen des Engelsjahres 2020 verschoben werden, daher sind nicht mehr alle Termine in dem Programmheft mit Jahresüberblick aktuell. 

Aktuelle Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie auf dieser Website und in unseren Monatsflyern (siehe unten).

Das Engels2020-Programmheft

Hier finden Sie das September-Programm als Flyer zum Download:

Alle September-Termine im Überblick

September 2020

Engels-Stadtführungen

Was und wer umgab Engels in Wuppertal? Wie prägte ihn die Stadt? Wie brachte er sich hier ein? Diese und weitere Fragen werden bei den Engels-Stadtführungen erläutert. Neben des Stadtführungen des Historischen Zentrums gibt es auch ähnliche Veranstaltungen mit verschiedenen Schwerpunkten über Friedrich Engels und sein Wirken in seiner Geburtsstadt Wuppertal von der Bergischen VHS, von Wuppertal Marketing sowie von Arbeit und Leben Berg-Mark.


Stadtführungen des Historischen Zentrums Wuppertal

Tickets für Engels2020-Stadtführungen des Historischen Zentrums kaufen

Stadtspaziergang der Bergischen VHS

"Zwei Lebenswelten: Briller Viertel & Ölberg – Stadtgeschichte im Detail"

  • Termin: Sonntag, 13. September 2020
  • Uhrzeit: 13.30 Uhr
  • Treffpunkt: Oberes Ende der Treppe Roonstr./Nützenberger Str.
  • Kosten: 5 Euro
  • Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
  • Anmeldung: online über www.bvhs.de oder telefonisch unter 0202/563-2607 oder 0202/563-2248

Stadtführung von Wuppertal Marketing

"Mit Engels und Marx in die Zeit der rauchenden Fabrikschlote"

  • Termin: Sonntag, 20. September 2020
  • Uhrzeit: 11.00 Uhr
  • Treffpunkt: Bushaltestelle Friedhof Unterbarmen
  • Kosten: 14,50 Euro
  • Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
  • Anmeldung: telefonisch unter 0202/563-2270 oder 0202/563-2180

Historisch-politische Stadtführung von Arbeit und Leben Berg-Mark

Auf den Spuren von Friedrich Engels: "Briefe aus dem Wuppertal"

  • Termin: Samstag, 26. September 2020
  • Uhrzeit: 14.00 Uhr
  • Treffpunkt: Schwebebahnhaltestelle Pestalozzistraße
  • Kosten: 5 Euro
  • Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
  • mehr Infos unter: www.aul-bergmark.de

Sonderausstellung "Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ in der Kunsthalle Barmen (Geschwister-Scholl-Platz 4-6)

Über 300 Exponate, fünf Räume, 350 Quadratmeter: Die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ des Historischen Zentrums geht den Spuren, Stationen und Wirkungen eines Menschen nach, der nicht nur für die Frühgeschichte des Kommunismus steht, sondern der exemplarisch die Geschichte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Dazu dient eine enge Verzahnung von Biografie, Werk und Lebensorten Engels` als konzeptionelle Grundlage der Sonderausstellung. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat.


Engels2020-Projektion im Gaskessel erleben

Die Engels-Lichtinstallation des Multimedia-Künstlers Gregor Eisenmann über das gesamte Wuppertaler Opernhaus gehörte Mitte Februar zur spektakulären Eröffnung des Engels-Jahrs 2020. Nun haben der Gaskessel Wuppertal und der Wuppertaler Künstler Eisenmann in einem einmaligen künstlerischen Prozess das Projektion-Mapping zu Leben und Werk Friedrich Engels‘ in den Innenraum adaptiert. 

Der Gaskessel (Mohrenstraße 3) zeigt das Kunstwerk auf Europas größter 360-Grad-Leinwand. Begleitet werden die Aufführungen des „Engels2020“-Mappings von einer Ausstellung im Erdgeschoss des Gaskessels, welche den Kontext der Lichtinstallationen innen und außen verdeutlicht und vertiefende Einblicke in Eisenmanns Werk gewährt.


