Das gesamtstädtische Mobilitätskonzept zum Download
- Mobilitätskonzept Wuppertal | BestandsanalysePDF-Datei6,47 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | Bestandsanalyse KartenbandPDF-Datei5,97 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | ZielkonzeptPDF-Datei3,21 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | Maßnahmenkonzept Teil A RahmenberichtPDF-Datei4,80 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | Maßnahmenkonzept Teil B SteckbriefePDF-Datei2,03 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | Maßnahmenkonzept Teil C KonkretisierungPDF-Datei9,09 MB
- Mobilitätskonzept Wuppertal | GlossarPDF-Datei66,49 kB
Was ist ein Mobilitätskonzept?
Ein gesamtstädtisches und integriertes Mobilitätskonzept soll eine qualifizierte Analyse und Bewertung der aktuellen verkehrlichen Situation beinhalten und die Weichen für eine zukunftsfähige strategische Ausrichtung Mobilitätsentwicklung der Stadt stellen. Häufig stehen dabei Aspekte der nachhaltigen Mobilität besonders im Fokus. Mit der Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzepts werden kurz-, mittel- und langfristige Mobilitätsstrategie entwickelt, die sinnvolle Maßnahmen und Handlungsfelder für die Stadt aufzeigt.
Inhalte des gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts für Wuppertal
Wuppertal ist die größte Stadt im Bergischen Land und ist zugleich ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Bildungszentrum. Verteilt auf zehn Stadtbezirke wird die Stadt Wuppertal geprägt durch ihre spezifische topografische Lage: Sie liegt in einem Bogen um die Wupper und ist polyzentrisch ausgerichtet. Kennzeichnend sind zum Teil starke Höhenunterschiede und Steigungen sowie ein Agglomerationsband in ostwestlicher Lage, welches in Deutschland stadträumlich gesehen einzigartig ist und das Mobilitätskonzept vor die Herausforderung stellt, spezifische verkehrliche Lösungen zu finden.
Wuppertal ist ein städtischer Knoten nach der TEN-V-Verordnung (EU-Verordnung über Leitlinien für die transeuropäischen Verkehrsnetze) und ab 2027 verpflichtet einen nachhaltigen Mobilitätsplan nach SUMP-Standard („sustainable urban mobility plans“) zu führen. Mit der Erstellung und dem Beschluss des gesamtstädtischen Mobilitätskonzeptes ist diese Verpflichtung erfüllt und kann im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung umgesetzt und in Zukunft weiterentwickelt werden.
Das Mobilitätskonzept ist verkehrsmittelübergreifend und integrativ angelegt. Unter anderem werden Potenziale und Möglichkeiten zur Stärkung der nicht-motorisierten Verkehre sowie des ÖPNV mit dem Alleinstellungsmerkmal Schwebebahn aufgezeigt. Die im Jahr 2020 durchgeführte Mobilitätsuntersuchung und ein neu erstelltes Verkehrsmodell erneuern und erweitern die Datengrundlage für zukünftige Planungen. Umwelt-, Kosten- und Erreichbarkeitsaspekte sowie der Wirtschaftsverkehr sind jeweils ergänzende Themen.
Das Mobilitätskonzept integriert dabei die für Wuppertal aktuellen und potenziell zukünftig relevanten Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und Akteure sowie alle Verkehrsmittel und ebenso viele wichtige Querschnittsthemen. Dazu gehören zum Beispiel die Themen Verkehrssicherheit, Verkehrsschnittstellen, Mobilitätsmanagement, Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Verkehr sowie Konzepte, die vor allem auf Dialog und Kommunikation setzen. Ziel ist es, die Mobilität für „alle“, also für Menschen gleich welcher Altersgruppe, welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder welchen Einkommens zu verbessern und Belastungen durch den Verkehr zu reduzieren. Hierzu zählt auch eine Verringerung der Umweltbelastungen sowie eine Förderung der Gesundheit und der Verkehrssicherheit. Daher war für das Mobilitätskonzept Wuppertal eine ganzheitliche Strategie notwendig.
Aufstellungsprozess
Die Stadt Wuppertal hat zur Unterstützung als externe Gutachter das Verkehrsplanungsbüro Planersocietät sowie das Moderationsbüro IKU_Die Dialoggestalter aus Dortmund beauftragt. Bei der Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzepts war es unabdingbar, bereits existierendes Wissen zu vernetzen und zu konkretisieren, um es in einem kommunalen Konzept zusammenzuführen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den bereits bestehenden Planungen wie dem Radverkehrskonzept, dem Luftreinhalteplan, dem Stadtentwicklungskonzept und weiteren. Auch überörtliche Planungen, etwa das integrierte Mobilitätskonzept für den Kooperationsraum „Zwischen Rhein und Wupper“ sowie bereits erstellte Machbarkeitsstudien wurden berücksichtigt und integriert.
Bestehende Konzepte und Untersuchungen
Der gesamte Erarbeitungs- und Planungsprozess erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. Ein Erfolgsfaktor, nicht nur für die Aufstellung des integrierten Mobilitätskonzeptes, sondern auch für die spätere Maßnahmenumsetzung, ist der breite und dialogorientierte Beteiligungsprozess in digitaler als auch in persönlicher Form. In den Prozess für das Mobilitätskonzept Wuppertal flossen daher frühzeitig Anregungen und teilweise unterschiedliche Sichtweisen der Bürgerschaft und Politik (auch auf Stadtbezirksebene) ein. Dazu wurde ein breites Beteiligungsverfahren umgesetzt, das zur Mitarbeit und Diskussion aktivierte und motivierte.
Öffentlichkeitsformate
Das Mobilitätskonzept hat eine große Wirkung auf die Mobilität und somit auch auf den Alltag von Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Stadt Wuppertal. Daher war es unerlässlich, die Stadtgesellschaft in den Prozess zu integrieren, Vorschläge und Anregungen, aber auch Sorgen und Ängste aufzugreifen und gemeinsam zu diskutieren. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Wuppertal gemeinsam mit den beauftragten Planungs- und Moderationsbüros dazu entschieden, das Mobilitätskonzept dialogorientiert zu erarbeiten.
Öffentlichkeitsformate
Ort
Frau Martina Kürten
techn. Mitarbeiter/in
Raum C-246
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal