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WuppertalRathaus und Bürgerservice

Mobilitätskonzept für Wuppertal

Eine integrierte Mobilitätsstrategie für die Zukunft

Gesamtstädtisches integriertes Mobilitätskonzept Wuppertal

Die Stadt Wuppertal hat aktuell mit der Erstellung eines gesamtstädtischen Mobilitätskonzepts begonnen und möchte hier die Gelegenheit geben, kontinuierlich über den anstehenden Planungsprozess und Zwischenergebnisse zu informieren.

Was ist ein Mobilitätskonzept?

Das gesamtstädtische und integrierte Mobilitätskonzept soll eine qualifizierte Analyse und Bewertung der aktuellen verkehrlichen Situation beinhalten und die Weichen für eine zukunftsfähige strategische Ausrichtung der Wuppertaler Mobilitätsentwicklung stellen. Dabei sollen Aspekte der nachhaltigen Mobilität unter Berücksichtigung der besonderen topografischen Lage Wuppertals besonders im Fokus stehen. Mit der Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzepts für die Stadt Wuppertal soll eine Mobilitätsstrategie für die nächsten 10 Jahre entwickelt werden, die sinnvolle Maßnahmen und Handlungsfelder für die Stadt aufzeigt. Die Stadt Wuppertal hat zur Unterstützung als externe Gutachter das Verkehrsplanungsbüro Planersocietät sowie das Moderationsbüro IKU_Die Dialoggestalter aus Dortmund beauftragt.

Welche Inhalte wird das Mobilitätskonzept haben?

Wuppertal ist die größte Stadt im Bergischen Land und ist zugleich ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Bildungszentrum. Verteilt auf zehn Stadtbezirke wird die Stadt Wuppertal geprägt durch ihre spezifische topografische Lage: sie liegt in einem Bogen um die Wupper und ist polyzentrisch ausgerichtet. Kennzeichnend sind zum Teil starke Höhenunterschiede und Steigungen sowie ein Agglomerationsband in ostwestlicher Lage, welches in Deutschland stadträumlich gesehen einzigartig ist und das Mobilitätskonzept vor die Herausforderung stellt, spezifische verkehrliche Lösungen zu finden.

Das Mobilitätskonzept soll verkehrsmittelübergreifend und integrativ angelegt sein. Unter anderem sollen Potenziale und Möglichkeiten zur Stärkung der nicht-motorisierten Verkehre sowie des ÖPNV mit dem Alleinstellungsmerkmal Schwebebahn aufgezeigt werden. Die im vergangenen Jahr 2020 durchgeführte Mobilitätsuntersuchung und ein neu erstelltes Verkehrsmodell erneuern und erweitern die Datengrundlage für zukünftige Planungen. Umwelt-, Kosten- und Erreichbarkeitsaspekte sowie der Wirtschaftsverkehr werden jeweils ergänzende Themen sein.

Das integrierte Mobilitätskonzept wird dabei die für Wuppertal aktuellen und potenziell zukünftig relevanten Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und Akteure sowie alle Verkehrsmittel und ebenso viele wichtige Querschnittsthemen integrieren. Dazu gehören zum Beispiel die Themen Verkehrssicherheit, Verkehrsschnittstellen, Mobilitätsmanagement, Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Verkehr sowie Konzepte, die vor allem auf Dialog und Kommunikation setzen. Ziel muss sein, die Mobilität für „alle“, also für Menschen gleich welcher Altersgruppe, welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder welchen Einkommens zu verbessern und Belastungen durch den Verkehr zu reduzieren. 

Hierzu zählt auch eine Verringerung der Umweltbelastungen sowie einer Förderung der Gesundheit und der Verkehrssicherheit. Daher ist für das Mobilitätskonzept Wuppertal eine ganzheitliche Strategie notwendig.

 

Bei der Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzepts ist es unabdingbar, bereits existierendes Wissen zu vernetzen und zu konkretisieren, um es in einem kommunalen Konzept zusammenzuführen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf den bereits bestehenden Planungen – z.B. das Radverkehrskonzept, der Luftreinhalteplan, das Stadtentwicklungskonzept und weitere – liegen. Auch überörtliche Planungen, etwa das von der Planersocietät betreute integrierte Mobilitätskonzept für den Kooperationsraum „Zwischen Rhein und Wupper“ sowie bereits erstellte Machbarkeitsstudien werden berücksichtigt und integriert.

Das Mobilitätskonzept wird als abgestimmtes, integriertes Konzept Maßnahmen und Handlungsfelder für eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung in Wuppertal abstecken. Im Ergebnis steht eine ganzheitliche und handlungsorientierte Mobilitätsstrategie, die einerseits verkehrsmittelübergreifend Handlungserfordernisse, Projekte und Maßnahmen definiert und in einem konkreten Umsetzungskonzept mündet, andererseits einen langfristigen Umsetzungsprozess koordiniert und strukturiert.

Der vorgesehene Prozess

Der gesamte Erarbeitungs- und Planungsprozess wird sich über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren erstrecken. Ein Erfolgsfaktor, nicht nur für die Aufstellung des integrierten Mobilitätskonzeptes, sondern auch für die spätere Maßnahmenumsetzung, ist ein breiter und dialogorientierter Beteiligungsprozess in digitaler als auch in persönlicher Form. In den Prozess für das Mobilitätskonzept Wuppertal werden daher frühzeitig Anregungen und ggf. unterschiedliche Sichtweisen der Bürgerschaft und Politik (auch auf Stadtbezirksebene) einfließen. Dazu ist ein breites Beteiligungsverfahren vorgesehen, das zur Mitarbeit und Diskussion aktiviert und motiviert.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Antje Zeis-Loi Medienzentrum
  • Stadt Wuppertal
  • Antje Zeis-Loi Medienzentrum
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