Lichtinstallation "Engels ins Licht"

Das Gebäude der Bergischen Volkshochschule (Auer Schulstraße 20) wird zu einer ganz besonderen Leinwand im Engelsjahr: Die bewegte Lichtinstallation „Engels ins Licht“ des Video-Künstlers Kai Fobbe, des Autors sowie Cartoonisten André Poloczek und des Historikers Dr. Detlef Vonde ist den ganzen Herbst bis zum 28. November 2020 – immer ab Einbruch der Dunkelheit – zu sehen.

Ein Public Art-Projekt mit historisch biografischen Porträts von Friedrich Engels, programmatischen Zitaten und Pop-Art-Satire. Die Installation zeigt Friedrich Engels in verschiedenen Lebensabschnitten und verbindet die markanten Bilder mit ebenso markanten Zitaten aus dessen Werk als Breaking News-Schlagzeilen. Inszeniert wird das Ganze auf einer rotierenden alten Berliner Litfaßsäule.


Street Bingo: Interaktive Straßenrallye durch Friedrich Engels´ Elberfeld

Wer war Friedrich Engels? Welche Spuren haben seine Ideen hinterlassen und spielen diese noch eine Rolle für den Alltag und unser Zusammenleben in Wuppertal? Was ist heute noch in unserer Stadt zu finden von Engels und den bewegten Zeiten, die ihn geprägt haben? All diese und viele weitere Fragen werden beim Street Bingo „Klassenkampf – wem gehört die Stadt?!“ beantwortet.

Hierbei handelt es sich um eine interaktive Straßenrallye unter freiem Himmel quer durch Wuppertal, bei der verschiedene Missionen und Aufgaben entlang einer Straßenkarte erfüllt und somit Punkte fürs Team gesammelt werden. Das Street Bingo ist für Spieler ab 12 Jahren geeignet und kann ab sofort kostenlos für individuelle Gruppengrößen gebucht werden. Empfohlen werden mindestens 8 bis 10, aber maximal 36 Mitspieler.

Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.


Drei Wandgemälde im Wuppertaler Stadtgebiet: "Engels‘ Weltbild"

Friedrich Engels in überdimensionaler Größe auf drei Wuppertaler Häuserfassaden: Das ist die Idee der beiden Künstler Martin Heuwold und Kolja Kunstreich, die sich mit ihrem Projekt „Engels‘ Weltbild“ am Engelsjahr 2020 beteiligen. Nun ist das erste Wandbild in der Gutenbergstraße/Ecke Senefelderstraße im Stadtteil Arrenberg fertiggestellt. Die beste Sicht auf das Wandbild hat man aus der Schwebebahn und vom Parkplatz gegenüber in der Friedrich-Ebert-Straße 125.

Zwei weitere Wandbilder in der Hünefeldstraße 58 (Wandtitel: Widerwärtigkeit) und an der „Cotton Factory“ in der Uellendahler Straße 29 (Wandtitel: Gestalt) folgen demnächst.


Olaf Reitz liest aus dem „Manifest der kommunistischen Partei“

Auch Olaf Reitz - Schauspieler, Sprecher und Theatermacher aus Wuppertal - beteiligt sich mit einer Aktion am Engelsjahr 2020: Er liest aus dem "Manifest der kommunistischen Partei". Die Lesung auf der Bühne des Opernhauses wurde aufgezeichnet, das Video feierte am 15. Juli 2020 um 20.15 Uhr auf der Plattform Stew.one seine Premiere. Die Lesung in voller Länge gibt es ausschließlich hier auf der Engels2020-Homepage.


Friedrich-Engels-Hotline

Endlich! Nach jahrelanger Stille stellt sich der berühmte Denker, Macher und Wuppertaler der Öffentlichkeit. Mit offenem Ohr für Ihre Sorgen, Ängste und Probleme ist Friedrich Engels – pünktlich zu seinem 200. Geburtstag – unter der kostenfreien Rufnummer 0202 / 25 18 58 18 stets erreichbar.

Rufen Sie ihn an und tauchen Sie ein in die Welt des berühmten Denkers und Philosophen. Finden Sie Halt und Rat in der Revolutionsseelsorge. Lauschen Sie in der “Lese-Ecke” seinen Ergüssen. Lassen Sie sich von seinen zeitlosen Theorien und Erkenntnissen belehren und verzaubern. Natürlich freut sich Friedrich Engels auch über Ihre ganz persönliche Nachricht.


