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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Lärmkartierung

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den Lärmkarten der Stadt Wuppertal.

Was versteht man unter ‚Lärmkartierung‘?

Lärmkarten stellen die Lärmbelastung der Bevölkerung grafisch und flächenhaft dar. Die Lärmbelastung wird über eine Lärmausbreitungsrechnung ermittelt. Darin werden neben den Lärmquellen auch Daten über die Bebauung und andere Hindernisse sowie über das natürliche Gelände berücksichtigt.

 

Die Verordnung über die Lärmkartierung (34. Bundes-Immissionsschutzverordnung - 34.BImSchV) legt fest, welche Ergebnisse im Rahmen der Kartierung ermittelt und an die Europäische Kommission sowie die Öffentlichkeit weitergeleitet werden sollen.

 

Im Rahmen der Lärmkartierung wurden für Wuppertal

● die Straßen mit Verkehrsstärken größer 0,9 Mio. Kfz / Jahr,

● die Strecken der Eisenbahn und der Schwebebahn sowie

● spezielle Industrieanlagen untersucht.

Ausschnitt aus der Lärmkarte

Wird Lärm gerechnet oder gemessen?

Lärmpegel werden als Jahresmittelwert berechnet. Das hat gegenüber Messungen den Vorteil, dass Verzerrungen durch momentane Ereignisse wie Witterungseinflüsse ausgeschlossen werden. Um alle diese Einflüsse angemessen zu berücksichtigen, müssten die Messungen über einen langen Zeitraum erfolgen. Ein Messgerät kann auch nicht die verschiedenen Lärmquellenarten einzeln messen. Es würde also den Lärm genauso erfassen wie das Vogelgezwitscher am Morgen. Schließlich erlauben Berechnungen eine Wirkungsprognose für geplante Maßnahmen, bevor diese realisiert werden. So wird sichergestellt, dass nur tatsächlich wirksame Maßnahmen ergriffen werden.

 

Aus diesen Gründen sind Rechenverfahren zwingend vorgeschrieben. Sie sind so konzipiert, dass in fast allen Fällen die Ergebnisse von Messungen unter denen von Berechnungen liegen. Es wird also grundsätzlich zu Gunsten der Lärmbetroffenen gerechnet.

Mit welchen Kenngrößen wird der Lärm beschrieben?

Damit die Lärmkarten europaweit verglichen werden können, werden LDEN(Level Day, Evening, Night) und LNight als einheitliche Kenngrößen für die Geräuschimmissionen verwendet.

 

Beim LDEN handelt es sich um einen gemittelten Schalldruckpegel über den gesamten 24-stündigen Tag mit Gewichtungsfaktoren von 5 dB(A) für die vierstündige Abendzeit (Evening, 18 bis 22 Uhr) und 10 dB(A) für die achtstündige Nachtzeit (Night, 22 bis 6 Uhr). Der LDEN ist ein Indikator für die Lärmbelästigung.

 

Der LNight ist ein gemittelter Schalldruckpegel über die achtstündige Nachtzeit (22 bis 6 Uhr), mit dessen Hilfe Aussagen über Schlafstörungen gemacht werden können.

 

Die Lärmkarten alleine erlauben keine Rückschlüsse auf lärmbetroffene Menschen. Eine Möglichkeit Lärmbetroffenheiten in bestimmten Bereichen zu identifizieren, bietet die Lärmkennziffer. Eine hohe Lärmkennziffer eines bestimmten Bereiches bedeutet beispielsweise, dass dort sowohl eine hohe Einwohnerdichte als auch hohe Lärmbelastungen vorhanden sind. Mit Hilfe dieser Methode lassen sich Bereiche mit besonders hohem Handlungsbedarf in Wuppertal feststellen. 

Frau Helga Bennink
Altlastensanierung, GIS-Systeme, Lärm

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