„Offizielles“ Engels-Porträt von Andreas M. Wiese in der Bergischen VHS

Das „offizielle“ Engels-Porträt von Andreas M. Wiese befindet sich aktuell in den Räumlichkeiten der Bergischen Volkshochschule (Auer Schulstraße 20). Direkt über dem Eingang des Forums im Erdgeschoss prangt noch bis zum 28. November 2020 das Kunstwerk des Wuppertaler Malers. Besucher*innen können sofort ihre Meinung zu dem Gemälde kundtun. In einem Online-Fragebogen haben sie die Möglichkeit, sich dazu zu äußern, für wie wertvoll sie das Porträt halten. Die Auswertung der Umfrage wird vom Neuen Kunstverein Wuppertal Anfang 2021 veröffentlicht. Sollte sich herausstellen, dass die Mehrheit der Befragten es für wertlos hält, wird das Kunstwerk übermalt.


Ausstellung "Aus dem Gesicht gefallen"

Vor 200 Jahren standen Barmen und Elberfeld im Brennpunkt der Suche nach Lösungen sozialer Missstände. Bedeutende Personen aus dem Tal der Wupper stehen bis heute für das Ringen um Solidarität: Johann Gregor Breuer, Adolph Kolping und nicht zuletzt Friedrich Engels.

Aus unterschiedlichen weltanschaulichen Perspektiven ringen sie um Gerechtigkeit und Solidarität. Das nimmt die Ausstellung „Aus dem Gesicht gefallen“ mit Bildern von Anke Büttner auf, die in neuen Kontexten neue Assoziationen wecken und zugleich zeigen, dass sich auch eine globalisierte Gesellschaft heute dieser Herausforderung neu stellen muss: Solidarität ist keine Empfehlung; sie ist die Grundlage für eine Gesellschaft, in der Frieden und Gerechtigkeit möglich sind.

Im Rahmen des Engelsjahres zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels wird die Katholische Citykirche Wuppertal vier großformatige Planen im öffentlichen Raum zeigen. Für die Erstellung der Planen konnte die Wuppertaler Künstlerin Anke Büttner gewonnen werden. 

öffentlich zugängliche Ausstellungsorte bis 30. September 2020:

  • Basilika St. Laurentius (Friedrich-Ebert-Straße 22)
  • Citykirche Elberfeld (Kirchplatz 2)
  • Elberfelder Rathaus (Willy-Brandt-Platz)

Barrierefreiheit: 
Es gibt einen barrierefreien Eingang ins Verwaltungsgebäude Elberfeld über den Willy-Brand-Platz.
Die Citykirche Elberfeld (Kirchplatz 2) ist über eine Rampe erreichbar. Es gibt keine behindertengerechte Toilette. Für Hörbehinderte gibt es Induktionsschleifen. 


5. September / Stummfilm mit Live-Musik: "Modern Times"

Die gesellschaftskritische Tragikomödie „Modern Times“ von Charlie Chaplin ist ein Klassiker des Stummfilms und eine filmische Reaktion auf die Industrialisierung der Arbeitswelt. In Wuppertal leiht das Sinfonieorchester Wuppertal am 5. September 2020 dem Stummfilm seinen Klang. 

  • Termin: Samstag, 5. September 2020 - 20.00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Historische Stadthalle Wuppertal, Johannisberg 40, 42103 Wuppertal
  • Kosten: 16 Euro
  • Tickets: Website der Wuppertaler Bühnen

6. September / Exkursionen mit Fahrraddraisinen: "Amt Beyenburg und eine Industrietextilstadt wie zu Engels' Zeiten"

Einst wurde die Wuppertalbahn gebaut, um die Textilindustrie in den Wupperorten zu entwickeln. Noch heute verbindet dieses Band, dem Lauf des Flusses folgend, die ehemaligen Textilorte um Dahlerau mit Beyenburg, Barmen und Elberfeld, heute: Wuppertal.

Erleben Sie die Ansichten des ehemaligen Amtes Beyenburg und einer Textilfabrikwelt wie zu Engels' Zeiten. Ein Ort, der sich treu blieb und ein anderer, der als vorbildlich galt für die damalige Zeit. Radeln Sie mit der Fahrraddraisine dort, wo einst Dampfzüge schnauften, zu den markanten Orten im oberen Tal der Wupper, wo aus Wasser Kraft gewonnen wurde und Dampf die Webstühle antrieb. Machen Sie sich ein Bild, wie Arbeiter und Fabrikanten damals lebten.


  • Termine:
    Sonntag, 6. September - 9.00 Uhr
  • Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
  • Kosten: 9 Euro
  • Tickets: www.wuppertrail.com/engels2020.php

6. + 20. + 27. September / Ausstellung: "Engels2020 Skulptur - when robots make art"

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem epochalen Wandel. Wir erleben gerade die 4. industrielle Revolution. Wenn es stimmt, dass der Begriff Arbeit neu definiert wird – stimmt es dann auch, dass sich analog dazu unser Kunstbegriff ändert? Dieser Fragestellung geht der Wuppertaler Bildhauer Eckehard Lowisch nach. Die Transformation von einem Kunstwerk in ein Medienwerk wiederholt ein altes Gesetz: Wieder wird durch das Aufkommen einer neuen Maschinerie die Sphäre der Kunst einschneidend verändert und die Rolle des Bildhauers neu definiert.

In der Kunststation im Bahnhof Vohwinkel sind die Engels2020 Skulptur und ihre Entstehung, Exponate und Resultate von Eckehard Lowisch sowie Filme und Fotobeiträge von Ralf Silberkuhl zu sehen.

  • Termine: Sonntag, 6. September; Sonntag 20. September; Sonntag, 27. September – jeweils 15.00 bis 18.00 Uhr
  • Ausstellungsort: Kunststation im Bahnhof Vohwinkel, Bahnstraße 16, 42327 Wuppertal
  • Kosten: kostenfrei

7. + 14. + 21. + 28. September / Bergische VHS: Politische Runde

Zum Jubiläum wird sich die Politische Runde der Bergischen VHS in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstmalig exklusiv einem Thema widmen: "Engels200". Bis Ende November wird die Veranstaltungsreihe in Wuppertal Friedrich Engels historisieren und aktualisieren.

Der Eintritt ist kostenfrei, es gilt das Prinzip "Pay what you like" (Zahle, was Du magst.)


Alle September-Termine im Überblick:

  • Montag, 7. September 2020, 19.30 Uhr im Otto-Roche-Forum der Bergischen VHS (Auer Schulstr. 20, 42103 Wuppertal)
    Die Welt (der Arbeit) zur Zeit des Friedrich Engels. Eine globale Geschichte 
    Vortrag mit Prof. Marcel van der Linden (Amsterdam)
    Vorabanmeldung hier online notwendig!
     
    Wie haben die Menschen im 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet? Eine Frage, die die historische Forschung in der Regel mit Blick auf die Verhältnisse in Europa beantwortet hat. Inzwischen haben sich die Perspektiven gewandelt. Die Geschichte der Arbeit wurde gleichsam globalisiert. Heute wissen wir besser und systematischer Bescheid über die Arbeitsverhältnisse in Asien, Afrika und Lateinamerika, auch zu Lebzeiten von Friedrich Engels. Die ehemals eurozentrischen Pfade sind verlassen und ein neuer Blick auf die europäische Sozialgeschichte ist dabei gewonnen worden. Dies ist nicht zuletzt der Verdienst des Amsterdamer Historikers Marcel van der Linden mit seinem bahnbrechendem Standard Workers of the World. Zum Beginn der Reihe Engels200 nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise in die globale Welt der Arbeit vor 200 Jahren.
     
  • Montag, 14. September 2020, 19.30 Uhr im Otto-Roche-Forum der Bergischen VHS (Auer Schulstr. 20, 42103 Wuppertal)
    Das deutsche Manchester? Höllenstadt, Boomtown? Oder was? - Die Urbanisierung des Wuppertals im 19. Jahrhundert
    Vortrag mit Prof. Rudolf Boch (Chemnitz) 
    Vorabanmeldung hier online notwendig! 
     

    Barmen und Elberfeld zählten im frühen 19. Jahrhunderts zu den Boomtowns in Deutschland. Sie entwickelten sich in atemberaubendem Tempo zu einem der führenden deutschen frühindustriellen Zentren. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts genoss diese Doppelstadt an der Wupper einerseits den Ruf eines prosperierenden Modernisierungszentrums,  andererseits bildeten sich hier die Schattenseiten des Industriekapitalismus durch soziales Elend und ökologische Belastungen geradezu hautnah ab.

    Dieser Entwicklung verdankte Elberfeld das Etikett eines deutschen Manchesters, jene Textilstadt mit dem exponentiellen Wachstum im Nordwesten Englands, die manchem aufgeregten Betrachter geradezu als urbane Ablagerung eines ungebremsten Kapitalismus galt. Einer, der sich dort sehr gut auskannte, war der Barmer Unternehmersohn Friedrich Engels. 
     

  • Montag, 21. September 2020, 19.30 Uhr im Otto-Roche-Forum der Bergischen VHS (Auer Schulstr. 20, 42103 Wuppertal)
    Let’s work together. Marx & Engels - A Relationship
    Vortrag mit Prof. Gareth Stedman Jones (London)
    Vorabanmeldung hier online notwendig!
     
    2017 veröffentlichte der renommierte  Londoner Historiker Gareth Stedman Jones eine ebenso voluminöse wie breit diskutierte Biografie zum 200. Geburtstag von Karl Marx.  Indem er das Leben und Werk von Marx konsequent aus ihrem Kontext im 19. Jahrhundert beschreibt, gelang ihm eine faszinierend neue Deutung dieses epochalen Denkers. In einer Zeit des industriellen und politischen Umbruchs erscheint Marx als Zeitgenosse, der versucht, Antworten auf die neuen Herausforderungen zu finden. Antworten, von denen er nicht ahnen konnte, wie sehr sie die Welt verändern würden. Viele seiner bahnbrechenden Analysen verdankt er den Beobachtungen und Impulsen seines kongenialen Partners Friedrich Engels. Nicht wenige behaupten sogar ohne Engels kein Marx. Gareth Stedman Jones zeigt die Eigenschaften und produktiven Fluchtpunkte einer besonderen, nicht nur intellektuellen Beziehung und führt damit mitten hinein in die Lebens- und Ideenwelten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts.
     
  • Montag, 28. September 2020, 19.30 Uhr im Otto-Roche-Forum der Bergischen VHS (Auer Schulstr. 20, 42103 Wuppertal)
    Arbeiter in Bewegung. England und Deutschland im 19. Jahrhundert. Ein Vergleich
    Vortrag mit Prof. Stefan Berger (Bochum)
    Vorabanmeldung hier online notwendig!
     
    Die Herausbildung von Arbeiterparteien und Gewerkschaften zählt zu bedeutenden Entwicklungstrends des 19. Jahrhunderts in Europa. Stefan Berger, der Leiter des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, untersucht in seinem Vortrag die Wurzeln dieses Prozesses in England und Deutschland. Wo liegen die Ursprünge der sozialen Bewegungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts im Allgemeinen und der Arbeiterbewegung im Besonderen? Welche Rolle spielten Marx und Engels, die ja viele Jahre in England lebten, für die britische und für die deutsche Entwicklung? Im Zentrum des Interesses steht dabei der Entwicklungsprozess der beiden großen Parteien der Arbeit, Sozialdemokratie und Labour Party. Was bedeutet die Durchsetzung des Marxismus in Deutschland für das Verhältnis von Kapitalismuskritik und Demokratieverständnis in der SPD? Wie sah das in der Labour Party aus, wo sich der Marxismus zunächst nicht durchsetzte? Wie hat sich dieses Verhältnis bis heute und im Vergleich gewandelt?

8. September / Slam börse - special: Mit Engels-Zungen

Ein Engels-Zitat ist Grundlage und Kern der vorgetragenen Texte am 8. September, wenn die Slam börse Poetry-Slammer*innen zum Engelsjahr-Special einlädt.

Die von den Moderatoren Ralph Michael Beyer und Wilko Gerber geladenen Wortakrobat*innen buhlen mit ihren Texten um Publikumsgunst und den ersten Preis. Wer seine Zunge und Feder am besten gespitzt hat, dem winkt neben einer Sonderausgabe des börsen-dax als Trophäe auch ein heiß begehrter Startplatz beim Jahresfinale um die Wuppertaler Stadtmeisterschaft 2021. Das verspricht jede Menge Spannung, denn beim literarischen Wettstreit der Worte ist von Tiefsinn bis Unsinn alles erlaubt. Mit dabei sind: Michael Schumacher, Vincent Sboron, Marcoo Valentino, Therese Degen und Vougar Aslanov.


10. und 11. September / Internationale Konferenz "Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika"

AG Lateinamerika der Bergischen Universität Wuppertal und Informationsbüro Nicaragua e.V.

Auf der zweitägigen internationalen Konferenz „Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika“ soll am 10. und 11. September den Spuren der Wirkung von Marx und Engels in Lateinamerika nachgegangen und nach der Aktualität von Engels in emanzipatorischen Projekten und Praktiken gefragt werden.

Am ersten Konferenztag geht es zum einen um die Rolle des Marxismus/Engelsismus und dessen gesellschaftliche Rezeptionsbedingungen in Lateinamerika, zum anderen um die Frage, ob und wie sich die lateinamerikanischen Realitäten mit Marx/Engels verstehen lassen. Am zweiten Tag stehen die Attraktivität und Wirkung sozialistischer Ideen, die vielfältigen sozialistischen Bewegungen und Realexperimente sowie das fortgesetzte Scheitern des Sozialismus in Lateinamerika im Mittelpunkt der Debatte.

Alle Vorträge werden simultan ins Deutsche bzw. ins Spanische übersetzt und via Internet übertragen.

  • Termine: Donnerstag, 10. September, und Freitag, 11. September 2020
  • Ort: Uni-Campus Grifflenberg, Gebäude K, Hörsaal 32 – Gaußstr. 20, 42119 Wuppertal
  • Kosten: kostenfrei
  • mehr Infos: Website der Bergischen Universität

22. September / Vortrags- und Dialogreihe "Engels neu denken"

Friedrich Engels hat in seinen Schriften zu vielen gesellschaftspolitischen Fragen Stellung bezogen, als Wissenschaftler und als Politiker in der europäischen Arbeiterbewegung. Seitdem sind mehr als 130 Jahre vergangen und es stellt sich die Frage, was er uns heute noch zu sagen hat.

In der Veranstaltungsreihe "Engels neu denken" wird daher ein Bogen geschlagen von seinem Werk zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung: Globalisierung und Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Gerechtigkeit, verantwortliches und gemeinschaftsorientiertes Unternehmertum, Religion, Moral und Geschlechterverhältnisse gestern und heute. Diese Themen verlangen nach einem lebendigen Austausch. Entsprechend wird es in den einzelnen Veranstaltungen kontrovers zugehen und Raum für einen lebendigen Dialog geboten.
 
Der Eintritt zu allen "Engels neu denken"-Terminen ist frei, jedoch müssen vorab online Freitickets bei Wuppertal Live gebucht werden!

  • Dienstag, 22. September 2020, 19.00 bis 21.00 Uhr in der Färberei (Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal)
    "Engels in Oberbarmen – Wohnen, Leben, Arbeiten heute, Alltagsexpert*innen berichten"
    Eindrucksvoll beschreibt Friedrich Engels die schlechten Arbeits- und Lebensverhältnisse im englischen Manchester. Wenn er heute nach Oberbarmen käme, hätte er wieder viel zu tun. An diesem Abend wird Engels von Roland Brus und seinem Team aus der Geschichte in die Stadt von heute geholt. Wie geht Wohnen, Leben, Arbeiten (und nicht Arbeiten) heute in Wuppertal? Alltagsexpert*innen berichten, lesen, erzählen. Zudem gibt es von Hans-Dieter Westhoff („Die zwei Gesichter der Arbeit“) eine Einführung in das Denken von Friedrich Engels. Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation von Mobiler Oase Oberbarmen, Färberei, Agentur für besondere Maßnahmen und „Die Wüste lebt!" unter der künstlerischen Leitung von Roland Brus und Hans Neubauer.  
    Freiticket für diese Veranstaltung muss vorab online bei Wuppertal Live gebucht werden.
    Barrierefreiheit: Färberei ist barrierefrei erreichbar

Anlässlich der Buchpräsentation „Arbeiten am Widerspruch - Zum 200.
Geburtstag von Friedrich Engels“ hat Mitherausgeber Prof. Dr. Reinhard Pfriem zehn Thesen verfasst, warum es sich heute immer noch lohnt, sich mit Friedrich Engels zu beschäftigen. Diese Thesen sollen die Veranstaltungsreihe "Engels neu denken" begleiten:


25. September / Bandfestival: Der Aufstand ist eine Kunst & braucht Musik

Die börse veranstaltet am 25. September einen Musikwettstreit zwischen Bands, die historische Lieder neu interpretieren oder eigene Songs zum Thema präsentieren. Und das Publikum hat die Stimme bei der Preisverleihung. Die Bands sind in der Wahl der Songs frei, solange sie zum Thema passen: Sie sollen sich mit dem Engelsjahr auseinander setzen. Alle Genres – von Liedermachern über Rock, Folk, Punk, Jazz, Pop und Rap – sind gleich willkommen. Der Fokus liegt auf Newcomern und jungen Bands der bergischen Musikszene.

  • Termin: Freitag, 25. September 2020
  • Zeit: 18.00 Uhr
  • Ort: die börse, Wolkenburg 100, 42119 Wuppertal
  • Kosten: 9 Euro; VVK: 7 Euro
  • Tickets: www.wuppertal-live.de
  • Barrierefreiheit: Die börse ist barrierefrei erreichbar.
  • mehr Infos: www.dieboerse-wtal.de

25. September / "Der Flug des Falken" - die rebellische Jugend des Friedrich Engels

Veranstaltung mit Buchlesung, Live-Musik und Diskussion: Auszüge aus dem Roman "Der Flug des Falken" von Walter Baumert aus dem Jahr 1981, der die Jugend Engels‘ schildert, die Verhältnisse in denen er aufgewachsen ist, wie er von jung an gegen Elternhaus, Gesellschaft und die Bevormundung durch die Kirche rebellierte, wie er sich das erste Mal verliebte, wie er den Weg vom Kapitalistensohn zur Arbeiterklasse fand, wie zu einem Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus wurde und wie er nach England kam.

Das Buch zeigt die unmenschliche Ausbeutung der Menschen in Barmen und Elberfeld in der damaligen Zeit. Lebendig wird der heftige weltanschauliche Kampf mit den verschiedenen Richtungen des Glaubens und der idealistischen Philosophie bei der Herausbildung des dialektischen Materialismus.

  • Termin: Freitag, 25. September 2020 - 19.00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Färberei, Peter-Hansen-Platz 1, 42275 Wuppertal
  • Kosten: 3/2 Euro
  • Tickets: www.wuppertal-live.de

25. bis 27. September / Performance in Engelskirchen: Nach dem Beaufsichtigen der Maschinen

LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels (Engelskirchen) und NRW KULTURsekretariat (Wuppertal): Performance-, Installations- und Diskursprojekt im öffentlichen Raum + Diskurs im Netz.

Was kommt nach der Arbeit – nach jener Arbeit zumindest, die uns daran hindert, den „Geist mit anderen Dingen zu beschäftigen“? Anlässlich Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag untersuchen zehn vielfältige künstlerische und diskursive Positionen im oberbergischen Engelskirchen das intellektuelle, gesellschaftliche und politische Erbe des einflussreichen Philosophen und politischen Aktivisten.

Was bedeutet Arbeit heute, im Zeichen gravierender Krisen und Veränderungen? Wie sehr ist unser Leben von Arbeit durchwoben; ist gar das Leben selbst zu einer Form immaterieller Arbeit geworden? Wer arbeitet eigentlich? Und: Wer ist das überhaupt heute, die „arbeitende Klasse“ – in globalen Märkten und Netzen, digitalen Monopolen und neuen Klassenkämpfen? Gestellt werden solche Fragen in Engelskirchen, dessen Geschichte stark durch die Engels’sche Baumwollspinnerei geprägt ist, an verschiedenen Orten im öffentlichen und semiöffentlichen Raum. Ein Teil der Arbeiten wird über einen längeren Zeitraum sichtbar bleiben.

  • Termine: Freitag, 25. September bis Sonntag, 27. September 2020
  • Orte: verschiedene Standorte in Engelskirchen
  • Kosten: Eintritt frei
  • Barrierefreiheit: Keine Angaben zur Barrierefreiheit. Bitte direkt beim Veranstalter nachfragen.
  • mehr Infos: www.engels-maschinen.de

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